Archiv der Kategorie: Familie

Mia von nebenan

Auf den ersten Blick ist Mia ein ganz normales Mädchen. Sie wohnt in einem Kölner Vorort, geht regelmäßig zur Schule und führt nachmittags den Hund aus. Was keiner weiß: Mias Eltern sind drogenabhängig und kümmern sich nur sporadisch um sie. Es ist Mia, die den Müll wegbringt, den Abwasch macht und aufpasst, dass ihre Mutter etwas zum Frühstück bekommt. Eines Tages hat sie davon genug. Wer kümmert sich eigentlich um sie? Mit der Kraft der Verzweiflung versucht sie, eine andere Bleibe zu organisieren – bei der Oma, einem Mitschüler, der großen Schwester (…)

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Das Mädchen unter dem Dohlenbaum

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DIE DOHLEN SCHWIMMEN AM HIMMEL, DER HIMMEL IST IHR MEER

Die Dohlen wohnen in den großen Bäumen vorm Bahnhof, hoch oben in den Wipfeln. Ich muss ganz still stehen, damit sie nicht erschrecken und wegfliegen. Ich schaue zu ihnen hinauf und sehe sie auf den Zweigen schaukeln. Zwischen den grünen Blättern sehen sie wie schwarze Bälle aus.

Mama ist drinnen im Bahnhof, Fahrkarten kaufen. Wir fahren weit weg, an einen Ort, wo ich noch nie gewesen bin. Weiterlesen

Morgen Früh am Weihnachtstag – Pearl S. Buck

 

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Rob liebte seinen Vater, aber erst ein paar Tage später wurde ihm bewusst wie sehr, als er ihn kurz vor Weihnachten mit seiner Mutter sprechen hörte:ob war fünfzehn und lebte auf einem Bauernhof. Jeden Morgen schleppte er sich um 4 Uhr Morgens mühsam aus dem Bett, um zu helfen, die Kühe zu melken. Manchmal dachte er, dass die Aufgabe einfach viel zu groß für ihn war. Weiterlesen

Malins Weihnachtsgeschenk

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Malin hatte ein Geheimnis. Aber das erzählte sie niemandem.Die Schule war in einem kleinen roten Haus. In diese Schule ging Malin. Sie war neun Jahre alt. Am zweiten Juli hatte sie Geburtstag. Mitten im Sommer.

Ja, eine Weile hatte sie sogar zwei Geheimnisse. Das eine hätte sie fast Johan erzählt. Das war, als das erste Schuljahr vorbei war. Alle in der Klasse hatten ihre Sonntagskleider an. Die Lehrerin trug ein Kleid mit Blumen drauf. In einer Vase steckte ein großer Strauß Flieder. Der duftete durch das ganze Schulzimmer. Weiterlesen

Eine Sommernacht im Zelt

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Mama telefoniert mal wieder eine halbe Ewigkeit.
Als sie endlich ins Wohnzimmer kommt, sagt sie: „Tante Petra und Onkel Norbert möchten am Samstag nach München ins Theater. Sie würden Sophia und Maxi vorher zu uns bringen und am Sonntag wieder abholen – wenn wir einverstanden sind.“
„Natürlich sind wir einverstanden!“, rufen Lisa und Lukas sofort.
„Ich habe auch nichts dagegen“, sagt Papa. „Obwohl es bestimmt etwas anstrengend wird…“ Weiterlesen

Als Oma seltsam wurde

Eines Tages, ganz plötzlich, wurde meine Oma seltsam und geizig. Ich war sechs Jahre alt, und manchmal passte sie tagsüber auf mich auf. Sie wohnte in einem Dorf vor der Stadt. Es war Donnerstag und ich wartete. Ich ging im Garten herum und herum.

Bald würde das Bäckerauto kommen und hupen. Oma würde ein rundes Brot kaufen und Kekse. Ich durfte mir jedes Mal einen eigenen Keks aussuchen. So war es immer.

Ich wartete und wartete. Und zwischendurch schoss ich mit meinem Flitzebogen, den ich aus einem Kleiderbügel und einem Gummiband gebaut hatte.

Dann endlich hörte ich das Bäckerauto kommen. Es hupte.

Ich lief rein zu Oma. Sie saß in der Küche und schlief.

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»Das Bäckerauto kommt!«, rief ich. »Beeil dich.«

Sie sah mich verwirrt an.

»Wer bist du?«, fragte sie.

»Ich«, sagte ich.

Sie nickte abwesend. Weiterlesen

Karolins Schutzengel

»Karolin, kommst du? Wir wollen jetzt los!« Karolin hörte, wie ihre Eltern sich unten im Flur die Mäntel anzogen.

»Ich hab keine Lust«, maulte sie leise und schaute aus dem Fenster. Draußen nieselte es. Trotz der Festbeleuchtung wirkten die Straßen trist und düster. »Tolles Weihnachtswetter!«, murmelte sie vor sich hin. »Genau richtig für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.«

»Karolin…!«, rief ihr Vater, diesmal etwas lauter. »Was ist bloß in letzter Zeit mit dem Kind los. In fünf Tagen ist Weihnachten, da war sie doch sonst immer so aufgeregt.«

Karolin seufzte. Bisher hatte sie die Vorweihnachtszeit ja auch immer sehr schön gefunden, doch in diesem Jahr war alles anders. Es war das erste Jahr ohne Opa. Karolin fühlte, wie ihr Tränen in die Augen stiegen. O nein, bloß nicht wieder heulen, dachte sie und schluckte den dicken Kloß hinunter, der ihr plötzlich im Hals steckte.

»Karolin, wo bleibst du denn?« Ihre Eltern wurden langsam ungeduldig.

»Ja, ja!» Hastig wischte sich Karolin mit dem Handrücken über die Augen. »Ich komme gleich!«

Als Opa noch lebte, war ihr das Wetter immer egal gewesen. Gemeinsam waren sie auch im Winter durch die umliegenden Wälder gestreift, hatten Tiere beobachtet und so manches Abenteuer erlebt. Opa war ihr bester Freund gewesen. Auf ihn hatte sie sich immer verlassen können. Ach Opa! Karolin fühlte, wie sich nun doch eine verräterische Träne ihre Wange hinunterschlich.

»Karolin, wir wollen endlich los!« Erschrocken fuhr sie herum. Ihre Mutter stand direkt hinter ihr. Karolin hatte sie gar nicht kommen hören. »Kind, du weinst ja.« Weiterlesen