Archiv der Kategorie: Familie

Weihnachtsstress

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Seit Jahren schon fasste ich immer nach Weihnachten den Vorsatz, im nächsten Jahr nicht wieder in den üblichen, vorweihnachtlichen Stress zu verfallen, sondern alles etwas strukturierter und ruhiger angehen zu lassen. Weiterlesen

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Halbert und Hob (englische Weihnachtserzählung)

friedenGibt es eine Ursache für diese
harten Herzen? Oh, Lear,
Dass es etwas jenseits der Natur geben muss,
das sie besänftigt, scheint eindeutig.

 

  1. Vater und Sohn

Rauh und wild ist die Landschaft im Norden, wo diese Geschichte spielt, und rau und wild waren die zwei Männer, von denen hier die Rede ist. Der alte Halbert und sein Sohn Hob waren so etwas wie zwei Menschen, an denen die Zivilisation vorübergegangen war. Sie schienen nichts aufzuweisen, außer den harten und ungehobelten Instinkten unzivilisierter Geschöpfe. Sie stammten von einer wilden Sippe ab, und in ihnen, den letzten ihres Geschlechts, schien das Wilde und Raue seinen Höhepunkt gefunden zu haben. Sie waren keine Kriminellen, denn man konnte sie nicht des Diebstahls oder Mordes bezichtigen. Doch wenn man ihnen auch nur mit einem Wort krumm kam, war ihre Antwort ein Fausthieb. Weiterlesen

Mia von nebenan

Auf den ersten Blick ist Mia ein ganz normales Mädchen. Sie wohnt in einem Kölner Vorort, geht regelmäßig zur Schule und führt nachmittags den Hund aus. Was keiner weiß: Mias Eltern sind drogenabhängig und kümmern sich nur sporadisch um sie. Es ist Mia, die den Müll wegbringt, den Abwasch macht und aufpasst, dass ihre Mutter etwas zum Frühstück bekommt. Eines Tages hat sie davon genug. Wer kümmert sich eigentlich um sie? Mit der Kraft der Verzweiflung versucht sie, eine andere Bleibe zu organisieren – bei der Oma, einem Mitschüler, der großen Schwester (…)

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Mia von nebenan – 2 von 4

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Morgen Früh am Weihnachtstag – Pearl S. Buck

 

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Rob liebte seinen Vater, aber erst ein paar Tage später wurde ihm bewusst wie sehr, als er ihn kurz vor Weihnachten mit seiner Mutter sprechen hörte:ob war fünfzehn und lebte auf einem Bauernhof. Jeden Morgen schleppte er sich um 4 Uhr Morgens mühsam aus dem Bett, um zu helfen, die Kühe zu melken. Manchmal dachte er, dass die Aufgabe einfach viel zu groß für ihn war. Weiterlesen

Julia bei den Lebenslichtern

„Oma?“
Leise öffnet Julia die Tür zu Omas Zimmer. Es ist schon Mittag und Oma liegt noch immer im Bett. Nicht einmal die Vorhänge hat zur Seite gezogen. Auf Zehenspitzen geht Julia ins Zimmer. Sie sieht, dass Omas Augen geschlossen sind. Ihr Kopf ist ein wenig zur Seite gerutscht, als hätte sie sich den Hals verrenkt. Noch nie hat Oma im Bett gelegen und geschlafen, wenn Julia von der Schule nach Hause gekommen ist!
„Oma, warum sagst du nichts?“
Julia erschrickt über ihre Stimme in dem stillen, dämmringen Raum. Weiterlesen

Ein neues Leben im zwölften Stock

Ein neues Leben im zwölften Stock

Wir wohnen in der Trabantenstadt. Dort wurden vor wenigen Jahren in kürzester Zeit mindestens ein Dutzend Wohnsilos aus dem Ackerboden gestampft. Als ich geboren wurde, lebten hier am Rande der Großstadt noch kleine Bauern. Heute sind sie alle Millionäre, seitdem sie ihre Felder und Mooswiesen als Bauland an die Wohnungsbaugesellschaft verkaufen durften. Uns stört es nicht, dass dort, wo wir jetzt wohnen, vor einem Jahrzehnt noch Kühe und Schafe gegrast haben. Wer zu uns zu Besuch kommt, der denkt vielleicht, so wie heute hätte es hier schon seit Jahren ausgeschaut. Aber Pustekuchen! So etwas nennt man Fortschritt. Papa sagt oft, dass wir froh sein könnten, im Jahrhundert der Technik zu leben, in dem alles auf Fortschritt und Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet wäre. Was er damit meint, lässt sich in ein oder zwei Sätzen gar nicht erklären. Jedenfalls dürfen auch wir an diesem Fortschritt teilhaben, seitdem wir aus unserer alten Behelfsheimsiedlung in den zwölften Stock von einem dieser Wohnsilos umgezogen sind. Papa meinte, wir sollen uns jetzt das Leben so angenehm wie möglich machen. Was er damit sagen wollte? Nun: Kein Zank mehr, kein Streit und so weiter! Weiterlesen

Das kleine Weihnachtsfest

Das kleine Weihnachtsfest

Agnes S. Turnbull

Margaret Greaves winkte noch einmal, und zum letztenmal, von der obersten Stufe der Haustreppe, als Henrys Taxi über die vereiste Straße davonschlich. Dann schloß sie mit einem Kälteschauer die Tür und ging niedergeschlagen ins Wohnzimmer zurück.

Wieder einmal war ein Weihnachtsfest mit seinen sogenannten »festlichen« Tagen vorbei. Und nie vorher hatte sie sich so müde an Körper und Geist, so im Innersten enttäuscht gefühlt.

Wie stets hatte sie auch diesmal den großen Tagen mit einer beinahe kindlichen Spannung entgegengeblickt. Hank würde von der Universität, Penny von ihrem College heimkommen und Cecily und ihr Mann Bill aus der Stadt ins Elternhaus. Weiterlesen