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Als meine Oma uns einmal besuchte, brachte sie Orangen mit; mir gab sie drei Orangen, meinem Bruder aber nur zwei. Er ging in sein Zimmer und weinte. Ich gab aber nicht nach, sondern aß genussvoll meine drei Orangen.

Auch beim nächsten Besuch brachte Oma mir drei und meinem Bruder nur zwei Orangen mit. Diesmal wollte ich ihm eine abgeben, er tat aber, als würde er es nicht bemerken. Ich legte ihm die Orange auf den Tisch und ging wieder hinaus.

Als ich später nachschaute, war die Orange fort. Mein Bruder lag auf dem Boden und spielte mit seinen Autos. Auf dem Tisch aber fand ich einen Zettel, auf dem »Danke« stand.

»Bitte«, sagte ich zu ihm. – Seitdem teilen wir alles, was wir bekommen. Unter einer glücklichen Familie stelle ich mir vor, dass man miteinander teilt und Rücksicht aufeinander nimmt.

Martina, 11 Jahre

Jutta Modler (Hrsg.): Frieden fängt zu Hause an.

München: DTV Junior 1989

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