Archiv der Kategorie: Kindergarten

Der blaue Stuhl

Der blaue Stuhl – PDF

Eines Tages gingen Herr Klops und Herr Schwärzlich in der Wüste spazieren.
»Nicht viel los hier«, sagte Herr Schwärzlich.
»Irgendwie wüstenmäßig«, knurrte Herr Klops, der es immer sehr genau nahm.
»Ah! Da ist was!«, sagte Herr Schwärzlich und deutete auf einen blauen Fleck in der Ferne.
Sie kamen näher und sahen einen Stuhl.
»Ein Stuhl«, sagte Herr Schwärzlich.
»Ein blauer Stuhl«, sagte Herr Klops… und setzte sich sogleich unter den Stuhl.
»Ich mag Stühle«, sagte er, »man kann sich darunter verstecken.« Weiterlesen

Pfoten hoch

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Billys Papa ist ein berühmter Gangster. Aber er macht sich Sorgen um seinen Sohn.
»Ich frage mich, ob du später auch mal ein guter Gangster wirst, Billy. Du bist mir nicht böse genug.«
»Glaubst du?«, fragt Billy.
»Ich fürchte es. Du bist mir zu nett. Na gut. Wir werden einen Versuch machen. Man kann ja nie wissen.« Weiterlesen

Stopp, nicht mit mir!

Heute kommt ein Polizist in den Kindergarten. Ein richtiger, echter Polizist. Alle Kinder sind schon ganz aufgeregt.

»Bringt der eine echte Kelle mit? So eine, mit der man Autos anhält?«, fragt Philipp.

»Und eine Trillerpfeife?«, fragt Carolin. Weiterlesen

Der seltsame Zweig

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Die kleine Meise wundert sich. Sie hat scharfe Augen. Saß da nicht eben eine Raupe am Birnbaum? Kroch langsam den Zweig hinauf? Natürlich, die kleine Meise hat es genau gesehen.
Aber auch die kleine Spannerraupe hat die Meise gesehen. Die kleine dicke Raupe will einmal ein Schmetterling werden. Sie hat noch viel vor. Sie muss noch sehr wachsen. Die Meise darf sie nicht verschlucken.
Gefahr! Die kleine Raupe spürt es sofort.
Sie klammert sich mit den Hinterbeinen fest an den Ast. Dann richtet sie den Leib starr auf und streckt ihn aus. So sieht sie wie ein kleiner brauner Zweig aus.
Die Raupe ist ein Zweig geworden, ein braunes Ästchen. Die kleine Meise guckt. Sie wartet. Nichts rührt sich. Die kleine Raupe bleibt starr und steif.
Die Meise schilpt, schließlich fliegt sie davon. Zweige! Nein, das ist kein gutes Futter. Zweige sind viel zu hart.
Die kleine Raupe rollt sich wieder zusammen und kriecht weiter den Ast hinauf. Sie will ein Schmetterling werden. Und sie kann gut Theaterspielen. Eine schlaue kleine Raupe.

Lisa-Marie Blum

Bitte, nimm mich in die Arme

Bitte, nimm mich in die Arme – John A. Rowe

Am einen Ende war Elvis, der Igel, borstig wie eine Scheuerbürste. Am anderen war er so stachlig wie ein Kaktus. Der kleine Elvis wünschte sich nichts sehnlicher, als in die Arme genommen zu werden. Weiterlesen

Vater werden

Gillian - Doll Original Watercolour PaintingDaniel wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
Sie soll Schlafaugen haben.
Er möchte sie abends ins Bett bringen und sie zudecken.
Sie soll lange Haare haben.
Er möchte sie kämmen und ihr einen Zopf flechten.
Sie soll bewegliche Arme und Beine haben.
Er möchte sie an- und ausziehen.
Die Eltern wundern sich.

„Möchtest du nicht lieber eine Eisenbahn?“ fragt die Mutter.
„Oder einen Baukasten?“ meint der Vater.
Sie machen sich Sorgen.
„Ein Junge, der mit Puppen spielt, wird kein richtiger Mann“, sagt der Vater.
Doch Daniel bleibt dabei.
Er wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
„Warum eigentlich?“ fragt die Mutter.
Daniel besinnt sich.
„Ich möchte auch ein Vater werden“, sagt er.

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Die Sonne scheint immer

Eine ganze Woche ist es herrlich warm gewesen. Sieben Tage lang. Jeden Morgen, wenn Jakob und Lena aufwachten, stand die Sonne leuchtend hell zwischen dem neuen Hochhaus und der Kirche.

Aber heute ist alles anders. Heute ist der Himmel grau. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze – Slideshare

Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel, in Liebe, vom Weihnachtsmann

Aufgeregt und doch ganz vorsichtig öffnete der kleine Igel das Päckchen. Was war das?

Der Stern mit dem Schweif

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Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis A4

Am Abend liegt der kleine Bär in seinem warmen Bett und kann nicht einschlafen.

„Wann ist denn endlich Weihnachten?“, fragt er Mutter Bär.

„Du musst noch ein bisschen Geduld haben, mein kleiner Bär. Ich werde dir jetzt eine Geschichte erzählen.“

Es war einmal ein kleiner Bär, so einer wie du. Der entdeckte eines Nachts über seiner Höhle am Himmel einen hellen Stern mit einem langen Schweif. Weiterlesen

Leb wohl, lieber Dachs

 

Der Dachs war verlässlich, zuverlässig und immer hilfsbereit. Er war auch schon sehr alt, und er wusste fast alles. Der Dachs war so alt, dass er wusste, er würde bald sterben.

Der Dachs fürchtete sich nicht vor dem Tod. Sterben bedeutete nur, dass er seinen Körper zurückließ. Und da sein Körper nicht mehr so wollte wie in früheren Tagen, machte es dem Dachs nicht allzu viel aus, ihn zurückzulassen. Seine einzige Sorge war, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen würden. Er hatte sie schon vorbereitet und ihnen gesagt, irgendeinmal würde er durch den Langen Tunnel gehen. Er hoffe, sie würden nicht zu traurig sein, wenn seine Zeit gekommen war. Weiterlesen

Wann ist endlich Weihnachten? – Der Bettler – Der Birnbaum – Der Räuber

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Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis A4 PDF

Am 8. Dezember fragt der kleine Bär neugierig: „Und was geschieht heute?“ „Das wirst du gleich hören“, antwortet Mutter Bär und beginnt zu erzählen.

Der Bettler

Immer dichter fielen die Schneeflocken auf das Land. Immer mühsamer wurde es für den kleinen Bären, seinen Weg zu finden.

Als er in einer Hütte Unterschlupf suchen wollte, entdeckte er einen Mann.

Er war in lauter Lumpen gehüllt.

Was für ein armer Mann!, dachte der kleine Bär. Er sieht so hungrig aus. Weiterlesen

Der Traumgeist und das Kind

Eines Nachts stand ein schaurig heulender Traumgeist im Kinderzimmer: »Ich bin der schrecklichste Traumgeist der Welt! Huahuaaa!«

»Es gibt keine Geister«, antwortete das Kind und gähnte. »Das hat mein Papa gesagt.«

»Oha!«, fistelte der Traumgeist mit grausiger Stimme. »Auch Väter irren sich manchmal. Sieh mich an!« Weiterlesen

Die Neinsagerin

»Hallo«, ruft Leonie und zieht ihre rote Jacke aus. Sie ist gerade aus dem Kindergarten gekommen. Dann erzählt sie immer, was sie erlebt und gespielt hat. »Stell dir mal vor, Mama«, sagt Leonie und macht es sich auf dem grünen Sofa bequem, »wir haben eine Neue im Kindergarten.« Leonies Mama stellt Bananen und Mandarinen auf den Couchtisch. »Wie heißt sie denn?«, fragt sie und flicht Leonie den Zopf neu. »Jette, sie hat mit ihren Eltern für ein Jahr in Island gelebt«, erzählt Leonie.

»Das ist ja interessant«, sagt Mama. Der Zopf ist fertig.

»Die hatten da keinen Kindergarten. Kannst du dir das vorstellen?«, meint Leonie. »Jette hat immer alleine gespielt, weil die anderen Kinder ganz weit weg gewohnt haben.« »Das muss sie ja jetzt nicht mehr«, meint ihre Mama. Weiterlesen

Wann ist endlich Weihnachten? – Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis I

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Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis

Am Abend liegt der kleine Bär in seinem warmen Bett und kann nicht einschlafen.

„Wann ist denn endlich Weihnachten?”, fragt er Mutter Bär.

„Du musst noch ein bisschen Geduld haben, mein kleiner Bär. Ich werde dir jeden Abend eine Geschichte erzählen, und wenn ich dir 24 Geschichten erzählt habe, dann ist Weihnachten.”

„Ist dann wirklich Weibnachten?”, fragt der kleine Bär.

Mutter Bär nickt. Sie krault dem kleinen Bären den Rücken.

„Nun schlaf gut, kleiner Bär!”

* * *

Mutter Bär zündet eine Laterne an und stellt sie ans Fenster. Heute erzählt sie von einem Blinden.

Der Blinde

Als der kleine Bar nachts über das Feld wanderte, sah er einen Feuerschein in der Ferne. Wie er näher kam, erkannte er einen Mann mit einer brennenden Fackel in der Hand. Weiterlesen

Peter, der winzige Stern – Max Bolliger

Peter wohnte an der Milchstraße. Peter war ein winziger Stern.

An der Milchstraße wohnten auch andere Sterne. Aber sie waren groß und kümmerten sich nicht um den winzigen Stern.

«Sie sehen mich überhaupt nicht», sagte er. «Sie brauchen mich nicht. Ich bin viel zu klein.» Weiterlesen

Ein Bär auf der Jagd

Ein Bär auf der Jagd

Es ist kein Märchen: Es war einmal ein Bärchen, dem fehlten auf dem Kopfe Härchen.

Im Ernst: Als der Bär auf die Welt kam, hatte er ein wunderschönes Fell, um und um, nur oben, auf dem höchsten Hügel des Kopfes, war ein nackter, kreisrunder Fleck. »Herrje, eine Glatze!«, sagte der Vater. »Das Haar wird bestimmt noch wachsen, es hat ja noch Zeit«. Aber es wuchs nicht, auch mit der Zeit nicht. Weiterlesen

Ich dachte, du bist mein Freund – Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen

Ich dachte

Ich dachte, du bist mein Freund

Das ist der kleine Bär. Er ist ein niedliches kleines Bärenkind. Er hat ein wunderbar kuscheliges Fell und samtige, weiche Tatzen.
Der kleine Bär spielt gern mit seinen Spielsachen.

Der kleine Bär spielt auch gern it seinem Freund, dem großen Wolf.
Der große Wolf mag den kleinen Bären ganz besonders gern.
So gern, dass er mit ihm kuschelt. Er schmust mit dem kleinen Bären und streichelt sein weiches Fell. Weiterlesen

Das Wutspiel

Das Wutspiel

»Heute machen wir etwas ganz Besonderes«, sagt Frau Sommer, »wir spielen das Wutspiel.«

Sofort schreit Katharina: »Das kann Jan bestimmt total gut, der kann uns das allen vormachen.«

Jan legt die Hände vors Gesicht und dreht sich weg. Frau Sommer guckt Katharina lange an und sagt: »Du, Katharina, du kannst das sicher auch gut. Und ich fände es besser, wenn wir nicht auf jemand anderen zeigen. Wir alle spielen Wut!«

»Und wie geht das?«, will Timo wissen. Weiterlesen

Nein, mit Fremden geh ich nicht!

Nein, mit Fremden geh ich nicht!

Lia findet, dass dieser Morgen gar nicht gut anfängt. Tim, ihr großer Bruder, zerrt an ihren Haaren — nur so zum Spaß.

Aber Lia kann das gar nicht leiden.

»Lass das!«, schimpft sie. Da zieht er noch fester.

Jetzt wird Lia aber richtig wütend und beißt Tim ganz fest in die Hand.

»Mamaaa!«, schreit Tim. Und dann ist Mama sauer auf Lia!

»Du magst Tim viel lieber als mich!«, heult Lia.

Auch im Kindergarten ist heute alles verkehrt.

Lias Lieblings-Kindergärtnerin ist krank. Und Anne, Lias beste Freundin, ist ganz komisch. Als Lia fragt: »Wollen wir Seilhüpfen?«, schüttelt sie nur den Kopf und fängt an zu weinen. Und dann bekommt Anne auch noch lauter rote Punkte auf der Haut. Darum holt ihre Mama sie ganz schnell ab und Lia muss alleine Seil hüpfen.

Erst als der Kindergarten aus ist, fällt Lia ein, dass sie nun mit niemandem heimfahren kann. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze

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Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

… PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel,
in Liebe,
vom Weihnachtsmann Weiterlesen

Geh nie mit einem Fremden mit – Trixi Haberlander

Geh nie mit einem Fremden mit

Lisa ist sechs Jahre alt und geht schon in die Schule. Peter ist Lisas bester Freund. Sie spielen oft zusammen.

Jeden Morgen frühstückt Lisa gemeinsam mit ihren Eltern.

Eines Tages liest Papa ihr aus der Zeitung vor, dass ein Kind entführt worden ist.

Dann sagt er:

»Geh nie mit einem Fremden mit!
Mach die Haustür nicht auf, wenn du allein bist! Weiterlesen

Der Weihnachtsvogel

1Der Winter war kalt, und der Schnee lag hoch.
Es war Abendbrotzeit. Katjas Mutter deckte den Tisch. Es gab Milch und noch warmes Brot frisch aus dem Ofen.
»Als ich heute Morgen dem Wirt Eier brachte«, sagte Katja, »hab ich Fremde im Dorf gesehen.«
»Der Wirt hat mir erzählt, dass er sie in seinem Stall übernachten lässt«, sagte der Vater. »Er hat im Haus keinen Platz mehr. Aber im Stall haben sie es wenigstens warm mit dem vielen Heu und den Tieren.«
»Ich möchte wissen, was das für Leute sind«, sagte die Mutter. »Warum sind sie bei diesem Wetter unterwegs?«
Als Katja in ihr Zimmer ging, hörte sie Schritte vor dem Haus und dann ihren Vater, wie er die Tür öffnete. Katja schlich zur Treppe und lauschte.
»Wohin wollt ihr?«, hörte sie ihren Vater fragen.
»Siehst du den hellen Stern dort oben?«, antwortete jemand. Weiterlesen

Es leuchtet hell ein Stern in dunkler Nacht

Matti hockte sich nieder und machte sich ganz klein. Sie hatten ihn zurückgelassen. Alle waren sie fortgegangen.

»Du wachst bei den Schafen«, hatte der alte Simon gesagt. »Du bist groß genug für die Wache.«

Dann waren sie einfach fortgegangen.

Tobi hatte ihm Angst gemacht und geflüstert: »Und lauf nicht weg, wenn die Wölfe kommen.«

Nun, Matti hatte Angst. Das Wolfsgeheul schallte schon seit einigen Nächten bis ins Tal hinab. Weiterlesen

Als ich Angst vor der Dunkelheit hatte

Als ich Angst vor der Dunkelheit hatte

Der Tag ist zu Ende.

Wie jeden Abend die Mutter sagt dem Robert:

„Komm, es ist Schlafenszeit!“

„Schon?“

Robert schlurft die Treppe hinauf.

„Es ist hässlich da oben. Es ist zu dunkel und es sind Ungeheuer versteckt.“ Weiterlesen

Allerheiligen

„Wer von euch hat Lust“, fragt der Religionslehrer, „einen Heiligen zu zeichnen?“

Alle Kinder haben Lust, nur Toni, der nicht gut zeichnen kann, will seinen Heiligen aus Papier reißen.

Jakob zeichnet einen Mann mit braunem Mantel und brauner Kapuze. Rund um den Heiligen flattern Vögel, ein Vogel sitzt auf seiner Kapuze. Der Heilige hat einen lustigen Mund. Er lacht, vielleicht singt er sogar.

„Kennen Sie den, Herr Lehrer?“ fragt Jakob. Weiterlesen

Wenn der Mond sprechen könnte

Irgendwo liegt ein Paar Schuhe unter einem Stuhl. Ein Fenster steht offen. Das Mondlicht wirft Spuren auf die Wand. Wenn der mond sprechen könnte…

… würde er von der Nacht erzählen, die sich in den Wäldern schleicht, und von einer Eidechse, die zum Abendbrot nach Hause flitzt.

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Keks

Keks

Keks, der Kater, kam eines Tages von seinem täglichen Lauf und setze sich an den Frühstückstisch. Er schlug die Zeitung der Jobsanzeigenseite.

»Heute suche ich mir einen Job«, entschloss er sich.

Lagerwächter gesucht: Muss gross, stark und schön böse sein.

»Dieser interessiert mich« dachte Keks. »Ich bin ein großer und recht starker Kater. Und wenn ich will, dann kann ich richtig böse sein.« Er zog noch ein paar Kleidungsstücke an, um noch stärker zu wirken und ging in das Lager. Weiterlesen

Lieber Mister Greenpeace

Lieber Mister Greenpeace

Ich habe Wale sehr gerne, und ich habe heute sogar einen Wal in unserem Gartenteich gesehen! Schicke mir doch bitte Walinformationen, damit es ihm dort auch gutgeht!

Alles Liebe                                  Anne

*

LIEBE ANNE,

beiliegend habe ich Dir einige Informationen über Wale geschickt. Ich glaube allerdings nicht, dass du einen Wal in Eurem Gartenteich gesehen haben kannst.
Wale leben nicht in Teichen, sie können nur im Meer, im Salzwasser leben.

Hochachtungsvoll
GREENPEACE

*

Lieber Mister Greenpeace Weiterlesen

Das Schaf, das nicht über den Zaun springen wollte

Das Schaf, das nicht über den Zaun springen wollte

Eines Abends konnte die kleine Hannah nicht einschlafen. Sie drehte sich hin und her, aber nichts half. Schließlich rief sie laut nach ihrer Mama. Die setzte sich zu ihr und sagte: „Nicht einschlafen zu können ist gar nicht schlimm. In so einem Fall sollte man Schlaf-Schafe zählen.“

„Schlaf-Schafe?“, fragte Hannah verwundert. „Schlaf-Schafe wohnen auf der Schlummerwiese“, erklärte Mama, „und die ist auf Traumsand gewachsen. Dort steht ein sehr langer Zaun. Und immer, wenn ein Schaf darüberspringt, wirbelt es etwas Traumsand hoch. Dieser Sand macht müde und so kommt es, dass man beim Schlaf-Schafe-Zählen einschläft.“ Weiterlesen

Das Klavier im Wald

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Das Klavier im Wald – PDF

„Mutti“, sagt Jascha einmal, „bitte stell mir das Klavier in den Wald. Ich möchte für die Waldtiere spielen, weil die nie Musik haben.“

So kam das Klavier in den Wald. Mitten auf eine Lichtung. Und Jascha spielte einige Waldsonaten des berühmten Komponisten Violetti. Da versammelten sich Tauben, Meisen, Eichhörnchen und Rehe um sie.

Die Vögel blieben am längsten und versuchten mitzusingen und mitzupfeifen, mitzuzwitschern und mitzuturteln. Weiterlesen

Der durstige Elefant

Der durstige Elefant

In einem südlichen, heißen Land lebten mehrere Mäusefamilien in einem großen Haus. Es war das einzige Haus im Umkreis von vielen Kilometern. Die Gegend rundherum war karg und trocken. Es wuchsen nur wenige Bäume dort, dafür aber umso mehr Disteln. Es war ein unwirtliches Land. Auch gab es viele gefährliche Tiere in den Bergen und sogar Räuberbanden, die von Zeit zu Zeit Dörfer und einzeln stehende Häuser überfielen. Doch das Haus der Mäuse hatte dicke Mauern und eine starke Eichentür und sie fühlten sich dahinter sicher.

Eines Tages bekamen die Mäuse von einem Vogel die Nachricht, dass die Räuberbande des gefürchteten roten Wolfs im Anmarsch sei. Weiterlesen

Die Farben des Herbstes

Die Farben des Herbstes

Die Malerin Rosa Maus malte fast alle ihre Bilder im Atelier. Nur im Herbst verließ sie ihr Atelier, um auch im Freien zu malen. Der Herbst war Rosas liebste Jahreszeit. Da gab es so viele überraschende Farbschattierungen in der Landschaft.

Nun, eines schönen Tages im November packte die Malerin Leinwand, Staffelei und Farben zusammen und wanderte zu einem stillen Gebirgssee in der Nähe ihres Hauses. Sie kannte dort einen schönen, ebenen Platz auf einem Felsen, von dem aus sie den gesamten See mit den Wäldern und Bergen im Hintergrund überblicken konnte. Dort stellte sie ihre Staffelei mit der Leinwand auf und begann mit großzügigen Pinselstrichen zu malen. Weiterlesen

Die Altwarenhändler

Die Altwarenhändler

Waldemar Graubär handelte mit Altwaren. Auf fünf Inseln betrieb er seine Geschäfte. Waldemar hatte ein Segelboot, damit fuhr er von Insel zu Insel und kaufte allen alten Plunder zusammen, den er kriegen konnte. Oft bekam er bei Entrümpelungen auch ganze Bootsladungen geschenkt. Manchmal waren gute Stücke darunter, aber der Großteil dieser Gegenstände war nicht viel wert.

Der Bär hätte einen Geschäftsteilhaber, einen Partner – ein Schnabeltier, Fedor mit Namen. Fedor half Waldemar beim Verladen des Gerumpels und auf See war er der Steuermann des Bootes. Einmal im Monat Weiterlesen

Dr. Rabe

Dr. Rabe

Dr. Rabe hatte an diesen feuchtkalten, windigen Herbsttagen viel zu tun.

Viele Bewohner des Landstrichs waren krank geworden. Dr. Rabe eilte den ganzen Tag und oft bis in die Nacht hinein von Patient zu Patient, verteilte seine Arzneien und gab nützliche Ratschläge. Die Eule litt unter Kopfschmerzen, der alte Igel hatte in seiner feuchten Laubhöhle einen starken Husten bekommen, das Wildschwein klagte über Kreuzschmerzen und der Hase hatte Ohrensausen. Es hatte den Anschein, als ob sämtliche Bewohner des Landes krank geworden seien. Aber Dr. Rabe Weiterlesen

Der Skiflieger

Der Skiflieger

Es war im tiefsten Winter. Überall lag hoher Schnee und oben im Gebirge pfiff ein eisiger Wind um das Häuschen der Katze Caterina. Sie hatte in ihrem Kohleofen gut eingeheizt und in den Zimmern war es mollig warm. Am liebsten saß Caterina am Fenster, um die atemberaubende Aussicht genießen zu können.

Caterinas Häuschen stand nämlich dicht an einem Felsbruch und sie konnte weit in das flache Land hineinsehen. Einmal besuchte sie Benno, der Bär. Er hatte Caterina ein Glas Honig mitgebracht und nun saß er neben ihr am Fenster. »Also, dieser tiefe Abgrund – ehrlich gesagt, mich gruselt es!«, sagte er. »Der Ausblick ist zwar traumhaft schön, aber ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Haus auf Dauer wohl fühlen könnte. Hast du keine Angst, dass dich eines Tages ein Sturm samt dem Häuschen davonwehen könnte, Cati?« Weiterlesen

Das Hängebrückengebirge – Erwin Moser

Das Hängebrückengebirge

Der kleine, abenteuerlustige Elefant namens Winzig wanderte ganz allein durch die Welt. Immer war er auf der Suche nach interessanten Erlebnissen und aufregenden Abenteuern. Vor zwei Monaten hatte er das Land der Vulkane und der wilden Nashörner durchquert, dann war er in eine große Stadt gekommen, wo er eine Zeit lang beim Zirkus gearbeitet hatte. Da Winzig absolut schwindelfrei war, hatte er bei einer Pferdenummer mitgemacht. Weiterlesen

Das Grammophon im Wald

Das Grammophon im Wald

Eines Tages fanden zwei Mäuse auf der Waldlichtung nahe beim See ein blaues Sofa und ein komisches Gerät. Einen Holzkasten mit einem golden glänzenden Metalltrichter darauf.

Was war denn das für ein Ding? Wozu sollte das gut sein? Und wem gehörte es?

Die Mäuse blickten um sich und schnupperten, aber es war niemand zu sehen und zu riechen. Das fremdartige Ding sah irgendwie lustig aus. Die Mäuse kamen näher und betasteten es überall. An der einen Seite des Kastens entdeckte die graue Maus eine kleine Kurbel. Sie drehte an der Kurbel und plötzlich begann sich die Platte auf dem Kasten ebenfalls zu drehen und aus dem Trichter scholl eine laute menschliche Stimme. Die zwei Mäuse schrien auf und rannten davon. Sie liefen tief in den Wald hinein, bis die Stimme aus dem Trichter nur noch leise zu hören war. Nun merkten die Mäuse erst, Weiterlesen

Das Findelkind – Erwin Moser

Das Findelkind

Als eines Morgens Otfried und Zita, die beiden Fischerkatzen, ihr Häuschen verlassen wollten, erlebten sie eine riesige Überraschung! Jemand hatte einen Korb mit einem kleinen Elefantenkind vor ihrer Haustür abgestellt! Einige Sekunden lang waren die beiden Katzen sprachlos. Da wachte der kleine Elefant auf und begann zu weinen. Weiterlesen

Der Kahlkopf

»Nimm doch nicht immer die dreckige Puppe mit ins Bett«, sagte die Mutter zu Evi.

»Meine Anita«, sagte Evi, »ist keine dreckige Puppe. Meine Anita ist lieb.«

»Aber sie ist wirklich unappetitlich«, sagte die Mutter. »Schau dir doch das Gesicht an und die Haare!«

Wenn man die Puppe Anita betrachtete, einfach nur so, ohne sie lieb zu haben, musste man es zugeben: Schön war sie nicht. Ihre Backen waren vom vielen Waschen und Abküssen grau und löchrig geworden. Sie hatte keine richtige Nase mehr, nur einen schmutzigen Knubbel, und von ihrem braunen Haar war gerade noch ein spärlicher Rest übrig geblieben. Weiterlesen