Archiv der Kategorie: Angst

Du kannst es doch

Immer, wenn Tina in der Schule etwas vorlesen sollte, bekam sie es mit der Angst. Dabei hatte sie diesmal zu Hause wirklich geübt. Ihre Mutter hatte gesagt: „Du musst üben, Kind!“ Und da hatte Tina sich hingesetzt und die ganze Geschichte gelesen, erst leise, dann laut: „Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die legte ihr zu essen vor, was sie nur konnte…“ Weiterlesen

Eine Sommernacht im Zelt

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Mama telefoniert mal wieder eine halbe Ewigkeit.
Als sie endlich ins Wohnzimmer kommt, sagt sie: „Tante Petra und Onkel Norbert möchten am Samstag nach München ins Theater. Sie würden Sophia und Maxi vorher zu uns bringen und am Sonntag wieder abholen – wenn wir einverstanden sind.“
„Natürlich sind wir einverstanden!“, rufen Lisa und Lukas sofort.
„Ich habe auch nichts dagegen“, sagt Papa. „Obwohl es bestimmt etwas anstrengend wird…“ Weiterlesen

Der Traumgeist und das Kind

Eines Nachts stand ein schaurig heulender Traumgeist im Kinderzimmer: »Ich bin der schrecklichste Traumgeist der Welt! Huahuaaa!«

»Es gibt keine Geister«, antwortete das Kind und gähnte. »Das hat mein Papa gesagt.«

»Oha!«, fistelte der Traumgeist mit grausiger Stimme. »Auch Väter irren sich manchmal. Sieh mich an!« Weiterlesen

Angst im Bauch

Angst im Bauch

»Puh, war das ein Schreck!« Dana stopfte sich einen Schokoriegel in den Mund. »Mir zittern alle Glieder. So etwas aber auch!« Sie redete und kaute, stöhnte und zitterte. Dem Schokoriegel folgte ein Stück Kuchen, ein Joghurt, eine Essiggurke und ein Becher Erdbeermilch, und langsam hörte das Zittern auf.
»War wirklich ein Riesenschreck!«, sagte Dana und wischte sich den Mund ab. »Ich hab vielleicht ‘ne Angst gehabt!«
»Oh, mein Armes!«, rief Danas Mutter aufgeregt. »Das ist ja schrecklich. Möchtest du vielleicht ein Spiegelei haben? Dann geht es dir bestimmt gleich besser.«
»Ein Spiegelei?« Dana sah ihre Mutter erfreut an. »Ja, das wäre genau das Richtige, um diesen schrecklichen Traum zu vergessen!« Weiterlesen

Die lange Reise nach Hause – Wilhelm Meissel

Leo mochte nicht mehr nach Hause gehen. Zu Hause war es öde. Vater kam auch nicht mehr. Er wohnte jetzt woanders. Das hatte besondere Gründe: Vater hatte sich scheiden lassen.

Scheiden tut weh, heißt es in einem Lied. Wenn Leo seinen Vater betrachtete, den er einmal im Monat sah, war nichts von Weh in seinem Gesicht. Davon war schon mehr im Gesicht seiner Mutter zu sehen. Warum eigentlich? Sie bekam doch Geld und die Kinderbeihilfe von Vater. Trotzdem war sie unglaublich geizig mit dem Taschengeld. Weiterlesen

Das Bauchweh – Nasrin Siege

Das Bauchweh

Nasrin Siege

Andreas hat Bauchweh. Er hat zu viel Kuchen gegessen. Mama zaubert das Bauchweh weg: »Das Bauchweh ist wie ein kleiner Vogel. Das Bauchweh fliegt ganz hoch, auf die Spitze eines Baumes. Dann fällt das Bauchweh runter in den Fluss. Plumps! Ein Krokodil kommt angeschwommen und frißl das Bauchweh auf. Das hätte es lieber nicht tun sollen, denn danach bekommt es ganz doll Bauchweh. >Aua, aua!< schreit es. Seine Mutter kommt ganz aufgeregt angeschwommen und sagt zu ihm: >Dann spuck’s doch aus!< Das tut es, und dann hat es kein Bauchweh mehr. Das Bauchweh schwimmt weiter – wie ein kleiner Fisch. Wer es frisst, bekommt selber Bauchweh. Nur Andreas und das Krokodil haben kein Bauchweh mehr.«

Zärtlichkeiten:
Die Arme ausbreiten
Märchen erzählen
Blätter sammeln
Bauchweh wegstreicheln Weiterlesen