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Über kindg

Guten Tag! Wir sind kein Verein oder Institution; nur eine Gruppe Freunde, die an Gymnasien und Universitäten unterrichtet. Dieses Projekt ist aus reinen pädagogischen Gründen entstanden und hat überhaupt keine finanziellen Interessen.

Der blaue Stuhl

Der blaue Stuhl – PDF

Eines Tages gingen Herr Klops und Herr Schwärzlich in der Wüste spazieren.
»Nicht viel los hier«, sagte Herr Schwärzlich.
»Irgendwie wüstenmäßig«, knurrte Herr Klops, der es immer sehr genau nahm.
»Ah! Da ist was!«, sagte Herr Schwärzlich und deutete auf einen blauen Fleck in der Ferne.
Sie kamen näher und sahen einen Stuhl.
»Ein Stuhl«, sagte Herr Schwärzlich.
»Ein blauer Stuhl«, sagte Herr Klops… und setzte sich sogleich unter den Stuhl.
»Ich mag Stühle«, sagte er, »man kann sich darunter verstecken.« Weiterlesen

Mamas Monster: Kindern Depressionen erklären

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Die Familienmitglieder

1Das ist Rike, eigentlich heißt sie Frederike, aber alle sagen nur Rike. Sie ist gerade 5 Jahre alt geworden und geht in den Kindergarten. Rike malt sehr gerne.2

Das ist Tommy, Rikes kleiner Bruder. Er ist noch ein Baby. Am liebsten sabbert er und wenn er gebadet wird, dann patscht er mit den Händen im Wasser rum, so dass es überall hin spritzt.

3Das ist Rikes und Tommys Mama Rosi. Sie arbeitet in einem Blumenladen, und zu Hause pflanzt sie Tomaten, Kartoffeln und Karotten im Garten an.4

Dann gibt es noch Papa Bernd. Er ist oft nicht da, weil er in seiner Firma arbeiten muss. Wenn er am Wochenende zu Hause ist, spielt er mit Rike verstecken und kitzelt Tommy am Bauch.

 Die Geschichte 

Es ist Sonntagmorgen. Rike liegt noch im Bett und wartet auf Mama. Die Mama weckt Rike immer, singt, gibt ihr einen Kuss und fragt, ob sie gut geschlafen hat. Rike mag nicht mehr warten. Sie steigt aus dem Bett und läuft in die Küche. Es gibt Frühstück. Doch wo ist Mama? „Sie liegt noch im Bett“, sagt Papa. Weiterlesen

Das Geheimnis des friedlichen Kriegers

In einer Stadt, gar nicht weit von hier, saß ein Junge am Küchentisch und starrte aus dem Fenster. Es war ein frischer Herbstmorgen. Danny Morgan blickte nachdenklich auf die neue Umgebung. Den vertrauten Garten und die alten Freunde gab es nicht mehr, und heute sollte er zum ersten Mal in die Eastside-Schule gehen. Er war aufgeregt und neugierig, und gleichzeitig hatte er Angst.
„Iss dein Frühstück, Danny!” rief die Mutter aus dem Nebenzimmer. „Der Nachbarjunge, der dich zur Schule bringt, muss jeden Moment kommen!”
Es klingelte, und Danny schüttete den Rest seiner Haferflockensuppe in den Ausguss.
„Hier sind deine Pausenbrote”, sagte die Mutter und gab ihm eine neue Brotdose. Es klingelte wieder.
„Machst du die Tür auf?” fragte sie lächelnd.
Danny ging langsam in den Flur, öffnete und erblickte ein Mädchen, ungefähr in seinem Alter.
„Hallo,” sagte sie, „ich heiße Joy.”
„Du hast doch gesagt, dass es ein Junge ist”, zischte Danny seiner Mutter zu. Weiterlesen

Pfoten hoch

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Billys Papa ist ein berühmter Gangster. Aber er macht sich Sorgen um seinen Sohn.
»Ich frage mich, ob du später auch mal ein guter Gangster wirst, Billy. Du bist mir nicht böse genug.«
»Glaubst du?«, fragt Billy.
»Ich fürchte es. Du bist mir zu nett. Na gut. Wir werden einen Versuch machen. Man kann ja nie wissen.« Weiterlesen

Der blaue Junge

der blaue junge

Weit draußen hinter den Sternen ist alles ganz anders als hier. Und noch weiter draußen ist alles noch ganz anders als dort, wo alles ganz anders ist als hier.
Aber wenn man ganz weit fliegen würde, ganz weit, ganz fern, dorthin, wo alles ganz anders ist als überall, dort wäre es vielleicht dann wieder fast genauso wie hier.
In dieser fernen Gegend ist vielleicht ein Planet, so groß wie unsere Erde, und auf diesem Planeten leben vielleicht Leute, die fast genauso aussehen wie wir, nur dass sie blau sind und ihre Ohren zuklappen können, wenn sie nichts hören wollen. Weiterlesen

Du kannst es doch

Immer, wenn Tina in der Schule etwas vorlesen sollte, bekam sie es mit der Angst. Dabei hatte sie diesmal zu Hause wirklich geübt. Ihre Mutter hatte gesagt: „Du musst üben, Kind!“ Und da hatte Tina sich hingesetzt und die ganze Geschichte gelesen, erst leise, dann laut: „Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die legte ihr zu essen vor, was sie nur konnte…“ Weiterlesen

Jakob betet

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Vor dem Schlafengehen läuft Jakob noch einmal durch den Garten.

Erschaut den Apfelbaum an.

„Den hast du schön gemacht, wirklich wahr“, sagt Jakob.

Er riecht an den Rosen.

„Die hast du auch schön gemacht.“

Er kostet ein paar Erdbeeren.

„Mmm! Die hast du am schönsten gemacht. Danke“, sagt Jakob.

Dann geht er ins Haus.

Die Großmutter bringt ihn ins Bett.

„Und jetzt beten wir“, sagt die Großmutter.

„Ich habe schon gebetet“, sagt Jakob.

Lene Mayer-Skumanz

Stopp, nicht mit mir!

Heute kommt ein Polizist in den Kindergarten. Ein richtiger, echter Polizist. Alle Kinder sind schon ganz aufgeregt.

»Bringt der eine echte Kelle mit? So eine, mit der man Autos anhält?«, fragt Philipp.

»Und eine Trillerpfeife?«, fragt Carolin. Weiterlesen

Der seltsame Zweig

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Die kleine Meise wundert sich. Sie hat scharfe Augen. Saß da nicht eben eine Raupe am Birnbaum? Kroch langsam den Zweig hinauf? Natürlich, die kleine Meise hat es genau gesehen.
Aber auch die kleine Spannerraupe hat die Meise gesehen. Die kleine dicke Raupe will einmal ein Schmetterling werden. Sie hat noch viel vor. Sie muss noch sehr wachsen. Die Meise darf sie nicht verschlucken.
Gefahr! Die kleine Raupe spürt es sofort.
Sie klammert sich mit den Hinterbeinen fest an den Ast. Dann richtet sie den Leib starr auf und streckt ihn aus. So sieht sie wie ein kleiner brauner Zweig aus.
Die Raupe ist ein Zweig geworden, ein braunes Ästchen. Die kleine Meise guckt. Sie wartet. Nichts rührt sich. Die kleine Raupe bleibt starr und steif.
Die Meise schilpt, schließlich fliegt sie davon. Zweige! Nein, das ist kein gutes Futter. Zweige sind viel zu hart.
Die kleine Raupe rollt sich wieder zusammen und kriecht weiter den Ast hinauf. Sie will ein Schmetterling werden. Und sie kann gut Theaterspielen. Eine schlaue kleine Raupe.

Lisa-Marie Blum

Die Sprache der Bäume

»Und hier die Hausaufgabe in Deutsch«, sagt Herr Lux, der Lehrer in der Klasse 4c. »Für morgen schreibt jeder eine Seite über ein Thema, das wichtig und interessant ist. Ihr dürft euch die Überschrift selber heraussuchen. Vielleicht findet jeder von euch ein anderes Thema.«

Ralf weiß gleich, was sein Thema ist. Zu Hause schreibt er:

Der Wald stirbt aus. Weiterlesen

Der Kreis der 99

Es war einmal ein König, der hatte einen Diener, der sehr glücklich war. Jeden Morgen weckte er den König, brachte ihm das Frühstück und summte dabei fröhliche Spielmannslieder. In seinem Gesicht zeichnete sich ein breites Lächeln ab, und seine Ausstrahlung war stets heiter und positiv. Eines Tages schickte der König nach ihm.
»Diener«, sagte er. »Was ist das Geheimnis deiner Fröhlichkeit?« Weiterlesen

Frau Bund und Hund

Frau Bund und Hund PDF

Es ist ein sonniger und warmer Tag. Frau Bund und ihr Hund sind nicht im Park, im Bad oder im Wald. Sie sind in ihrer Wohnung.

Wie an jedem anderen Tag auch.

Frau Bund mag nämlich keine Leute treffen. Vor allem keine Nachbarn. Da muss sie grüßen, neugierige Fragen beantworten und sich anstarren lassen. Das kann Frau Bund nicht leiden.

Dem Hund Bodo ist das recht so. Er will nicht auf schmutzigen und stinkenden Straßen umherrennen. Oder noch schlimmer, sich auf ungepflegten Wiesen Flöhe einfangen. Weiterlesen

Das Geschenk fürs Christkind

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Das Geschenk fürs Christkind A4

Miriam wusste, was sie wollte. Sie wünschte sich von ganzem Herzen, dass sie größer wäre und nicht erst vier.
Malakai, ihr großer Bruder, der war wichtig, richtig wichtig — rund ums Gasthaus in Betlehem. Der durfte Dinge tun, von denen Miriam nur träumen konnte. Sie dagegen hörte immerzu die Worte: »Miriam, lass es, dafür bist du noch zu klein!«
Sie sah die vielen Leute. Seit Wochen kamen sie nach Betlehem, um sich einzutragen, in die Bücherrollen, denn alle — ALLE — wurden sie gezählt. Weiterlesen

Kinder brauchen Märchen – B. Bettelheim

Kinder brauchen Märchen
Das Märchen und das existentiale Dilemma
Das Märchen, eine einzigartige Kunstform
Die Kraft der Verzauberung
Stellvertretende Befriedigung versus bewußte Erkenntnis
Gestalten und Ereignisse der Phantasie
Verwandlungen

Fußball! – Brasilien

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Der da mit dem gelben Trikot, die Nummer 10, das bin ich: Benedito da Silva. Alle nennen mich einfach Bené.

Fußball ist für mich das Größte. Das Beste überhaupt, von der köstlichen Feijoada* wie nur meine Mutter sie zubereitet, einmal abgesehen.

Ich habe immer einen Ball dabei. Egal was ich mache oder wohin ich gehe, Bälle begleiten mich überallhin. Ich spiele damit, ich träume davon und meine Familie lebt von ihnen. Weiterlesen

Vater werden

Gillian - Doll Original Watercolour PaintingDaniel wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
Sie soll Schlafaugen haben.
Er möchte sie abends ins Bett bringen und sie zudecken.
Sie soll lange Haare haben.
Er möchte sie kämmen und ihr einen Zopf flechten.
Sie soll bewegliche Arme und Beine haben.
Er möchte sie an- und ausziehen.
Die Eltern wundern sich.

„Möchtest du nicht lieber eine Eisenbahn?“ fragt die Mutter.
„Oder einen Baukasten?“ meint der Vater.
Sie machen sich Sorgen.
„Ein Junge, der mit Puppen spielt, wird kein richtiger Mann“, sagt der Vater.
Doch Daniel bleibt dabei.
Er wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
„Warum eigentlich?“ fragt die Mutter.
Daniel besinnt sich.
„Ich möchte auch ein Vater werden“, sagt er.

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18 Dinge, die mental starke Menschen tun

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Als der Autor von 13 Dinge, die geistig starke Menschen nicht tun , verbringe ich meine Zeit damit, über die schlechten Gewohnheiten zu sprechen, die dir die mentale Stärke rauben. Schließlich ist es nur eine schlechte Angewohnheit, dich davon abzuhalten, dein größtes Potenzial zu erreichen. Aber zusätzlich zu diesen schlechten Angewohnheiten ist es auch wichtig, Übungen zu machen, die deine mentale Kraft stärken , denn mit harter Arbeit und Hingabe kannst du dein Gehirn trainieren, damit es seinen Höhepunkt erreicht.

Hier sind 18 Wege, die mental starke Menschen machen:

1. Sie üben Dankbarkeit.
Indem sie ihre Segnungen statt ihrer Lasten zählen, helfen mental starke Menschen, das Leben in Perspektive zu halten. Ihre Entscheidung, dankbar zu sein, scheint in ihrer Stimmung und ihrem Verhalten durch.

2. Sie behalten ihre persönliche Kraft.
Geistig starke Menschen geben negativen Menschen keine Macht über sie. Sie weigern sich, jemanden dafür verantwortlich zu machen, dass er sie zurückhält oder herunterzieht. Weiterlesen

Märchen und Kinder

 

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Märchen sind älter als die Literatur   [Pdf – Datei ]

Märchen sind älter als die Literatur, kein Dichter hat sie erfunden. Erzählungen, Erlebtes, eigene Wunschvorstellungen und Träume aus dem tiefen Unterbewusstsein wurden seit Jahren zusammengetragen, phantasievoll ausgeschmückt und von Mund zu Mund überliefert. So entstanden auf der ganzen Welt verschiedene Märchen, die zu einem Teil der Volkspoesie, oft sogar des nationalen Kulturguts wurden. Weiterlesen

Die Feier der Osternacht

Markus geht mit seinen Eltern am Samstagabend vor Ostern in die Kirche. Das ist etwas ganz Besonderes, denn die Feier der Osternacht beginnt erst dann, wenn es ganz dunkel ist.
Vor der Kirche wird das Osterfeuer angezündet. Viele Leute stehen da und sehen zu, wie das Feuer brennt. Sie sind ganz still.
Jetzt tritt der Pfarrer aus der Kirche. Er trägt eine dicke Kerze in der Hand. Weiterlesen

Der Nussbaum

Im Garten grub ein alter Mann.
Ein junger Mensch kam vorbei und fragte: »Was tust du da, alter Mann?«
»Ich pflanze einen Nussbaum«, sagte der Alte. »Im Sommer spendet er Schatten. Im Herbst schenkt er Nüsse. Gibt es Schöneres und Besseres als einen Nussbaum?«
Der junge Mensch lachte. »Und weißt du auch, wie lange es dauert, bis dein Nussbaum Schatten und Nüsse schenkt? Du wirst es nicht mehr erleben, alter Mann.«
»Ich weiß es«, nickte der Alte. »Ich nicht — aber meine Enkel.«

Chinesisches Volksgut

Mich freut nichts mehr…  und was freut dich? – Theaterstück

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Mich freut nichts mehr – Lene Mayer-Skumanz PDF

1. Szene

(In der Küche. Geschirrklappern. Vergnügte Mutter, die summt oder pfeift, Türe, Schritte)
JAKOB: Mutti, da bin ich schon. Und einen Hunger hab ich!
MUTTER: Fein, Jakob. Ich bin grad beim Schmalzbrotstreichen.
JAKOB: Die Kathi ist auch heraufgekommen. Sie hat auch Hunger. Ich hab ihr nämlich gesagt, dass du frisches Grammelschmalz gekauft hast.
MUTTER: Ja, wo steckst du denn, Kathi? Herein mit dir!
KATHI: Grüß Gott, Frau Mitterhöfer!
MUTTER: Servus, Kathi, komm nur, setzt euch. Tee mit Orangensaft?
KATHI: Bitte!
JAKOB: Wart, Kathi, ich schenk dir ein. (Geschirr)
KATHI: Nicht schlecht, so ein Grammelschmalzbrot. Weiterlesen

Der Laubfrosch

frosch

Ich hab einen Laubfrosch,
dem füttre ich jeden Tag Fliegen.
Die braucht er,
ist doch klar,
ist doch’n Laubfrosch.

Bisher
hab ich mir nichts bei gedacht.
Aber gestern
kam Tante Reinhild.
Die sagt, ich bin grausam.
Und wenn sie ein Kind hätt,
dem tat sie verbieten,
Fliegen zu fangen
für einen Mörderfrosch.

Was nu?
Soll ich ihn weiter füttern?
Oder soll ich ihn einfach
verhungern lassen?

~Tilde Michels

 

Laubfrosch

Die Sonne scheint immer

Eine ganze Woche ist es herrlich warm gewesen. Sieben Tage lang. Jeden Morgen, wenn Jakob und Lena aufwachten, stand die Sonne leuchtend hell zwischen dem neuen Hochhaus und der Kirche.

Aber heute ist alles anders. Heute ist der Himmel grau. Weiterlesen

Die Geschichte vom Weihnachtsbraten

Einmal fand ein Mann am Strand eine Gans.

Tags zuvor hatte der Novembersturm getobt. Sicher war sie zu weit hinausgeschwommen, dann abgetrieben und von den Wellen wieder an Land geworfen worden.

In der Nähe hatte niemand Gänse. Es war eine richtige weiße Hausgans. Weiterlesen

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam

Roswitha Fröhlich

Seit er sechs Jahre alt war, wünschte sich Joschi ein Meerschweinchen. Aber jedes Mal, wenn er davon anfing, sagte seine Mutter: »Meerschweinchen stinken«, oder: »Meerschweinchen gehören in den Kleintierzoo«, oder: »Was soll das arme Tier in unserer Vierzimmerwohnung?«, und lauter solche Sachen.

In diesem Jahr hatte Joschi sich geschworen, dass sein Wunsch endlich in Erfüllung gehen müsse. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze – Slideshare

Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel, in Liebe, vom Weihnachtsmann

Aufgeregt und doch ganz vorsichtig öffnete der kleine Igel das Päckchen. Was war das?

Der Stern mit dem Schweif

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SLIDESHARE

Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis A4

Am Abend liegt der kleine Bär in seinem warmen Bett und kann nicht einschlafen.

„Wann ist denn endlich Weihnachten?“, fragt er Mutter Bär.

„Du musst noch ein bisschen Geduld haben, mein kleiner Bär. Ich werde dir jetzt eine Geschichte erzählen.“

Es war einmal ein kleiner Bär, so einer wie du. Der entdeckte eines Nachts über seiner Höhle am Himmel einen hellen Stern mit einem langen Schweif. Weiterlesen

Ein Geschenk vom Nikolaus – Slideshare

Ein Geschenk vom Nikolaus – A4

Es schneit… und schneit, bis hohe Schneeberge die Häuser zudecken. Im Dorf ist es weiß, kalt und still.

Der Krämer kann seine Ware nicht verkaufen, die Bäckersfrau kein Brot. Großvater Gregor möchte seine Ziegen füttern, doch der Weg zum Stall ist verschneit. Und weil es keine Post auszutragen gibt, schreibt sich der Briefträger selbst einen Brief. In jedem Haus warten Kinder auf den Nikolaus.

Anne und Mich hauchen Gucklöcher in die Eisblumen am Fenster. (…) Weiter lesen

 

 

Halbert und Hob (englische Weihnachtserzählung)

friedenGibt es eine Ursache für diese
harten Herzen? Oh, Lear,
Dass es etwas jenseits der Natur geben muss,
das sie besänftigt, scheint eindeutig.

 

  1. Vater und Sohn

Rauh und wild ist die Landschaft im Norden, wo diese Geschichte spielt, und rau und wild waren die zwei Männer, von denen hier die Rede ist. Der alte Halbert und sein Sohn Hob waren so etwas wie zwei Menschen, an denen die Zivilisation vorübergegangen war. Sie schienen nichts aufzuweisen, außer den harten und ungehobelten Instinkten unzivilisierter Geschöpfe. Sie stammten von einer wilden Sippe ab, und in ihnen, den letzten ihres Geschlechts, schien das Wilde und Raue seinen Höhepunkt gefunden zu haben. Sie waren keine Kriminellen, denn man konnte sie nicht des Diebstahls oder Mordes bezichtigen. Doch wenn man ihnen auch nur mit einem Wort krumm kam, war ihre Antwort ein Fausthieb. Weiterlesen

Die Schule der Armen

Die Schule der Armen PDF

Die Familien eines armen westafrikanischen Dorfes können auf den Dollar pro Tag, den ihre Kinder verdienen, nicht verzichten. Darum steht der Lehrer vor leeren Bänken, während seine Schüler Turnschuhe und Fußbälle fertigen. Er ist zunächst der Einzige, der gegen Armut und Ungerechtigkeit aufbegehrt. Doch sein Einsatz bleibt nicht ohne Erfolg: Bald kommen wieder ein paar Kinder zum Unterricht. Bildung füllt zwar im Moment keine hungrigen Mägen, aber sie birgt die einzige Chance für eine bessere Zukunft! Er erzählt ihnen die wahre Geschichte des kleinen pakistanischen Teppichknüpfers Iqbal Masih, der seinen Kampf gegen die Kindersklavenhalter mit dem Leben bezahlte. Die Schüler hören aufmerksam zu. Dann beginnen sie, das Alphabet zu lernen. Tahar Ben Jelloun hat eine poetische kleine Erzählung für Kinder geschrieben: über den Teufelskreis von Armut, Ausbeutung und Analphabetentum, über Unfreiheit und krassen Materialismus – und über die Chance, die in der Bildung liegt.

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Lachgesichter in der Griesgramstraße

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Seit kurzem wohnt Peter in der Griesgramstraße. Natürlich heißt diese Straße anders, aber Peter hat ihr diesen Namen gegeben, weil die Leute alle so griesgrämig dreinblicken. Selbst die Kinder sind abweisend und feindselig, und Peter traut sich nicht sie anzusprechen. So ist er nachmittags immer alleine und langweilt sich. Und das Heimweh, das tut dann natürlich besonders weh. Weiterlesen

Lesevorschlag – eBücher

hingDie Hingucker – Ursula Kraft, 2001 

Das Leben in der kleinen Stadt Weinach verändert sich ganz allmählich – alle Menschen mit grünen Augen werden von Tag zu Tag mehr angefeindet. Auch Mattis Freund Arun hat grüne Augen.

Matti und seine Schwester Kathi spüren das Unrecht und beschließen zusammen mit zehn anderen Kindern, etwas dagegen zu unternehmen.

Als die Situation zunehmend bedrohlich wird, gelingt es ihnen, einen ersten Schritt in eine „gute“ Richtung zu bewirken.

Die spannende und einfühlsame Geschichte zeigt, dass ein Problem wie „Fremdenfeindlichkeit“ nicht von heute auf morgen gelöst werden kann, dass man aber sehr wohl etwas dagegen tun kann. Und dass jeder noch so lange Weg immer mit einem ersten Schritt beginnt.

Die Hingucker – HERUNTERLADEN


kinder

Alle meine Kinder: Haregewoin Teferra – ein Leben für die Waisen Äthiopiens 
Von Melissa Fay Greene, Blanvalet, 2006

Die aufrüttelnde und bewegende Geschichte einer Frau, die Afrikas Waisenkindern eine Zukunft gibt.

Allein 12 Millionen Kinder von AIDS-Opfern leben elternlos südlich der Sahara. Die Äthiopierin Haregewoin Teferra bietet Hunderten von ihnen Zuflucht und Hoffnung in der Ausweglosigkeit. Melissa Fay Greene hat ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben, die eindringlich beweist, dass man als Einzelner unermesslich viel bewirken kann.

Haregewoin Teferra ist zur Stimme einer afrikanischen Katastrophe geworden, die von der Welt weitgehend ignoriert wird: Waisenkinder, die ihre Angehörigen durch AIDS verloren haben – die Ausgestoßenen der Gesellschaft Afrikas, von denen es nach Schätzungen der UN in drei Jahren allein südlich der Sahara bereits 50 Millionen geben wird.

Nach dem Verlust ihres Mannes und ihrer Tochter wurde Haregewoin gebeten, sich um ein 15-jähriges Waisenmädchen zu kümmern. Aus dem Zufluchtsort für ein einzelnes Kind wurde schnell ein Waisenhaus, das den Strom der Neuankömmlinge kaum mehr fassen konnte. Mit Hilfe einer Adoptionsagentur gelang es Haregewoin, viele ihrer Schutzbefohlenen nach Europa oder in die USA zu vermitteln und ihnen eine Zukunft zu verschaffen.

Aber Adoption, sagt Melissa Fay Greene, die den Lebensweg der mutigen Äthiopierin mit dem großen Herzen aufgeschrieben und selbst zwei äthiopische Kinder adoptiert hat, ist nicht die Lösung der Probleme Afrikas. Die westliche Welt muss die Mittel und die Medizin bereitstellen, damit eine ganze Generation überleben kann.

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licht

Alles Licht, das wir nicht sehen: Roman
Von Anthony Doerr , C.H.Beck, 2014

Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am „Muséum National d’Histoire Naturelle“ arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen. Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt… Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.

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verborgener

Der verborgene Garten
Ein Roman von Kate Morton, Diana Verlag

Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.

Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage – ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen …

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biene

Die Bienenhüterin
Ein Roman von Sue Monk Kidd, btb

Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor …

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bild

Ein Bild von dir
Roman von Jojo Moyes, Rowohlt

Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde.

Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll …

Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …

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nachtzirkus

Der Nachtzirkus
Erin Morgenstern, Ullstein, 2012

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

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spaziergang

Spaziergang am Meer
Joan Anderson, dtv

Einsichten einer unkonventionellen Frau.

Die Geschichte eines Aufbruchs und einer wunderbaren Freundschaft.

Zufällig macht sie bei einem Spaziergang am Strand von Cape Cod die Bekanntschaft der 94-jährigen Joan Erikson, Ehefrau des berühmten Psychoanalytikers Erik Erikson. Während Joan Anderson sich für eine Weile bewusst von ihrem Mann zurückgezogen hat, genießt Joan Erikson die ihr verbleibende Zeit an der Seite ihres Partners, der, wie sie weiß, nicht mehr lange leben wird.

Die beiden so unterschiedlichen und doch durch tiefe Empathie verbundenen Frauen reden über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Hoffnungen, Bedürfnisse. Joan Erikson, die mehr vom Handeln als von weisen Ratschlägen hält, gibt viel von ihrer Lebensklugheit weiter, wird mehr und mehr zur spirituellen Mentorin. Sie erinnert Anderson daran, wie wichtig es ist, nicht stehen zu bleiben, sondern ein Leben lang bereit zu sein, zu lernen, zu wachsen, sich zu verändern, offen zu sein für alles, was das Leben so bringt und vor allem, sich eine spielerische Herangehensweise an die Herausforderungen des Lebens zu bewahren.

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sonne

Tausend strahlende Sonnen
Roman von Khaled Hosseini, Fischer, 2010

In seinem neuen Roman erzählt Khaled Hosseini wieder eine zutiefst bewegende Geschichte aus seinem Heimatland: vom Leid und der Ohnmacht, aber auch vom außergewöhnlichen Mut zweier afghanischer Frauen. Die unehelich geborene Mariam wird mit fünfzehn ins ferne Kabul geschickt, wo sie mit dem dreißig Jahre älteren Witwer Rashid verheiratet wird. Zwanzig Jahre später erlebt Leila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Auch ihr bleibt keine Wahl: Nachdem ihre Familie bei einem Bombenangriff getötet wurde und sie erfährt, dass auch ihr Jugendfreund Tarik, den sie seit gemeinsamen Kindertagen liebt, angeblich ums Leben gekommen ist, wird sie Rashids Zweitfrau. In dem bis dahin kinderlos gebliebenen Haushalt bringt Leila nacheinander eine Tochter und einen Sohn zur Welt. Während der Taliban-Herrschaft machen Bombardierungen, Hunger und physische Gewalt das Leben der Familie zur Qual. Die Not lässt die an sich so unterschiedlichen Frauen zu engen Freundinnen werden und ihre Stärke schließlich ins Übermenschliche wachsen. Khaled Hosseini gelingt es wie beim Drachenläufer auf unvergleichliche Weise, seine Figuren so lebendig und authentisch werden zu lassen, dass der Leser sie lange nicht vergisst.

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sterne

Sterne über Cornwall
Liz Fenwick, Goldmann

Nach dem Krebstod ihres Mannes erscheint es der Malerin Maddie wie ein Geschenk des Himmels, als sie von einer ihr bis dato unbekannten Tante ein Haus in Cornwall erbt. Da sie sich durch die Monate, in denen sie ihren Mann gepflegt hat, nicht nur kräftemäßig, sondern auch finanziell ruiniert hat, fragt Maddie nicht lange, sondern verkauft ihre Londoner Wohnung und macht sich mit ihrer widerstrebenden Stieftochter Hannah auf nach Cornwall. Doch ihr steht ein harter Weg bevor: Der einst prächtige Landsitz bröckelt an allen Ecken und Enden, für die rebellierende Hannah ist sie nur »die Hexe«, und um ihren Verstand scheint es auch nicht gut bestellt zu sein, denn auch wenn man ihr versichert hat, dass es in Trevenen nicht spukt, meint sie, in einem leeren Zimmer das Weinen eines Babys zu hören. Erst als Maddie sich selbst als Teil einer Ahnenkette von Frauen begreift, deren Geheimnisse die Mauern von Trevenen hüten, kann sie ihren Frieden mit der Vergangenheit machen und ein neues Leben beginnen …


Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel

Solange am Himmel Sterne stehen
Roman von Kristin Harmel, Blanvalet

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …


Dewey

Mein Freund Dewey, der berühmteste Kater der Welt
Vicki Myron, cbj

Die rührende Geschichte um einen außergewöhnlichen Kater
Miau!, klang es kläglich an Vicki Myrons Ohr, als sie an einem kalten Januarmorgen die Stadtbücherei der kleinen Stadt Spencer aufschloss. In einer Kiste, in der normalerweise zurückgegebene Bücher landen, kauerte ein halb erfrorenes Katzenbaby mit struppigem rotem Fell! Vicki und ihre Kolleginnen adoptierten den kleinen Kater vom Fleck weg, päppelten ihn auf und tauften ihn auf den Namen Dewey. Schon bald erlebten Mitarbeiter und Besucher der Bibliothek, dass Dewey eine außergewöhnliche Wirkung auf Menschen hatte und alle um sich herum verzaubern konnte.

Die wahre Geschichte eines einfühlsamen Katers, der traurige Kinder zum Lachen brachte und verzweifelten Erwachsenen neuen Lebensmut schenkte – und daurch weltberühmt wurde.

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BobBob, der Streuner
James bowen, Bastei Lübbe, 2013

Als James Bowen den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wem von beiden es schlechter ging. James schlug sich als Straßenmusiker durch, er hatte eine harte zeit auf der Straße hinter sich. Aber dem abgemagerten, jämmerlich mauzenden Kater konnte er einfach nicht widerstehen, er nahm ihn auf, pflegte ihn gesund und ließ ihn wieder laufen. Doch Bob war anders als andere Katzen. Er liebte seinen neuen Freund mehr als die Freiheit und blieb. Heute sind sie eine stadtbekannte Attraktion, ihre Freundschaft geht Tauschenden zu Herzen…

Bob HERUNTERLADEN


cleoCleo: Wie ich das Lachen lernte
Helen Brown, Deuticke Verlag, 2010

Als Sam kurz nach seinem neunten Geburtstag überfahren wird und stirbt, bleiben seine Eltern und sein kleiner Bruder Rob verzweifelt zurück. Einige Wochen später wird ein eher hässliches weibliches Katzenjunges bei der Familie, die auf einem unwegsamen Hang am Rande von Wellington, Neuseeland, lebt, abgeliefert. Sam hatte sich das Kätzchen noch vor dem Unfall als Geschenk ausgesucht. Die in Australien lebende Autorin und Journalistin Helen Brown erzählt in dieser literarischen Autobiographie die berührende Geschichte ihrer Familie, die sich mit Hilfe der Katze Cleo nach dem tragischen Unglück zurück ins Leben kämpft.   Cleo HERUNTERLADEN

Colour blues

«Sag mal, Papa, wo liegt Marokko?»
«In Afrika.»
«Dort, wo es Giraffen und Nilpferde gibt?»
«Nein, etwas höher — in Nordafrika.»
«Und wer wohnt dort?»
«Araber.»
«Ich dachte, Araber leben in Arabien…»
«Naja, die Araber sind überall, sogar in der U-Bahn. Die Araber in Marokko sind Berber.»
«Aber Berber sind Barbaren, oder?»
«Nein, die Barbaren waren ganz was anderes — die waren eine Horde Invasoren.»
«Ja, aber gestern beim Fernsehen hast du dich beschwert, dass Frankreich von Arabern invadiert wird.»
«Ah ja — ist aber nicht das Gleiche. Es gibt sehr nette Weiterlesen

Wir verstehen uns blind

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An diesem Einkaufssamstag waren besonders viele Leute in die Fußgängerzone gekommen.

»Winterschlusverkauf! Alles um die Hälfte billiger!«, rief der Verkäufer und alle stürzten sich auf die Kleiderständer vor dem Geschäft.

»Winterschuhe fast geschenkt!«, rief der Schuhverkäufer auf der anderen Straßenseite. Weiterlesen

Die Ostergeschichte

Die Ostergeschichte – PDF

Zum Paschafest, dem höchsten Feiertag der Juden, kommen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem. Jesus reitet auf einem jungen Esel. Vor der Toren der Stadt warten schon viele Menschen. Sie freuen sich, dass Jesus zu ihnen kommt. Sie ziehen ihre Kleider aus und breiten sie vor ihm auf dem staubigen Boden aus, damit er überreiten kann. Auch viele Kinder sind gekommen, um Jesus mit Jubelrufen zu empfangen. Mit Palmzweigen winken sie ihm zu. Die ganze Stadt ist in großer Aufregung. Die Menschen spuren: Hier kommt der Messias, der Retter, den Gott uns versprochen hat. Gott meint es gut mit uns. Er hat Jesus geschickt, um uns Frieden und Freiheit zu bringen. Sie singen: „Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.” Weiterlesen

Mia von nebenan

Auf den ersten Blick ist Mia ein ganz normales Mädchen. Sie wohnt in einem Kölner Vorort, geht regelmäßig zur Schule und führt nachmittags den Hund aus. Was keiner weiß: Mias Eltern sind drogenabhängig und kümmern sich nur sporadisch um sie. Es ist Mia, die den Müll wegbringt, den Abwasch macht und aufpasst, dass ihre Mutter etwas zum Frühstück bekommt. Eines Tages hat sie davon genug. Wer kümmert sich eigentlich um sie? Mit der Kraft der Verzweiflung versucht sie, eine andere Bleibe zu organisieren – bei der Oma, einem Mitschüler, der großen Schwester (…)

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Morgen Früh am Weihnachtstag – Pearl S. Buck

 

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Rob liebte seinen Vater, aber erst ein paar Tage später wurde ihm bewusst wie sehr, als er ihn kurz vor Weihnachten mit seiner Mutter sprechen hörte:ob war fünfzehn und lebte auf einem Bauernhof. Jeden Morgen schleppte er sich um 4 Uhr Morgens mühsam aus dem Bett, um zu helfen, die Kühe zu melken. Manchmal dachte er, dass die Aufgabe einfach viel zu groß für ihn war. Weiterlesen

Die leere Krippe

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«Hier hast du die letzte Schachtel», sagte Michael und stellte die letzte Kiste in meinen Flur. Ich untersuchte die staubigen und zerfledderten Kisten und freute mich. Dieser weihnachtliche Schmuck aus Michaels Kindheit, seit dem Tod seiner Mutter eingelagert, bedeutete für mich unsere gemeinsame Zukunft als Paar. Wir unternahmen alle Arten weihnachtlicher Aktivitäten zusammen: Feiern, Einkäufe, und jetzt Schmücken. In ein paar Monaten würden wir verheiratet sein und ich wollte unbedingt unsere eigenen Traditionen schaffen. Ich sehnte mich nach sinnvollen Ritualen, bedeutsam und einzigartig für uns beide. Weiterlesen

Malins Weihnachtsgeschenk

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Malin hatte ein Geheimnis. Aber das erzählte sie niemandem.Die Schule war in einem kleinen roten Haus. In diese Schule ging Malin. Sie war neun Jahre alt. Am zweiten Juli hatte sie Geburtstag. Mitten im Sommer.

Ja, eine Weile hatte sie sogar zwei Geheimnisse. Das eine hätte sie fast Johan erzählt. Das war, als das erste Schuljahr vorbei war. Alle in der Klasse hatten ihre Sonntagskleider an. Die Lehrerin trug ein Kleid mit Blumen drauf. In einer Vase steckte ein großer Strauß Flieder. Der duftete durch das ganze Schulzimmer. Weiterlesen

Leb wohl, lieber Dachs

 

Der Dachs war verlässlich, zuverlässig und immer hilfsbereit. Er war auch schon sehr alt, und er wusste fast alles. Der Dachs war so alt, dass er wusste, er würde bald sterben.

Der Dachs fürchtete sich nicht vor dem Tod. Sterben bedeutete nur, dass er seinen Körper zurückließ. Und da sein Körper nicht mehr so wollte wie in früheren Tagen, machte es dem Dachs nicht allzu viel aus, ihn zurückzulassen. Seine einzige Sorge war, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen würden. Er hatte sie schon vorbereitet und ihnen gesagt, irgendeinmal würde er durch den Langen Tunnel gehen. Er hoffe, sie würden nicht zu traurig sein, wenn seine Zeit gekommen war. Weiterlesen

Der Punkt: Kunst kann jeder

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 Kunst kann jeder PDF

Der Kunstunterricht war vorbei, aber Ina saß wie festgeklebt auf ihrem Stuhl.

Ihr Zeichenblatt war leer.

Inas Lehrerin beugte sich über das leere Blatt Papier.

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»Oh! Ein Eisbär im Schneesturm«, sagte sie.

»Sehr witzig!«, sagte Ina. »Ich kann einfach nicht malen!«

Ihre Lehrerin lächelte. Weiterlesen

Küssen ist doof

Küssen ist doof

Es ist Wochenende, und beim Frühstück machen es sich Tim und Papa richtig gemütlich. Mit Tischdecke, Kakao, Brötchen, Marmelade, Wurst und Käse! Weil Wochenende ist, darf Tim so viel Schokocreme essen, wie er will.
»Lecker«, sagt er glücklich.
»Morgen kommt Tante Ulla«, erzählt Papa.
»Oh nein!«, ruft Tim und lässt sein Brötchen fallen. »Ich verstecke mich, damit sie mich nicht findet.« Weiterlesen

Der grüne Omnibus

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens
an die Opfer des Holocaust

Der grüne Omnibus

Theo Stemmler

Die Tage wurden kürzer, und obwohl die Mittagstemperaturen in jenem warmen September 1944 manchmal noch 25 Grad erreichten, gingen die Leute aus Waldau nicht mehr zum Dorfweiher, um dort zu baden. Die Erwachsenen brachten die Ernte ein, die Kinder gingen vormittags zur Schule und waren nachmittags mit Hausaufgaben beschäftigt — oder mit dem Einkaufen von Dingen, die ihnen ihre Mütter auf Zetteln notiert hatten.

Karl nahm sich für den Heimweg vom Fleischer viel Zeit. Er genoß die Freiheit vor dem erneuten Beginn der häuslichen Verwahrung. Trotzig ließ er das Einkaufsnetz, in dem ein Pfund Schweineleber schwappte, über die staubige Straße schleifen, verscheuchte einige Hühner, die ihm in die Quere kamen, und trat mit seinen genagelten Schuhen nach jedem erreichbaren Stein, dass Funken sprühten. Weiterlesen

Einbruch am Heiligen Abend

«Du traust dich nicht, du traust dich nicht …»

«Natürlich traue ich mich!», entgegnete Max scharf. Was war denn schon dabei? Wenn die alte Frau wirklich fast taub war, wie seine neuen Kumpel meinten, dann würde sie nicht hören, wie er durch das gekippte Fenster an der Seite des Hauses griff und den Engel von der Fensterbank nahm. Er müsste nur warten, bis die Alte auf das Klingeln seiner Kumpel hin die Haustür öffnen würde, dann blieb ihm genug Zeit zum Handeln.

«Dann mal los!», Weiterlesen

Risiko für Weihnachtsmänner

Sie hatten schnellen Nebenverdienst versprochen, und ich ging hin in ihr Büro und stellte mich vor. Das Büro war in einer Kneipe, hinter einer beschlagenen Glasvitrine, in der kalte Frikadellen lagen, Heringsfilets mit grau angelaufenen Zwiebelringen, Drops und sanft leuchtende Gurken in Gläsern. Hier stand der Tisch, an dem Mulka saß, neben ihm eine magere, rauchende Sekretärin: alles war notdürftig eingerichtet in der Ecke, dem schnellen Nebenverdienst angemessen. Mulka hatte einen großen Stadtplan vor sich ausgebreitet, einen breiten Zimmermannsbleistift in der Hand, und ich sah, wie er Kreise in die Stadt hineinmalte, energische Rechtecke, die er nach hastiger Überleg und durchkreuzte: großzügige Generalstabsarbeit.

Mulkas Büro, das in einer Annonce schnellen Nebenverdienst versprochen hatte, vermittelte Weihnachtsmänner; Weiterlesen

Der angekettete Elefant

Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem hat es mir der Elefant angetan. Wie ich später erfuhr, ist er das Lieblingstier vieler Kinder. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau. Nach der Vorstellung aber und auch der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einem kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war allerdings nicht weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich außer Zweifel, dass ein Tier, dass die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte. Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute.

Was hält ihn zurück? Warum Weiterlesen

Bruder Jan

 Mein Bruder Jan ist Schwester. Eigentlich ist er Zivi. Er macht seinen Zivildienst und arbeitet in einem Krankenhaus wie eine Krankenschwester. Er bringt den Patienten das Essen, füttert die Schwerkranken, die nicht allein essen können, macht die Betten, wäscht die Kranken, gibt auch mal eine Spritze und >schwenkt die Nachttöpfe<, wie er sich ausdrückt. Weiterlesen

Alptraum – Gudrun Pausewang

Alptraum

So was hab ich kürzlich geträumt: Ich war im Ausland. Es muss ein afrikanisches Land gewesen sein, denn die Leute dort waren Schwarze. Wir waren die einzigen Weißen, wo immer wir uns auch aufhielten.
So ein Traum wäre nichts Besonderes. Nicht wert, erwähnt zu werden. Ich hab schon oft geträumt, ganz allein zwischen Eskimos, Indianern oder Chinesen zu sein. Anregende Träume. Oft sogar aufregende Träume, schön abenteuerlich.
Aber dieser Traum zwischen den Schwarzen war ganz anders. Ein Angsttraum! Denn wir – meine Eltern, mein Bruder Michael und ich – waren dort nicht als Touristen, sondern als Asylbewerber! Weiterlesen

Hans und der Fußball

Am Nachmittag spielt Hans mit dem Fußball. Die Mutter arbeitet, der Vater arbeitet, und Hans kann alles tun, was er will. Fast alles. Gewisse Dinge sind verboten. Fußball spielen zum Beispiel.
»Du wirst doch einsehen, Hans«, sagte die Mutter erst vorgestern, »dass du zwar mit dem Ball spielen darfst, aber nicht überall und nicht jederzeit. Das verstehst du sicher. Das geht einfach nicht. Hab‘ ich Recht, Vater?«
Wenn die Mutter Hans etwas verbietet, holt sie sich immer Rückendeckung beim Vater.
Hab‘ ich Recht, Vater? Hans weiß, dass der Vater immer zur Mutter hält, und dass die Mutter immer derselben Ansicht ist wie der Vater. Sie halten gegen ihn zusammen, bilden eine hohe Mauer, die fast alles abwehrt, was für Hans lebenswichtig ist. Gegen sie hat er keine Chance. Weiterlesen

Die Geschichte von dem Kind und Schmidts Pflaumen

fruit-2733768_960_720Einmal hat ein Kind im Garten gespielt.

Es hat ganz allein gespielt, denn seine Mutter hat gerade an diesem Tag sehr viel zu tun gehabt. Sie hat nur manchmal aus dem Fenster nach dem Kind gesehen und sich gefreut, weil das Kind so schön gespielt hat.

Da sind Oma Schmidt und Opa Schmidt von nebenan in ihren Garten gekommen. Oma Schmidt hat zwei Körbe gehabt, und Opa Schmidt hat eine lange Leiter getragen. Sie sind zu dem großen Pflaumenbaum in ihrem Garten gegangen. Weiterlesen

Alt-Salzburger Weihnacht

Alt-Salzburger Weihnacht

Linde Schuller

Über Salzburg fällt Schnee. Durch das rötlichwarme Dunkel eines früh ermatteten Wintertages lässt sich das schöne Antlitz der Stadt nur ahnen wie ein Frauengesicht hinter dichten Schleiern.

Hätte die wuchtige Feste ihre Silhouette nicht durch allerlei schneeichtes Putzwerk an Zinnen und Türmen betont, man sähe sie heute gar nicht und selbst die düstere Wand des Mönchsberges hängt weniger drohend, unwirklicher, einem riesigen, weißgetupften, von unsichtbarer Hand ständig bewegten Vorhang gleich, abgerückt hinter den Häusern der Gstättengasse. Weiterlesen

Wann ist endlich Weihnachten? – Der Bettler – Der Birnbaum – Der Räuber

SLIDESHARE

Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis A4 PDF

Am 8. Dezember fragt der kleine Bär neugierig: „Und was geschieht heute?“ „Das wirst du gleich hören“, antwortet Mutter Bär und beginnt zu erzählen.

Der Bettler

Immer dichter fielen die Schneeflocken auf das Land. Immer mühsamer wurde es für den kleinen Bären, seinen Weg zu finden.

Als er in einer Hütte Unterschlupf suchen wollte, entdeckte er einen Mann.

Er war in lauter Lumpen gehüllt.

Was für ein armer Mann!, dachte der kleine Bär. Er sieht so hungrig aus. Weiterlesen

Der Traumgeist und das Kind

Eines Nachts stand ein schaurig heulender Traumgeist im Kinderzimmer: »Ich bin der schrecklichste Traumgeist der Welt! Huahuaaa!«

»Es gibt keine Geister«, antwortete das Kind und gähnte. »Das hat mein Papa gesagt.«

»Oha!«, fistelte der Traumgeist mit grausiger Stimme. »Auch Väter irren sich manchmal. Sieh mich an!« Weiterlesen

Weihnachtsgedicht

Einmal, o Herz, halte ein!
Hinter Öchslein und Eselein
flimmert ein wärmender Schein.

Auch deine Brust war ein Stall,
Tiere darin ohne Zahl,
drüber die Sterne  im All –

Siehe in Armut und Not
vor dir das Gottesbrot,
Trost gegen Teufel und Tod.

Mensch – du Gebilde aus Lehm –
sei du sein Bethlehem!

Franz Theodor Csokor

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Als meine Oma uns einmal besuchte, brachte sie Orangen mit; mir gab sie drei Orangen, meinem Bruder aber nur zwei. Er ging in sein Zimmer und weinte. Ich gab aber nicht nach, sondern aß genussvoll meine drei Orangen.

Auch beim nächsten Besuch brachte Oma mir drei und meinem Bruder nur zwei Orangen mit. Diesmal wollte ich ihm eine abgeben, er tat aber, als würde er es nicht bemerken. Ich legte ihm die Orange auf den Tisch und ging wieder hinaus. Weiterlesen

Solche Häuser und andere Häuser – will­kom­men hei­ßen

Eva, Usch und Daniel gehen die Straße entlang und klingeln an den Häusern.

„Guten Tag”, sagen sie zu Herrn Max. „Dürfen wir reinkommen?”

„Was? Ihr? Jetzt?”, ruft Herr Max und schlägt die Tür zu „Unverschämtheit! In meinem Haus will ich meine Ruhe haben!”

Eva, Usch und Daniel klingeln bei Frau Eise. „Dürfen wir reinkommen?”, fragen sie. Weiterlesen

Julia bei den Lebenslichtern

kerz„Oma?“
Leise öffnet Julia die Tür zu Omas Zimmer. Es ist schon Mittag und Oma liegt noch immer im Bett. Nicht einmal die Vorhänge hat zur Seite gezogen. Auf Zehenspitzen geht Julia ins Zimmer. Sie sieht, dass Omas Augen geschlossen sind. Ihr Kopf ist ein wenig zur Seite gerutscht, als hätte sie sich den Hals verrenkt. Noch nie hat Oma im Bett gelegen und geschlafen, wenn Julia von der Schule nach Hause gekommen ist!
„Oma, warum sagst du nichts?“ Weiterlesen

Die Neinsagerin

»Hallo«, ruft Leonie und zieht ihre rote Jacke aus. Sie ist gerade aus dem Kindergarten gekommen. Dann erzählt sie immer, was sie erlebt und gespielt hat. »Stell dir mal vor, Mama«, sagt Leonie und macht es sich auf dem grünen Sofa bequem, »wir haben eine Neue im Kindergarten.« Leonies Mama stellt Bananen und Mandarinen auf den Couchtisch. »Wie heißt sie denn?«, fragt sie und flicht Leonie den Zopf neu. »Jette, sie hat mit ihren Eltern für ein Jahr in Island gelebt«, erzählt Leonie.

»Das ist ja interessant«, sagt Mama. Der Zopf ist fertig.

»Die hatten da keinen Kindergarten. Kannst du dir das vorstellen?«, meint Leonie. »Jette hat immer alleine gespielt, weil die anderen Kinder ganz weit weg gewohnt haben.« »Das muss sie ja jetzt nicht mehr«, meint ihre Mama. Weiterlesen

Ein neues Leben im zwölften Stock

Ein neues Leben im zwölften Stock

Wir wohnen in der Trabantenstadt. Dort wurden vor wenigen Jahren in kürzester Zeit mindestens ein Dutzend Wohnsilos aus dem Ackerboden gestampft. Als ich geboren wurde, lebten hier am Rande der Großstadt noch kleine Bauern. Heute sind sie alle Millionäre, seitdem sie ihre Felder und Mooswiesen als Bauland an die Wohnungsbaugesellschaft verkaufen durften. Uns stört es nicht, dass dort, wo wir jetzt wohnen, vor einem Jahrzehnt noch Kühe und Schafe gegrast haben. Wer zu uns zu Besuch kommt, der denkt vielleicht, so wie heute hätte es hier schon seit Jahren ausgeschaut. Aber Pustekuchen! So etwas nennt man Fortschritt. Papa sagt oft, dass wir froh sein könnten, im Jahrhundert der Technik zu leben, in dem alles auf Fortschritt und Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet wäre. Was er damit meint, lässt sich in ein oder zwei Sätzen gar nicht erklären. Jedenfalls dürfen auch wir an diesem Fortschritt teilhaben, seitdem wir aus unserer alten Behelfsheimsiedlung in den zwölften Stock von einem dieser Wohnsilos umgezogen sind. Papa meinte, wir sollen uns jetzt das Leben so angenehm wie möglich machen. Was er damit sagen wollte? Nun: Kein Zank mehr, kein Streit und so weiter! Weiterlesen

Die Geschichte des weisen Nathan

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Vor langer Zeit befreundeten sich in Jerusalem zwei Männer, die so verschieden voneinander waren, dass sich jedermann wunderte, der davon hörte.

Der eine war Saladin, der Sultan von Babylon, der andere Nathan, ein frommer Jude.

Saladin war im Volk berühmt für seine Tapferkeit, mit der er seine Feinde besiegte. Von Nathan aber erzählten sich die Leute, dass er unermesslich reich und geizig sei.

Das kam so:

Der verschwenderische Sultan war eines Tages in Geldnot geraten. Seine Schatzkammern waren leer. Ungeduldig erwartete er eine große Summe Geldes aus Ägypten. Doch die Karawane, die es ihm hätte bringen sollen, war anscheinend in einem Wüstensturm umgekommen oder von Räubern überfallen worden. Weiterlesen

Die Riesin

Es war einmal eine junge Riesin. Sie lebte zurückgezogen am Waldrand, denn sie fürchtete, die Menschen zu erschrecken. Einmal war ihr eine Pilzsammlerin begegnet, die hatte die Riesin angestarrt und war ängstlich davongerannt.

Oft stand die junge Riesin an einem hoch gelegenen Fenster ihres Hauses und dachte daran, was ihre Mutter, eine normal große Frau, gesagt hatte: Weiterlesen

Das kleine Weihnachtsfest

Das kleine Weihnachtsfest

Agnes S. Turnbull

Margaret Greaves winkte noch einmal, und zum letztenmal, von der obersten Stufe der Haustreppe, als Henrys Taxi über die vereiste Straße davonschlich. Dann schloß sie mit einem Kälteschauer die Tür und ging niedergeschlagen ins Wohnzimmer zurück.

Wieder einmal war ein Weihnachtsfest mit seinen sogenannten »festlichen« Tagen vorbei. Und nie vorher hatte sie sich so müde an Körper und Geist, so im Innersten enttäuscht gefühlt.

Wie stets hatte sie auch diesmal den großen Tagen mit einer beinahe kindlichen Spannung entgegengeblickt. Hank würde von der Universität, Penny von ihrem College heimkommen und Cecily und ihr Mann Bill aus der Stadt ins Elternhaus. Weiterlesen

Wann ist endlich Weihnachten? – Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis I

SLIDESHARE

Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis

Am Abend liegt der kleine Bär in seinem warmen Bett und kann nicht einschlafen.

„Wann ist denn endlich Weihnachten?”, fragt er Mutter Bär.

„Du musst noch ein bisschen Geduld haben, mein kleiner Bär. Ich werde dir jeden Abend eine Geschichte erzählen, und wenn ich dir 24 Geschichten erzählt habe, dann ist Weihnachten.”

„Ist dann wirklich Weibnachten?”, fragt der kleine Bär.

Mutter Bär nickt. Sie krault dem kleinen Bären den Rücken.

„Nun schlaf gut, kleiner Bär!”

* * *

Mutter Bär zündet eine Laterne an und stellt sie ans Fenster. Heute erzählt sie von einem Blinden.

Der Blinde

Als der kleine Bar nachts über das Feld wanderte, sah er einen Feuerschein in der Ferne. Wie er näher kam, erkannte er einen Mann mit einer brennenden Fackel in der Hand. Weiterlesen

Das Paket des lieben Gottes

Das Paket des lieben Gottes
Bertolt Brecht (1898-1956)

Nehmt eure Stühle und eure Teegläser mit hier hinter an den Ofen und vergeßt den Rum nicht. Es ist gut, es warm zu haben, wenn man von der Kälte erzählt.
Manche Leute, vor allem eine gewisse Sorte Männer, die etwas gegen Sentimentalität hat, haben eine starke Aversion gegen Weihnachten. Aber zumindest ein Weihnachten in meinem Leben ist bei mir wirklich in bester Erinnerung. Das war der Weihnachtsabend 1908 in Chicago. Ich war Anfang November nach Chicago gekommen, und man sagte mir sofort, als ich mich nach der allgemeinen Lage erkundigte, es würde der härteste Winter werden, den diese ohnehin genügend unangenehme Stadt zustande bringen könnte. Als ich fragte, wie es mit den Chancen für einen Kesselschmied stünde, sagte man mir, Kesselschmiede hätten keine Chancen, und als ich eine halbwegs mögliche Schlafstelle suchte, war alles zu teuer für mich. Und das erfuhren in diesem Winter 1908 viele in Chicago, aus allen Berufen. Weiterlesen

Jakob redet mit dem Vater

„Vati“, sagt Jakob, „unser Religionslehrer sagt, dass alle Menschen Kinder Gottes sind.“
„Da hat er recht, dein Religionslehrer“, sagt der Vater.
„Aber“, sagt Jakob, „wenn du ein Kind Gottes bist und ich ein Kind Gottes bin, dann sind wir beide doch Brüder?“
„So betrachtet“, sagt der Vater, „sind wir Brüder.“
„Aber als Brüder“, sagt Jakob, „sind wir da nicht gleich viel wert?“
„Natürlich sind wir gleich viel wert“, sagt der Vater. Weiterlesen

Don’t bully me: a personal diary

Don’t bully me: a personal diary

Sunday morning 7.30
Dear Diary
Had a bad dream last night. I was running… and running. There was this huge tiger chasing me. I was running faster and faster but I couldn’t get away. It was getting closer and then … I woke up.
I held Flo in my arms. She makes me feel safe – she knows what’s going on. I can tell her. Keep having bad dreams. Didn’t use to be like that. I used to have loads of friends – like Sara and Jenny. Sara asked me to go to the shops but…
School’s been HELL since SHE came. I hate hate HATE her!!! I hate hate HATE her!!!

Sunday evening 20.15
Dear Diary
Went to Grandad’s.
Lucy came and we climbed the big tree. We played pirates. School tomorrow. Don’t think I can face it. Go to school and see HER! SHE’LL be waiting. I KNOW she will. Even when she isn’t there I’m scared she’ll come round a corner. Or hide in the toilets like a bad smell. Teachers never check what’s going on in there! If ONLY I didn’t have to go. My cat Flo thinks I’ll be ok. Weiterlesen

A Shelter in Our Car

A Shelter in Our Car

Police cars are coming closer! The sirens hurt my ears and the lights blind my eyes. I jump up, really, really frightened.
“Shhh, Zettie, lie down,” Mama says. “We don’t want to be noticed.”
We sink between the clothes on the back seat of the car. “Mama, it’s creepy sleeping in our car,” I whisper.
“I know,” she says. “Things happen in the city. Police cars are always on some kind of chase.”
She holds me close until the sirens stop.
When all is quiet, Mama drives down Chandler Avenue and parks in front of a courtyard apartment house. Its garden is filled with flowers – bougainvilleas, roses, hibiscus – in the streetlight, their colors as bright as the flowers in the yard we left behind in Port Antonio. Mama and I love parking in this spot.
For weeks, a For Rent sign has hung in one of the windows. We asked about it last week, but the owner told us he’d only rent to someone with a steady job. And he wants the first and last months’ rent, which Mama doesn’t have. Weiterlesen

The Cats in Krasinski Square

The Cats in Krasinski Square

The cats come from the cracks in the Wall, the dark corners, the openings in the rubble.
They know I can offer only a gentle hand, a tender voice.
They have no choice but to come.
They belonged once to someone.
They slept on sofa cushions and ate from crystal dishes.
They purred, furrowing the chests, nuzzling the chins of their beloveds.
Now they have no one to kiss their velvet heads. I whisper, “I have no food to spare.”
The cats don’t care.
I can keep my fistful of bread, my watery soup, my potato, so much more than my friend Michal gets behind the Wall of the Ghetto.
The cats don’t need me feeding them.
They get by nicely on mice. Weiterlesen

Christmas in the trenches

Christmas in the trenches

The only thing separating the two armies on that cold December night in 1914 was a barren stretch of muddy ground called No Man’s Land. It was in this setting that the miracle began.

A faint sound of singing cut through the frosty air.

Stille Nacht, heilige Nacht…

Then other voices joined in.

Silent night, holy night.

For a brief time the enemies stopped fighting and behaved as friends. As many as 100,000 soldiers are assumed to have participated in what became known as the unofficial Christmas Truce.

It was a grand human moment. Weiterlesen