Die Hausaufagabe

Die Kinder hatten bereits ihre Stifte und Hefte weggeräumt. Im Klassenzimmer war es schwierig, die Aufregung zu kontrollieren. Schließlich war es der letzte Schultag.

Die Lehrerin bat die Kinder, ruhig zu sein und ihre Hefte wieder aufzuschlagen, weil sie die Aufgaben für die Ferien noch nicht erteilt hatte.

Die Kinder schauten überrascht auf.

Hausaufgaben?! Aber… nie hatte sie Hausaufgaben gegeben, warum jetzt?

Die Lehrerin lächelte, als sie die Liste nahm und sie aufforderte, aufzuschreiben:

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Nick und der Wal | Мій друг кит

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Nick und der Wal PDF

Nick lebte mit seinem Vater und sechs Katzen am Meer.

Jeden Tag ging Nicks Papa früh aus dem Haus, um mit seinem Fischerboot aufs Meer hinauszufahren.

Vor Sonnenuntergang war er nie zu Hause.

Eines Nachts hatte ein großer Sturm rund ums Haus gewütet.

Am nächsten Morgen ging Nick an den Strand, um nachzusehen, was dort angeschwemmt worden war.

Und während er am Ufer entlangwanderte, entdeckte er etwas in der Ferne.

Nick traute seinen Augen nicht, als er sich näherte.   WEITER LESEN

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Мій друг кит  PDF

Ноі разом з батьком і шістьма котами жили біля моря.

Щодня рано-вранці на своєму рибацькому судні тато Ноі виходив у море.

І повертався додому пізно ввечері.   WEITER LESEN

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Krieg

Nationen, die Krieg, Gewalt und Tod verherrlichen, sind kranke Gesellschaften.

Wenn ein hemmungsloser Patriotismus Menschlichkeit, Frieden, Gerechtigkeit und Rationalität übertrumpft, wird er zu einem giftigen Trank, der sowohl abscheulich als auch tödlich ist.

  ~ Mamur Mustapha

Du hast angefangen! Nein, Du!

Es war einmal ein blauer Kerl, der lebte friedlich an der Westseite eines Berges, wo die Sonne untergeht.

Und auf der Osterseite, wo die Sonne aufgeht, da lebte ein roter Kerl.

Manchmal redeten die beiden Kerle miteinander durch ein Loch im Berg.

Aber gesehen haben sie sich nie.

Eines Abends rief der Blaue durch das Loch: »Siehst du, wie schön das ist? Die Sonne geht unter. Der Tag geht.«

»Der Tag geht?«, rief der Rote zurück. »Du willst wohl sagen, dass die Nacht kommt, du Schmarrer!«

»Sag nicht Schmarrer zu mir, du Holzkopf!«, fauchte der Blaue und war so sauer, dass er kaum schlafen konnte.

Der rote Kerl ärgerte sich auch so sehr, dass er genauso schlecht schlief.

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Ich wünsche mir

Ich wünsche mir, ich könnte mir eine eigene Welt schaffen…

Wo Frauen ihren Träumen nachjagen, statt hoffnungslosen Beziehungen, um ihren eigenen Wert zu beweisen.

Wo Frauen wegen ihrer Intelligenz geliebt werden und nicht für die Weite ihrer Taille.

Wo Frauen nach ihrem Denken und nicht nach der Wahl ihrer Kleidung beurteilt werden.

Wo Frauen nicht sexualisiert werden, sondern respektiert und viel mehr geschätzt werden.

Ich wünsche, ich könnte eine eigene Welt schaffen wo Frauen sich retten können und Schlösser aus den ihnen zugeworfenen Steinen bauen.

Samiha Totanji

Die Kleine Wut

Am Anfang war es nur eine sinnlose kleine Wut.
Eine dumme Kleinigkeit, die nicht einmal sein musste, die aber trotzdem da war.
Anfangs blieb sie in einer Ecke sitzen;
Sie grübelte und ernährte sich von sich selbst.

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Über das Ziel hinaus

Er musste immer wieder zu ihr hinsehen. Sah sie an und dachte, komm, nimm endlich deine Augen von dem Buch und gib mir einen einzigen Blick. Tatsächlich hob sie in diesem Moment den Kopf, sah einen Augenblick lang aus dem Fenster, um sich dann sofort wieder in das Buch auf ihrem Schoß zu vertiefen.

Die Straßenbahn fuhr laut auf den Gleisen und die wenigen Fahrgäste saßen — bis auf ein älteres Pärchen —jeweils einzeln auf den Doppelsitzen. Niemand sprach ein Wort. Nur ein Automat rief rechtzeitig den Namen der nächsten Haltestelle auf.

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Jungen/Mädchen

 

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Maedchen-Jungen

Mädchen 

Ich heiße Ute und finde Autos toll. Bei uns in der Straße ist eine Werkstatt. Dort gehe ich nachmittags oft hin und gucke zu, wie kaputte Wagen repariert werden. Zuerst haben die Mechaniker über mich gelacht.

„Na, kleines Mädchen”, haben sie gesagt, „willst du nicht lieber mit Puppen spielen?”

Jetzt kennen sie mich und lachen nicht mehr. Im Gegenteil, sie erklären mir alles: wie der Motor arbeitet, was Kolbenfraß ist und warum die Bremse bremst.

Ich weiß schon ziemlich genau, wie ein Auto funktioniert, wie man einen Reifen wechselt und den Ölstand prüft. In der Werkstatt helfen, das macht mir Spaß. Am liebsten möchte ich später Automechaniker werden.

Meine Mutter schüttelt den Kopf, wenn sie das hört.

„Ein Mädchen und Automechaniker! So eine Schnapsidee!”

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Peter und Luna

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Peter und Luna A4 PDF

Peter bedeutete Stein, aber er hatte den Kopf ständig in den Wolken.

Luna bedeutete Mond, aber sie sah aus wie ein Stein.

Seit er in einem Buch gelesen hatte, dass der Mond ein großer Stein war, der am Himmel schwebt, war Peter wie verzaubert. Weiterlesen

Die Legende von der Christrose

Die Legende von der Christrose A4

Vor Zeiten, als Unfrieden im Land, auf den Straßen und im Wald herrschte, lebte hoch im Norden, im Gebirge, im dichten Wald eine Räuberfamilie.

Der Räubervater galt als friedlos, das heißt, er war eines Vergehens wegen aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen worden – und seine ganze Familie mit ihm. Nun mussten sie alle in einer Höhle hausen, weit weg vom Licht, von Wärme, von der Gemeinschaft der Menschen.

Der Räubervater überfiel die Reisenden, die trotz aller Angst nicht vermeiden konnten, durch diesen Wald zu reisen, die Räubermutter dagegen unternahm gemeinsam mit ihren fünf Räuberkinder immer wieder Raubzüge auf Höfen, Bauernhäusern und Weilern.

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Lieber Weihnachtsengel, bitte sofort öffnen!

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Bitte, sofort öffnen A4

Beinahe wäre sie dem Weihnachtsengel gar nicht aufgefallen. Aber dann sah er sie doch.
Die rote Schrift, mit der jemand „Bitte sofort öffnen! Es ist total dringend!!!“ auf den Briefumschlag geschrieben hatte. Der Weihnachtsengel spitzte die Lippen. Was hatte das zu bedeuten?
Eilig öffnete er den Umschlag.
„Lieber Weihnachtsengel dies ist kein normaler Wunschzettel!“
Der Weihnachtsengel machte große Augen. Weiterlesen

Ein Zuhause für Charley

 

 

An jenem Abend schneite es und Charley wollte, dass ich ihn den Arm nehme.

Darum trug ich ihn den ganzen Heimweg.

Ich hatte ihn in meine alte, weiche, blaue Babydecke gewickelt. Er war neu bei uns und ich passte genau auf, wo ich hintrat, damit ich nicht im Schnee ausrutschte. Gleichzeitig dachte ich über den Namen nach, den ich für ihn ausgesucht hatte. Charley. Charley Andersen. Ich heiße Henry. Henry Andersen.

»Hier ist dein Zuhause«, erklärte ich Charley bei unserer Ankunft und zeigte ihm alle Zimmer, auch mein eigenes.

Ich zeigte ihm mein Bett und den Platz, an dem meine Mutter die Geschenke am Tag vor meinem Geburtstag versteckt. »Dies ist dein Zuhause, Charley.« Das wiederholte ich mehrmals, damit Charley wusste, dass er daheim war. Weiterlesen

Lisas erster Weihnachtsbaum

Für die kleine Maus Lisa ist es das erste Weihnachtsfest. Bunte Farben erleuchten den Himmel, und sanfte Klänge erfüllen die Luft.

Durch das Fenster eines alten Hauses fällt helles, glitzerndes Licht in die Dunkelheit. „Was ist das, Mama?“, piepst Lisa erstaunt.

„Das ist ein Weihnachtsbaum“, antwortet die Mutter. „Die Menschen hängen bunte Kugeln, Sterne und Lichter hinein.“

„Wenn wir doch auch einen so schönen Weihnachtsbaum hätten!“, seufzt die kleine Maus.

„Warum gehst du nicht einfach in den Wald und suchst dir einen?“, schlägt Mama Maus vor. „Wenn du ihn schmückst, wird er bestimmt genauso schön wie dieser hier.“

Eine gute Idee! Lisa ruft ihre Geschwister, und dann laufen sie gemeinsam zum Wald.

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Der blaue Stuhl

Der blaue Stuhl – PDF

Eines Tages gingen Herr Klops und Herr Schwärzlich in der Wüste spazieren.
»Nicht viel los hier«, sagte Herr Schwärzlich.
»Irgendwie wüstenmäßig«, knurrte Herr Klops, der es immer sehr genau nahm.
»Ah! Da ist was!«, sagte Herr Schwärzlich und deutete auf einen blauen Fleck in der Ferne.
Sie kamen näher und sahen einen Stuhl.
»Ein Stuhl«, sagte Herr Schwärzlich.
»Ein blauer Stuhl«, sagte Herr Klops… und setzte sich sogleich unter den Stuhl.
»Ich mag Stühle«, sagte er, »man kann sich darunter verstecken.« Weiterlesen

Mamas Monster: Kindern Depressionen erklären

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Die Familienmitglieder

1Das ist Rike, eigentlich heißt sie Frederike, aber alle sagen nur Rike. Sie ist gerade 5 Jahre alt geworden und geht in den Kindergarten. Rike malt sehr gerne.2

Das ist Tommy, Rikes kleiner Bruder. Er ist noch ein Baby. Am liebsten sabbert er und wenn er gebadet wird, dann patscht er mit den Händen im Wasser rum, so dass es überall hin spritzt.

3Das ist Rikes und Tommys Mama Rosi. Sie arbeitet in einem Blumenladen, und zu Hause pflanzt sie Tomaten, Kartoffeln und Karotten im Garten an.4

Dann gibt es noch Papa Bernd. Er ist oft nicht da, weil er in seiner Firma arbeiten muss. Wenn er am Wochenende zu Hause ist, spielt er mit Rike verstecken und kitzelt Tommy am Bauch.

 Die Geschichte 

Es ist Sonntagmorgen. Rike liegt noch im Bett und wartet auf Mama. Die Mama weckt Rike immer, singt, gibt ihr einen Kuss und fragt, ob sie gut geschlafen hat. Rike mag nicht mehr warten. Sie steigt aus dem Bett und läuft in die Küche. Es gibt Frühstück. Doch wo ist Mama? „Sie liegt noch im Bett“, sagt Papa. Weiterlesen

Das Geheimnis des friedlichen Kriegers

In einer Stadt, gar nicht weit von hier, saß ein Junge am Küchentisch und starrte aus dem Fenster. Es war ein frischer Herbstmorgen. Danny Morgan blickte nachdenklich auf die neue Umgebung. Den vertrauten Garten und die alten Freunde gab es nicht mehr, und heute sollte er zum ersten Mal in die Eastside-Schule gehen. Er war aufgeregt und neugierig, und gleichzeitig hatte er Angst.
„Iss dein Frühstück, Danny!” rief die Mutter aus dem Nebenzimmer. „Der Nachbarjunge, der dich zur Schule bringt, muss jeden Moment kommen!”
Es klingelte, und Danny schüttete den Rest seiner Haferflockensuppe in den Ausguss.
„Hier sind deine Pausenbrote”, sagte die Mutter und gab ihm eine neue Brotdose. Es klingelte wieder.
„Machst du die Tür auf?” fragte sie lächelnd.
Danny ging langsam in den Flur, öffnete und erblickte ein Mädchen, ungefähr in seinem Alter.
„Hallo,” sagte sie, „ich heiße Joy.”
„Du hast doch gesagt, dass es ein Junge ist”, zischte Danny seiner Mutter zu. Weiterlesen

Pfoten hoch

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Billys Papa ist ein berühmter Gangster. Aber er macht sich Sorgen um seinen Sohn.
»Ich frage mich, ob du später auch mal ein guter Gangster wirst, Billy. Du bist mir nicht böse genug.«
»Glaubst du?«, fragt Billy.
»Ich fürchte es. Du bist mir zu nett. Na gut. Wir werden einen Versuch machen. Man kann ja nie wissen.« Weiterlesen

Weihnachten

Am Weihnachtsmorgen schien die Sonne, und der Schnee glitzerte auf den Bäumen. Noahs Taube, die auf Kundschaft ausgeflogen war, meldete dem kleinen Engel, dass es bis zu dem Haus, in dem das Christkind wohnte, nur noch fünf Hügel weit sei. Bis zum Abend wären sie dort. Sie hatte das Haus schon gesehen. Es war nicht zu verfehlen, denn direkt über seinem Dachfirst stand der große Stern am Himmel. Er war so hell, dass man ihn auch am Tag sehen konnte. Weiterlesen

Die Maus

img856Die kleine Maus

Von nun an ritt der kleine Engel schnurstracks dem großen Stern entgegen, der über dem Haus stand, in dem das Christkind wohnte.

Deshalb ritt er fast immer nachts, weil die Sterne von der Erde aus nachts besser zu sehen sind. Weiterlesen

Der Elefant

eDer kleine Engel, der Esel und Noahs Taube wanderten weiter. Es waren nur noch sechs Tage bis Weihnachten. Sie mussten sich beeilen. Der heilige Petrus hatte die Adresse des Christkinds auf einen Zettel geschrieben. Den Zettel hatte er Hatschi gegeben und der hatte ihn in die Hosentasche gesteckt. Um sicher zu sein, dass sie sich auf dem richtigen Weg befanden, wollte er auf den Zettel schauen. Doch da stellte er fest, dass er ihn verloren hatte.

»Um Himmels willen! Was mach ich jetzt bloß?«, rief er erschrocken. Doch der Esel und Noahs Taube wussten es auch nicht. Weiterlesen

Der König von Opalistan

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Der Himmel war blau und der kleine Engel fröhlich.

Der König von Rubinistan hatte ihm die Trillerpfeife geschenkt und so trillerte er vor sich hin. So laut trillerte er, dass sich Noahs Taube manchmal mit den Flügeln die Ohren zuhielt. Sie hatte ein empfindliches Gehör. Der Esel trabte mit gespitzten Ohren. Es war warm und ringsum blühten die schönsten Kakteen.

Sie näherten sich dem Land des Königs von Opalistan. Weiterlesen

Blech-Romanze

Es gibt alte Sachen – meine Frau sagt: „Viel zu viele“ –, von denen kann ich mich nur schwer trennen. Und damit fing es an…

Gestern Morgen, als ich ins Büro gehen wollte, stand eine Blechdose neben meiner Tasche.

„Nimm sie mit und wirf sie unten in den Koloniakübel“, sagte die Beherrscherin meines Haushalts. „Weihnachten steht vor der Tür, und sie nimmt mir im Kasten zu viel Platz weg.“ Weiterlesen

Der Zottelhund

12. DezDer Zottelhund

Der kleine Engel ritt weiter und weiter und weiter.

Einmal übernachtete er in einem alten Köhlerhäuschen mitten im Wald. Er hatte es sich gemütlich gemacht. Im Herd flackerte ein Feuer, der Esel stand in der Ecke und fraß das Heu, das der Köhler im Sommer eingebracht hatte, und Hatschi kaute an einem alten Stück Brot, das in der Tischschublade liegen geblieben war. Weiterlesen

Die Gänseliesl

Die Gänseliesl PDF
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Am Rande des nächsten Dorfes traf Hatschi ein Mädchen inmitten einer Herde schnatternder Gänse.
»Das ist die Gänseliesl«, flüsterte ihm der Esel ins Ohr.
Das Mädchen weinte.
»Warum weinst du?«, fragte der kleine Engel.
»Weil das Christkind in zwei Wochen Geburtstag hat«, schluchzte das Mädchen.
»Aber das ist doch kein Grund zum Weinen. Es soll ein fröhliches Fest werden. Alle Menschen versuchen sich gegenseitig Freude zu bereiten. Alle sind lieb zueinander.«
»Das ist es ja gerade«, sagte das Mädchen. Weiterlesen

Die Babuschka

Die Babuschka

Der kleine Engel musste niesen.

»Hatschi!«, nieste er und dann gleich noch einmal: »Hatschi!« Jedes Mal puffte er den Esel ins Kreuz und der kleine Hase zuckte zusammen vor Schreck. »Du hast aber einen bösen Schnupfen«, mümmelte er. Weiterlesen

Sankt Nikolaus in Not

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Sankt Nikolaus in Not PDF

Es war ein Abend von flaumweicher Stille und lilienreicher Friedsamkeit. Und wären die flimmernden Sterne herniedergesunken, um als Heilige in goldenen Messgewändern durch die Straßen zu wandeln – niemand hätte sich gewundert.

Es war ein Abend, wie geschaffen für Wunder und Mirakel. Aber keiner sah die begnadete Schönheit des alten Städtchens unter dem mondbeschienenen Schnee. Die Menschen schliefen. Weiterlesen

Weihnachten in aller Welt – Polen

Heute ist die letzte Chorprobe vor dem Weihnachtsfest. Als Roman und Agnes vor den anderen Kindern die Kirche verlassen, ist es dunkel und es schneit ein wenig. Nachdem sie ein Stück gelaufen sind, sagt Agnes zu ihrem Bruder: „Warte mal, ich muss mir das Schuhband zubinden.“

Roman bleibt stehen. Er schaut um sich und fragt: „Was ist das?“ Weiterlesen

Der Esel

Der Esel PDF

img825Auf dem Weg zur Erde flog der kleine Engel zuerst durch die Wolken. Am Anfang war es noch warm und hell, doch dann wurde es immer kälter und dunkler.

»Hei!«, posaunte der Wind. »Tanz Walzer mit mir!«

Er wartete die Antwort gar nicht erst ab, sondern packte und wirbelte ihn umher wie ein welkes Herbstblatt. Hatschi wurde es schwindelig. Weiterlesen

Adventskalender: Jeden Tag eine neue Geschichte!

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♥ ♥ ♥  ADVENTSKALENDER   ♥ ♥ ♥

Vom 1. Dezember bis zum 24. begleiten wir den kleinen Engel Hatschi, dem eine besondere Aufgabe erteilt wurde.
Jeden Tag eine neue Geschichte!
Gleich get es los… am 30. November!

HIER

„Von wegen Trompete üben und dabei Halleluja singen! Der kleine Engel Hatschi spielt viel lieber Fußball – bis Petrus ein Machtwort spricht: In 24 Tagen feiert das Christkind Geburtstag und es wird allerhöchste Zeit, die Einladungen zum großen Fest zu verteilen! Also fliegt Hatschi auf die Erde und lädt alle ein, die er trifft: Den Hirtenjungen und den Zauberer Simsalabim, die geschwätzige Babuschka und den dummen August, ja sogar die Konige von Opalistan und Rubistan! Am Heiligen Abend kommen alle zum Christkind, um Weihnachten zu feiern.“

Sigrid Heuck: Frohe Weihnachten, liebes Christkind!

Havermanns Baumkuchen

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Havermanns Baumkuchen

Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts arbeitete ich in einer kleinen Konditorei in einer großen Stadt.

lch war einer von drei angestellten Konditoren. Besonders in der Vorweihnachtszeit konnten wir uns über ausreichende Beschäftigung nicht beklagen. Unser Arbeitstag hatte oft zwölf Stunden, und unser Chef, kurz vor der Rente stehend, ein ausgewiesener Fachmann, groß gewachsen und noch mit einer athletischen Figur ausgestattet, organisierte professionell den Arbeitsablauf. An die Zeitabläufe gebunden, leisteten wir Tag für Tag unser Pensum mit Achtung und Distanz zu unserem Chef und Inhaber der Konditorei. Meine Arbeit bestand darin, in dieser Vorweihnachtszeit die bestellten Baumkuchen auf der sich drehenden Walze der Baumkuchenmaschine Schicht für Schicht zu backen und die ausgekühlten Baumkuchenringe des Vortages je nach Bestellung in bestimmter Größe nach Anzahl der Ringe mit temperierter Kuvertüre (helle, dunkle) und mit weißem Fondant (diese Ringe wurden vorher mit kochender Aprikosenmarmelade bestrichen) zu überziehen. Weiterlesen

Das Kornwunder (Geschichten vom heiligen Nikolaus)

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Der Platz rund um den Ziehbrunnen war einmal der fröhlichste Platz in Myra gewesen. Hier trafen sich die Frauen. Sie trugen große, bauchige Krüge auf dem Kopf und redeten und lachten miteinander. Ihre Kinder spielten auf den Steinstufen des Brunnens oder jagten hinter den Tauben her. Manchmal ritt ein Händler vorbei, der seine beladenen Esel am Seil führte. Laut gackernd stob das Hühnervolk davon, wenn ihm einer der Esel zu nahe kam. Nikolaus liebte dieses Durcheinander.
Aber Myra, die schöne Stadt, hatte sich verändert und mit ihr der Platz am Brunnen. Denn die Menschen warteten verzweifelt auf den Regen. Viele Wochen, sogar Monate, warteten sie bereits. Immer wieder schauten sie zum Himmel empor, dessen Blau fast durchsichtig war und von einem Ende der Welt zum anderen reichte. Unbarmherzig brannte die Sonne aus der wolkenlosen Höhe herunter. Weiterlesen

Der Zauberer Simsalabim

13. Dezember

Der Zauberer Simsalabim

»Heute ist schon der Dreizehnte«, sagte der kleine Engel zu sich selbst. Er war hungrig und müde. Nicht einmal zum Fußballspielen hatte er Lust, obwohl das doch seine liebste Beschäftigung gewesen war. Auch die dummen Witze des Esels ließen ihn kalt. Wenn er durch eine Stadt kam, versuchte er erst gar nicht mehr die Menschen einzuladen. Sie würden ihm doch nicht zuhören. Das hatte er inzwischen gemerkt.

Aber als er vom Auftritt des Zauberers Simsalabim hörte, beschloss er hinzugehen.

Leider durfte der Esel nicht mit in den Saal. Hatschi band ihn draußen an und witschte hinein, ohne zu bezahlen, denn das konnte er nicht. Als alle Sitze besetzt waren, klingelte es dreimal und der Auftritt begann.

Zuerst wurde es dunkel. Der Vorhang teilte sich und mit einem Donnerschlag erschien ein Mann auf der Bühne. Er stand mitten in einer Dampfwolke, war graubärtig, hatte einen Sternenmantel an und eine spitze Mütze auf dem Kopf.

»Ich, Simsalabim, bin der größte Zauberer der Welt!«, rief er. Hatschi erschien er wirklich riesengroß. Größer als der heilige Petrus, und der war schon über zwei Meter.

Aber so hatte es der Zauberer nicht gemeint. Er hatte damit nur andeuten wollen, dass er unübertroffen in seiner Zauberkunst war.

Zuerst legte er sich ein Tuch über die linke Faust, sagte: »Simsalabim, simsalabam!«, und nahm es wieder weg. Da hielt er einen Hasen in der Hand. Wenn Hatschi nicht genau gewusst hätte, dass das Häschen, das ihm über den Weg gelaufen war, bei der Babuschka lebte, hätte er geglaubt, es sei dasselbe.

Als Nächstes zauberte der Zauberer eine weiße Taube. »Simsalabim, simsalabum!«, rief er. Da kroch die Taube aus seinem Ärmel. Er warf sie in die Luft und ließ sie fliegen.

»Das ist Noahs Taube«, erklärte er dem Publikum. »Sie war die Erste, die Noah die Nachricht von der Beendigung der Sintflut überbrachte. Seither ist sie unsterblich.«

Die Taube flatterte auf den Kronleuchter in der Mitte des Saales.

»Und jetzt brauche ich jemand, der furchtlos ist und gerne mitspielt!«

Lange meldete sich niemand. Doch dann fasste sich der kleine Engel ein Herz. Er trat vor und kletterte auf die Bühne.

»Ich werde vor Ihren Augen einen Menschen verschwinden lassen!«, rief der Zauberer.

»Ich bin kein Mensch. Ich bin ein Engel«, flüsterte Hatschi. Aber das hörte niemand.

»Wohin würdest du gern reisen, Junge?«

Ohne lange zu überlegen, rief der kleine Engel: »Ins Königreich Rubinistan.« Weil er immer schon gerne mal einen echten König aus der Nähe betrachtet hätte.

»Nicht schlecht, nicht schlecht«, murmelte der Zauberer. »Das ist ziemlich weit und deshalb muss ich dir jemand mitgeben, der auf dich aufpasst.« Er sah sich um und sein Blick fiel auf die Taube im Kronleuchter. »Wärst du mit Noahs Taube einverstanden?«

»Natürlich!«,  rief Hatschi.  »Doch ich hab noch einen Wunsch.«

»Und der wäre?«

»Der Esel, der draußen vor der Türe angebunden ist, muss auch mit.«

»Gut, gut«, sagte der Zauberer.

Der Esel wurde in den Saal geholt und Hatschi musste sich mit ihm auf einen Teppich stellen. Nachdem sich die Taube zwischen die Ohren des Esels gesetzt hatte, fragte der Zauberer: »Hast du noch etwas zu sagen?«

Da fiel dem kleinen Engel seine Einladung ein und er sagte schnell sein Sprüchlein auf.

»Vielen Dank.« Der Zauberer freute sich sehr. »Ich besuche gern Geburtstagsfeste. Dann zaubere ich den Gästen etwas vor.«

Ein Trommelwirbel kündigte die große Sensation an. Es wurde noch ein bisschen dunkler auf der Bühne. Im Saal war es mucksmäuschenstill.

»Akrakadabra! Simsalabim, bam, bum!«, rief der Zauberer und schwang seinen Zauberstab über dem kleinen Engel, der Taube und dem Esel. Und schon waren alle drei verschwunden.

Sie flogen auf dem Teppich durch die Luft, schneller als der schnellste Vogel. So schnell hätte Hatschi mit seinen Flügelchen nie fliegen können. Der Teppich rauschte über die Wolken dahin und der kleine Engel sah weit hinten am Himmel seine Freunde Fußball spielen.

»Tor!«, schrie gerade einer. »Tor! Tor!« Da hüpfte Hatschi auf dem Teppich auf und ab, weil es seine Mannschaft war, die ein Tor geschossen hatte.

Sie landeten erst, als sie das Königreich Rubinistan erreicht hatten. Da kletterte der kleine Engel wieder auf den Rücken des Esels und die Taube flatterte vor ihm her, um ihm den Weg zum Königsschloss zu zeigen.

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Das Rotkehlchen

rotkehlchenDas Rotkehlchen

Es schneite wieder.

Der kleine Engel und der Esel waren weit herumgekommen. Sie waren im Norden gewesen und im Süden, im Osten und im Westen. Hatschi hatte jeden, der ihm begegnet war und der mit ihm gesprochen hatte, eingeladen. Weiterlesen

Der blaue Junge

der blaue junge

Weit draußen hinter den Sternen ist alles ganz anders als hier. Und noch weiter draußen ist alles noch ganz anders als dort, wo alles ganz anders ist als hier.
Aber wenn man ganz weit fliegen würde, ganz weit, ganz fern, dorthin, wo alles ganz anders ist als überall, dort wäre es vielleicht dann wieder fast genauso wie hier.
In dieser fernen Gegend ist vielleicht ein Planet, so groß wie unsere Erde, und auf diesem Planeten leben vielleicht Leute, die fast genauso aussehen wie wir, nur dass sie blau sind und ihre Ohren zuklappen können, wenn sie nichts hören wollen. Weiterlesen

Noas Taube

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Noahs Taube

Das Königsschloss von Rubinistan lag hinter dem nächsten Berg.

»Wollen wir über ihn drüber oder um ihn herum?«, fragte Noahs Taube den kleinen Engel. Für sie war das einfach. Sie konnte fliegen. Hatschi hätte es auch gekonnt, aber seine Flügelchen steckten unter dem Kittel. Nur der Esel hatte keine Möglichkeit, sich in die Luft zu erheben. Doch weil sie alle zusammenbleiben wollten, entschieden sie sich dafür, den Berg zu umgehen. Weiterlesen

Der König von Türkistan

img848Der König von Türkistan

Der kleine Engel, Noahs Taube und der Esel näherten sich dem Palast des Königs von Türkistan. Da sprengte auf einmal ein Trupp bis an die Zähne bewaffneter Reiter aus dem Gestrüpp.

»Halt!«, schrie der Anführer. »Keinen Schritt weiter. Ihr kommt aus Rubinistan, und jeder, der von da kommt, wird von uns verhaftet!« Weiterlesen

Du kannst es doch

Immer, wenn Tina in der Schule etwas vorlesen sollte, bekam sie es mit der Angst. Dabei hatte sie diesmal zu Hause wirklich geübt. Ihre Mutter hatte gesagt: „Du musst üben, Kind!“ Und da hatte Tina sich hingesetzt und die ganze Geschichte gelesen, erst leise, dann laut: „Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die legte ihr zu essen vor, was sie nur konnte…“ Weiterlesen

Jakob betet

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Vor dem Schlafengehen läuft Jakob noch einmal durch den Garten.

Erschaut den Apfelbaum an.

„Den hast du schön gemacht, wirklich wahr“, sagt Jakob.

Er riecht an den Rosen.

„Die hast du auch schön gemacht.“

Er kostet ein paar Erdbeeren.

„Mmm! Die hast du am schönsten gemacht. Danke“, sagt Jakob.

Dann geht er ins Haus.

Die Großmutter bringt ihn ins Bett.

„Und jetzt beten wir“, sagt die Großmutter.

„Ich habe schon gebetet“, sagt Jakob.

Lene Mayer-Skumanz

Stopp, nicht mit mir!

Heute kommt ein Polizist in den Kindergarten. Ein richtiger, echter Polizist. Alle Kinder sind schon ganz aufgeregt.

»Bringt der eine echte Kelle mit? So eine, mit der man Autos anhält?«, fragt Philipp.

»Und eine Trillerpfeife?«, fragt Carolin. Weiterlesen

Der seltsame Zweig

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Die kleine Meise wundert sich. Sie hat scharfe Augen. Saß da nicht eben eine Raupe am Birnbaum? Kroch langsam den Zweig hinauf? Natürlich, die kleine Meise hat es genau gesehen.
Aber auch die kleine Spannerraupe hat die Meise gesehen. Die kleine dicke Raupe will einmal ein Schmetterling werden. Sie hat noch viel vor. Sie muss noch sehr wachsen. Die Meise darf sie nicht verschlucken.
Gefahr! Die kleine Raupe spürt es sofort.
Sie klammert sich mit den Hinterbeinen fest an den Ast. Dann richtet sie den Leib starr auf und streckt ihn aus. So sieht sie wie ein kleiner brauner Zweig aus.
Die Raupe ist ein Zweig geworden, ein braunes Ästchen. Die kleine Meise guckt. Sie wartet. Nichts rührt sich. Die kleine Raupe bleibt starr und steif.
Die Meise schilpt, schließlich fliegt sie davon. Zweige! Nein, das ist kein gutes Futter. Zweige sind viel zu hart.
Die kleine Raupe rollt sich wieder zusammen und kriecht weiter den Ast hinauf. Sie will ein Schmetterling werden. Und sie kann gut Theaterspielen. Eine schlaue kleine Raupe.

Lisa-Marie Blum

Bitte, nimm mich in die Arme

Bitte, nimm mich in die Arme – John A. Rowe

Am einen Ende war Elvis, der Igel, borstig wie eine Scheuerbürste. Am anderen war er so stachlig wie ein Kaktus. Der kleine Elvis wünschte sich nichts sehnlicher, als in die Arme genommen zu werden. Weiterlesen

Die Sprache der Bäume

»Und hier die Hausaufgabe in Deutsch«, sagt Herr Lux, der Lehrer in der Klasse 4c. »Für morgen schreibt jeder eine Seite über ein Thema, das wichtig und interessant ist. Ihr dürft euch die Überschrift selber heraussuchen. Vielleicht findet jeder von euch ein anderes Thema.«

Ralf weiß gleich, was sein Thema ist. Zu Hause schreibt er:

Der Wald stirbt aus. Weiterlesen

Der Kreis der 99

Es war einmal ein König, der hatte einen Diener, der sehr glücklich war. Jeden Morgen weckte er den König, brachte ihm das Frühstück und summte dabei fröhliche Spielmannslieder. In seinem Gesicht zeichnete sich ein breites Lächeln ab, und seine Ausstrahlung war stets heiter und positiv. Eines Tages schickte der König nach ihm.
»Diener«, sagte er. »Was ist das Geheimnis deiner Fröhlichkeit?« Weiterlesen

Der Leierkastenmann

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Allmählich wurde es Zeit für den kleinen Engel. Bis Weihnachten waren es nur noch zwei Tage und der große Stern zeigte ihm, dass er noch ein gutes Stück Weg vor sich hatte. Die Puppe hatte ihn ziemlich lange aufgehalten. Er musste sich beeilen. Doch der Esel trottete seinen Eselstrab. Hatschi konnte ihn antreiben, so viel er wollte, er ging nicht schneller. Weiterlesen

Kindertag

Kinder – Knost

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»Es ist nicht unsere Aufgabe, unsere Kinder abzuhärten, damit sie einer grausamen und herzlosen Welt begegnen können.
Es ist unsere Aufgabe, Kinder grosszuziehen, die die Welt ein bisschen weniger grausam und herzlos machen werden.«

~L.R. Knost

 

 

Der Kasperl

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Dezember Der Kasperl

Am nächsten Tag erreichte Hatschi eine kleine Stadt. In den Straßen drängten sich die Menschen, denn der Christkindlmarkt wurde gerade eröffnet.

»Soll ich die alle einladen?«, fragte er den Esel.

»Wenn du deinen Auftrag so ausführst, wie es der heilige Petrus dir befohlen hat, dann musst du es wohl.« Weiterlesen

Frau Bund und Hund

Frau Bund und Hund PDF

Es ist ein sonniger und warmer Tag. Frau Bund und ihr Hund sind nicht im Park, im Bad oder im Wald. Sie sind in ihrer Wohnung.

Wie an jedem anderen Tag auch.

Frau Bund mag nämlich keine Leute treffen. Vor allem keine Nachbarn. Da muss sie grüßen, neugierige Fragen beantworten und sich anstarren lassen. Das kann Frau Bund nicht leiden.

Dem Hund Bodo ist das recht so. Er will nicht auf schmutzigen und stinkenden Straßen umherrennen. Oder noch schlimmer, sich auf ungepflegten Wiesen Flöhe einfangen. Weiterlesen

Das Geschenk fürs Christkind

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Das Geschenk fürs Christkind A4

Miriam wusste, was sie wollte. Sie wünschte sich von ganzem Herzen, dass sie größer wäre und nicht erst vier.
Malakai, ihr großer Bruder, der war wichtig, richtig wichtig — rund ums Gasthaus in Betlehem. Der durfte Dinge tun, von denen Miriam nur träumen konnte. Sie dagegen hörte immerzu die Worte: »Miriam, lass es, dafür bist du noch zu klein!«
Sie sah die vielen Leute. Seit Wochen kamen sie nach Betlehem, um sich einzutragen, in die Bücherrollen, denn alle — ALLE — wurden sie gezählt. Weiterlesen

Kinder brauchen Märchen – B. Bettelheim

Kinder brauchen Märchen
Das Märchen und das existentiale Dilemma
Das Märchen, eine einzigartige Kunstform
Die Kraft der Verzauberung
Stellvertretende Befriedigung versus bewußte Erkenntnis
Gestalten und Ereignisse der Phantasie
Verwandlungen

Der König von Rubinistan

img846Der König von Rubinistan

Das Königsschloss von Rubinistan gehörte zu den schönsten Schlössern der Welt. Es war weiß und seine Dächer waren mit Rubinen belegt. Auf den Kuppelspitzen waren kleine Monde befestigt und auf dem höchsten Turm ein Vogel.

»Der König von Rubinistan ist ein lieber und sehr kluger König«, turtelte Noahs Taube. Weiterlesen

Fußball! – Brasilien

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Der da mit dem gelben Trikot, die Nummer 10, das bin ich: Benedito da Silva. Alle nennen mich einfach Bené.

Fußball ist für mich das Größte. Das Beste überhaupt, von der köstlichen Feijoada* wie nur meine Mutter sie zubereitet, einmal abgesehen.

Ich habe immer einen Ball dabei. Egal was ich mache oder wohin ich gehe, Bälle begleiten mich überallhin. Ich spiele damit, ich träume davon und meine Familie lebt von ihnen. Weiterlesen

Vater werden

Gillian - Doll Original Watercolour PaintingDaniel wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
Sie soll Schlafaugen haben.
Er möchte sie abends ins Bett bringen und sie zudecken.
Sie soll lange Haare haben.
Er möchte sie kämmen und ihr einen Zopf flechten.
Sie soll bewegliche Arme und Beine haben.
Er möchte sie an- und ausziehen.
Die Eltern wundern sich.

„Möchtest du nicht lieber eine Eisenbahn?“ fragt die Mutter.
„Oder einen Baukasten?“ meint der Vater.
Sie machen sich Sorgen.
„Ein Junge, der mit Puppen spielt, wird kein richtiger Mann“, sagt der Vater.
Doch Daniel bleibt dabei.
Er wünscht sich zu Weihnachten eine Puppe.
„Warum eigentlich?“ fragt die Mutter.
Daniel besinnt sich.
„Ich möchte auch ein Vater werden“, sagt er.

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18 Dinge, die mental starke Menschen tun

15 dinge

 

Als der Autor von 13 Dinge, die geistig starke Menschen nicht tun , verbringe ich meine Zeit damit, über die schlechten Gewohnheiten zu sprechen, die dir die mentale Stärke rauben. Schließlich ist es nur eine schlechte Angewohnheit, dich davon abzuhalten, dein größtes Potenzial zu erreichen. Aber zusätzlich zu diesen schlechten Angewohnheiten ist es auch wichtig, Übungen zu machen, die deine mentale Kraft stärken , denn mit harter Arbeit und Hingabe kannst du dein Gehirn trainieren, damit es seinen Höhepunkt erreicht.

Hier sind 18 Wege, die mental starke Menschen machen:

1. Sie üben Dankbarkeit.
Indem sie ihre Segnungen statt ihrer Lasten zählen, helfen mental starke Menschen, das Leben in Perspektive zu halten. Ihre Entscheidung, dankbar zu sein, scheint in ihrer Stimmung und ihrem Verhalten durch.

2. Sie behalten ihre persönliche Kraft.
Geistig starke Menschen geben negativen Menschen keine Macht über sie. Sie weigern sich, jemanden dafür verantwortlich zu machen, dass er sie zurückhält oder herunterzieht. Weiterlesen

Märchen und Kinder

 

fairy

 

Märchen sind älter als die Literatur   [Pdf – Datei ]

Märchen sind älter als die Literatur, kein Dichter hat sie erfunden. Erzählungen, Erlebtes, eigene Wunschvorstellungen und Träume aus dem tiefen Unterbewusstsein wurden seit Jahren zusammengetragen, phantasievoll ausgeschmückt und von Mund zu Mund überliefert. So entstanden auf der ganzen Welt verschiedene Märchen, die zu einem Teil der Volkspoesie, oft sogar des nationalen Kulturguts wurden. Weiterlesen

Die Feier der Osternacht

Markus geht mit seinen Eltern am Samstagabend vor Ostern in die Kirche. Das ist etwas ganz Besonderes, denn die Feier der Osternacht beginnt erst dann, wenn es ganz dunkel ist.
Vor der Kirche wird das Osterfeuer angezündet. Viele Leute stehen da und sehen zu, wie das Feuer brennt. Sie sind ganz still.
Jetzt tritt der Pfarrer aus der Kirche. Er trägt eine dicke Kerze in der Hand. Weiterlesen

Der Nussbaum

Im Garten grub ein alter Mann.
Ein junger Mensch kam vorbei und fragte: »Was tust du da, alter Mann?«
»Ich pflanze einen Nussbaum«, sagte der Alte. »Im Sommer spendet er Schatten. Im Herbst schenkt er Nüsse. Gibt es Schöneres und Besseres als einen Nussbaum?«
Der junge Mensch lachte. »Und weißt du auch, wie lange es dauert, bis dein Nussbaum Schatten und Nüsse schenkt? Du wirst es nicht mehr erleben, alter Mann.«
»Ich weiß es«, nickte der Alte. »Ich nicht — aber meine Enkel.«

Chinesisches Volksgut

Mich freut nichts mehr…  und was freut dich? – Theaterstück

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Mich freut nichts mehr – Lene Mayer-Skumanz PDF

1. Szene

(In der Küche. Geschirrklappern. Vergnügte Mutter, die summt oder pfeift, Türe, Schritte)
JAKOB: Mutti, da bin ich schon. Und einen Hunger hab ich!
MUTTER: Fein, Jakob. Ich bin grad beim Schmalzbrotstreichen.
JAKOB: Die Kathi ist auch heraufgekommen. Sie hat auch Hunger. Ich hab ihr nämlich gesagt, dass du frisches Grammelschmalz gekauft hast.
MUTTER: Ja, wo steckst du denn, Kathi? Herein mit dir!
KATHI: Grüß Gott, Frau Mitterhöfer!
MUTTER: Servus, Kathi, komm nur, setzt euch. Tee mit Orangensaft?
KATHI: Bitte!
JAKOB: Wart, Kathi, ich schenk dir ein. (Geschirr)
KATHI: Nicht schlecht, so ein Grammelschmalzbrot. Weiterlesen

Der Laubfrosch

frosch

Ich hab einen Laubfrosch,
dem füttre ich jeden Tag Fliegen.
Die braucht er,
ist doch klar,
ist doch’n Laubfrosch.

Bisher
hab ich mir nichts bei gedacht.
Aber gestern
kam Tante Reinhild.
Die sagt, ich bin grausam.
Und wenn sie ein Kind hätt,
dem tat sie verbieten,
Fliegen zu fangen
für einen Mörderfrosch.

Was nu?
Soll ich ihn weiter füttern?
Oder soll ich ihn einfach
verhungern lassen?

~Tilde Michels

 

Laubfrosch

Die Sonne scheint immer

Eine ganze Woche ist es herrlich warm gewesen. Sieben Tage lang. Jeden Morgen, wenn Jakob und Lena aufwachten, stand die Sonne leuchtend hell zwischen dem neuen Hochhaus und der Kirche.

Aber heute ist alles anders. Heute ist der Himmel grau. Weiterlesen

Weihnachtsstress

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Seit Jahren schon fasste ich immer nach Weihnachten den Vorsatz, im nächsten Jahr nicht wieder in den üblichen, vorweihnachtlichen Stress zu verfallen, sondern alles etwas strukturierter und ruhiger angehen zu lassen. Weiterlesen

Die Geschichte vom Weihnachtsbraten

Einmal fand ein Mann am Strand eine Gans.

Tags zuvor hatte der Novembersturm getobt. Sicher war sie zu weit hinausgeschwommen, dann abgetrieben und von den Wellen wieder an Land geworfen worden.

In der Nähe hatte niemand Gänse. Es war eine richtige weiße Hausgans. Weiterlesen

E-Mail für Oma

Alle in seiner Klasse hatten eine Oma, nur Michael nicht. Die meisten hatten sogar zwei und noch einen Opa dazu. Michael hatte zwar einen Opa, den Vater seiner Mutter, aber den mochte er nicht und hätte ihn gerne gegen eine Oma eingetauscht.

Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, war eine Oma unbezahlbar. Sein Freund Moritz hatte sich von seiner eine neue Playstation gewünscht. Seine Eltern hatten kein Geld dafür, aber die Oma hatte ihre Rente und nur ein Enkelkind. Was machte sie also? Sie erfüllte Moritz jeden Wunsch – zum Entsetzen der Eltern!

Michael hatte auch jede Menge Wünsche, die seine Eltern ihm nicht erfüllen konnten. Aber im Unterschied zu Moritz hatte er keine Oma. Und das empfand er als sehr ungerecht. Was hatte er getan, dass er ohne Oma dastand?

„Vielleicht kann man eine mieten!“, schlug Moritz hilfsbereit vor. „Mein Vater sagt, heutzutage kannst du alles mieten.“

Moritz brachte auch gleich am nächsten Tag eine Telefonnummer mit. „Wenn meine Tante abends eingeladen ist, ruft sie da an und die schicken eine Oma oder einen Opa vorbei, die auf meine kleine Cousine aufpassen.“ Weiterlesen

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam – ein Briefwechsel zwischen Joschi und dem Weihnachtsmann

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam

Roswitha Fröhlich

Seit er sechs Jahre alt war, wünschte sich Joschi ein Meerschweinchen. Aber jedes Mal, wenn er davon anfing, sagte seine Mutter: »Meerschweinchen stinken«, oder: »Meerschweinchen gehören in den Kleintierzoo«, oder: »Was soll das arme Tier in unserer Vierzimmerwohnung?«, und lauter solche Sachen.

In diesem Jahr hatte Joschi sich geschworen, dass sein Wunsch endlich in Erfüllung gehen müsse. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze – Slideshare

Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel, in Liebe, vom Weihnachtsmann

Aufgeregt und doch ganz vorsichtig öffnete der kleine Igel das Päckchen. Was war das?

Der Stern mit dem Schweif

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SLIDESHARE

Der kleine Bär und das Weihnachtsgeheimnis A4

Am Abend liegt der kleine Bär in seinem warmen Bett und kann nicht einschlafen.

„Wann ist denn endlich Weihnachten?“, fragt er Mutter Bär.

„Du musst noch ein bisschen Geduld haben, mein kleiner Bär. Ich werde dir jetzt eine Geschichte erzählen.“

Es war einmal ein kleiner Bär, so einer wie du. Der entdeckte eines Nachts über seiner Höhle am Himmel einen hellen Stern mit einem langen Schweif. Weiterlesen

Ein Geschenk vom Nikolaus – Slideshare

Ein Geschenk vom Nikolaus – A4

Es schneit… und schneit, bis hohe Schneeberge die Häuser zudecken. Im Dorf ist es weiß, kalt und still.

Der Krämer kann seine Ware nicht verkaufen, die Bäckersfrau kein Brot. Großvater Gregor möchte seine Ziegen füttern, doch der Weg zum Stall ist verschneit. Und weil es keine Post auszutragen gibt, schreibt sich der Briefträger selbst einen Brief. In jedem Haus warten Kinder auf den Nikolaus.

Anne und Mich hauchen Gucklöcher in die Eisblumen am Fenster. (…) Weiter lesen

 

 

Halbert und Hob (englische Weihnachtserzählung)

friedenGibt es eine Ursache für diese
harten Herzen? Oh, Lear,
Dass es etwas jenseits der Natur geben muss,
das sie besänftigt, scheint eindeutig.

 

  1. Vater und Sohn

Rauh und wild ist die Landschaft im Norden, wo diese Geschichte spielt, und rau und wild waren die zwei Männer, von denen hier die Rede ist. Der alte Halbert und sein Sohn Hob waren so etwas wie zwei Menschen, an denen die Zivilisation vorübergegangen war. Sie schienen nichts aufzuweisen, außer den harten und ungehobelten Instinkten unzivilisierter Geschöpfe. Sie stammten von einer wilden Sippe ab, und in ihnen, den letzten ihres Geschlechts, schien das Wilde und Raue seinen Höhepunkt gefunden zu haben. Sie waren keine Kriminellen, denn man konnte sie nicht des Diebstahls oder Mordes bezichtigen. Doch wenn man ihnen auch nur mit einem Wort krumm kam, war ihre Antwort ein Fausthieb. Weiterlesen

Der kleine Engel

Der kleine Engel PDF

img823Es war einmal ein kleiner Engel. Wie alle kleinen Engel hatte er Pausbacken, eine Stupsnase, lockige Haare und ziemlich kleine Flügelchen. Am liebsten spielte er Fußball auf den Wolken, doch weil es dort ziemlich feucht war, hatte er dauernd Schnupfen.

»So geht das nicht weiter mit dir«, sagte der heilige Petrus eines Tages. »Immer nur Fußball spielen ist keine Beschäftigung für kleine Engel. In dreiundzwanzig Tagen hat das Christkind Geburtstag, deshalb fliegst du jetzt gleich auf die Erde und lädst dazu ein!«

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Die Schule der Armen

Die Schule der Armen PDF

Die Familien eines armen westafrikanischen Dorfes können auf den Dollar pro Tag, den ihre Kinder verdienen, nicht verzichten. Darum steht der Lehrer vor leeren Bänken, während seine Schüler Turnschuhe und Fußbälle fertigen. Er ist zunächst der Einzige, der gegen Armut und Ungerechtigkeit aufbegehrt. Doch sein Einsatz bleibt nicht ohne Erfolg: Bald kommen wieder ein paar Kinder zum Unterricht. Bildung füllt zwar im Moment keine hungrigen Mägen, aber sie birgt die einzige Chance für eine bessere Zukunft! Er erzählt ihnen die wahre Geschichte des kleinen pakistanischen Teppichknüpfers Iqbal Masih, der seinen Kampf gegen die Kindersklavenhalter mit dem Leben bezahlte. Die Schüler hören aufmerksam zu. Dann beginnen sie, das Alphabet zu lernen. Tahar Ben Jelloun hat eine poetische kleine Erzählung für Kinder geschrieben: über den Teufelskreis von Armut, Ausbeutung und Analphabetentum, über Unfreiheit und krassen Materialismus – und über die Chance, die in der Bildung liegt.

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Lachgesichter in der Griesgramstraße

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Seit kurzem wohnt Peter in der Griesgramstraße. Natürlich heißt diese Straße anders, aber Peter hat ihr diesen Namen gegeben, weil die Leute alle so griesgrämig dreinblicken. Selbst die Kinder sind abweisend und feindselig, und Peter traut sich nicht sie anzusprechen. So ist er nachmittags immer alleine und langweilt sich. Und das Heimweh, das tut dann natürlich besonders weh. Weiterlesen

Die Gaukler

gDieses Mal kamen sie in eine große Stadt. Wenn der Esel und Noahs Taube nicht gewesen wären, hätte sich der kleine Engel ganz verloren gefühlt. Es gab viele breite Prachtstraßen und ab und zu große Plätze, enge Gassen gab es, Geschäftsstraßen und einen Park mit vielen Bäumen. Die Auslagen in den Geschäften waren wunderbar geschmückt, denn in fünf Tagen war Weihnachten, und Weihnachten war der Geburtstag des Christkinds. Viele Leute bastelten und kauften Geschenke, backten Weihnachtsplätzchen und schmückten Tannenbäume. Deshalb hatten sie für niemanden Zeit. Nicht für den Bettler an der Ecke, nicht für die Straßenmusikanten, nicht für den kleinen Engel, den Esel oder Noahs Taube. Und sie hatten auch keine Zeit für drei arme Gaukler, die sich ihr Geld auf der Straße verdienten, indem sie die Fußgänger mit kleinen Kunststücken unterhielten. Weiterlesen

Der Teddybär

Der Teddybär

Es schneite. Dicke Flocken wirbelten durch die Luft. Sie legten sich auf die Erde, bis alles weiß und zugedeckt war. Die Kinder klebten selbst gemachte Strohsterne an die Fensterscheiben und streuten den Vögeln Sonnenblumenkerne in die Futterhäuschen.

Der kleine Engel ritt immer noch durch den Wald. Lange Zeit begegnete ihm niemand, den er einladen konnte. Füchse, Dachse und Wiesel hielten ihren Winterschlaf, und die Rehe und Hirsche kamen nicht aus dem Gebüsch heraus. Weiterlesen

Lesevorschlag – eBücher

hingDie Hingucker – Ursula Kraft, 2001 

Das Leben in der kleinen Stadt Weinach verändert sich ganz allmählich – alle Menschen mit grünen Augen werden von Tag zu Tag mehr angefeindet. Auch Mattis Freund Arun hat grüne Augen.

Matti und seine Schwester Kathi spüren das Unrecht und beschließen zusammen mit zehn anderen Kindern, etwas dagegen zu unternehmen.

Als die Situation zunehmend bedrohlich wird, gelingt es ihnen, einen ersten Schritt in eine „gute“ Richtung zu bewirken.

Die spannende und einfühlsame Geschichte zeigt, dass ein Problem wie „Fremdenfeindlichkeit“ nicht von heute auf morgen gelöst werden kann, dass man aber sehr wohl etwas dagegen tun kann. Und dass jeder noch so lange Weg immer mit einem ersten Schritt beginnt.

Die Hingucker – HERUNTERLADEN


kinder

Alle meine Kinder: Haregewoin Teferra – ein Leben für die Waisen Äthiopiens 
Von Melissa Fay Greene, Blanvalet, 2006

Die aufrüttelnde und bewegende Geschichte einer Frau, die Afrikas Waisenkindern eine Zukunft gibt.

Allein 12 Millionen Kinder von AIDS-Opfern leben elternlos südlich der Sahara. Die Äthiopierin Haregewoin Teferra bietet Hunderten von ihnen Zuflucht und Hoffnung in der Ausweglosigkeit. Melissa Fay Greene hat ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben, die eindringlich beweist, dass man als Einzelner unermesslich viel bewirken kann.

Haregewoin Teferra ist zur Stimme einer afrikanischen Katastrophe geworden, die von der Welt weitgehend ignoriert wird: Waisenkinder, die ihre Angehörigen durch AIDS verloren haben – die Ausgestoßenen der Gesellschaft Afrikas, von denen es nach Schätzungen der UN in drei Jahren allein südlich der Sahara bereits 50 Millionen geben wird.

Nach dem Verlust ihres Mannes und ihrer Tochter wurde Haregewoin gebeten, sich um ein 15-jähriges Waisenmädchen zu kümmern. Aus dem Zufluchtsort für ein einzelnes Kind wurde schnell ein Waisenhaus, das den Strom der Neuankömmlinge kaum mehr fassen konnte. Mit Hilfe einer Adoptionsagentur gelang es Haregewoin, viele ihrer Schutzbefohlenen nach Europa oder in die USA zu vermitteln und ihnen eine Zukunft zu verschaffen.

Aber Adoption, sagt Melissa Fay Greene, die den Lebensweg der mutigen Äthiopierin mit dem großen Herzen aufgeschrieben und selbst zwei äthiopische Kinder adoptiert hat, ist nicht die Lösung der Probleme Afrikas. Die westliche Welt muss die Mittel und die Medizin bereitstellen, damit eine ganze Generation überleben kann.

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licht

Alles Licht, das wir nicht sehen: Roman
Von Anthony Doerr , C.H.Beck, 2014

Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am „Muséum National d’Histoire Naturelle“ arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen. Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt… Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.

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verborgener

Der verborgene Garten
Ein Roman von Kate Morton, Diana Verlag

Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.

Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage – ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen …

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biene

Die Bienenhüterin
Ein Roman von Sue Monk Kidd, btb

Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor …

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bild

Ein Bild von dir
Roman von Jojo Moyes, Rowohlt

Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde.

Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll …

Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …

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nachtzirkus

Der Nachtzirkus
Erin Morgenstern, Ullstein, 2012

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

Der Nachtzirkus HERUNTERLADEN


spaziergang

Spaziergang am Meer
Joan Anderson, dtv

Einsichten einer unkonventionellen Frau.

Die Geschichte eines Aufbruchs und einer wunderbaren Freundschaft.

Zufällig macht sie bei einem Spaziergang am Strand von Cape Cod die Bekanntschaft der 94-jährigen Joan Erikson, Ehefrau des berühmten Psychoanalytikers Erik Erikson. Während Joan Anderson sich für eine Weile bewusst von ihrem Mann zurückgezogen hat, genießt Joan Erikson die ihr verbleibende Zeit an der Seite ihres Partners, der, wie sie weiß, nicht mehr lange leben wird.

Die beiden so unterschiedlichen und doch durch tiefe Empathie verbundenen Frauen reden über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Hoffnungen, Bedürfnisse. Joan Erikson, die mehr vom Handeln als von weisen Ratschlägen hält, gibt viel von ihrer Lebensklugheit weiter, wird mehr und mehr zur spirituellen Mentorin. Sie erinnert Anderson daran, wie wichtig es ist, nicht stehen zu bleiben, sondern ein Leben lang bereit zu sein, zu lernen, zu wachsen, sich zu verändern, offen zu sein für alles, was das Leben so bringt und vor allem, sich eine spielerische Herangehensweise an die Herausforderungen des Lebens zu bewahren.

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sonne

Tausend strahlende Sonnen
Roman von Khaled Hosseini, Fischer, 2010

In seinem neuen Roman erzählt Khaled Hosseini wieder eine zutiefst bewegende Geschichte aus seinem Heimatland: vom Leid und der Ohnmacht, aber auch vom außergewöhnlichen Mut zweier afghanischer Frauen. Die unehelich geborene Mariam wird mit fünfzehn ins ferne Kabul geschickt, wo sie mit dem dreißig Jahre älteren Witwer Rashid verheiratet wird. Zwanzig Jahre später erlebt Leila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Auch ihr bleibt keine Wahl: Nachdem ihre Familie bei einem Bombenangriff getötet wurde und sie erfährt, dass auch ihr Jugendfreund Tarik, den sie seit gemeinsamen Kindertagen liebt, angeblich ums Leben gekommen ist, wird sie Rashids Zweitfrau. In dem bis dahin kinderlos gebliebenen Haushalt bringt Leila nacheinander eine Tochter und einen Sohn zur Welt. Während der Taliban-Herrschaft machen Bombardierungen, Hunger und physische Gewalt das Leben der Familie zur Qual. Die Not lässt die an sich so unterschiedlichen Frauen zu engen Freundinnen werden und ihre Stärke schließlich ins Übermenschliche wachsen. Khaled Hosseini gelingt es wie beim Drachenläufer auf unvergleichliche Weise, seine Figuren so lebendig und authentisch werden zu lassen, dass der Leser sie lange nicht vergisst.

Tausend strahlende Sonnen HERUNTERLADEN


sterne

Sterne über Cornwall
Liz Fenwick, Goldmann

Nach dem Krebstod ihres Mannes erscheint es der Malerin Maddie wie ein Geschenk des Himmels, als sie von einer ihr bis dato unbekannten Tante ein Haus in Cornwall erbt. Da sie sich durch die Monate, in denen sie ihren Mann gepflegt hat, nicht nur kräftemäßig, sondern auch finanziell ruiniert hat, fragt Maddie nicht lange, sondern verkauft ihre Londoner Wohnung und macht sich mit ihrer widerstrebenden Stieftochter Hannah auf nach Cornwall. Doch ihr steht ein harter Weg bevor: Der einst prächtige Landsitz bröckelt an allen Ecken und Enden, für die rebellierende Hannah ist sie nur »die Hexe«, und um ihren Verstand scheint es auch nicht gut bestellt zu sein, denn auch wenn man ihr versichert hat, dass es in Trevenen nicht spukt, meint sie, in einem leeren Zimmer das Weinen eines Babys zu hören. Erst als Maddie sich selbst als Teil einer Ahnenkette von Frauen begreift, deren Geheimnisse die Mauern von Trevenen hüten, kann sie ihren Frieden mit der Vergangenheit machen und ein neues Leben beginnen …


Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel

Solange am Himmel Sterne stehen
Roman von Kristin Harmel, Blanvalet

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …


Dewey

Mein Freund Dewey, der berühmteste Kater der Welt
Vicki Myron, cbj

Die rührende Geschichte um einen außergewöhnlichen Kater
Miau!, klang es kläglich an Vicki Myrons Ohr, als sie an einem kalten Januarmorgen die Stadtbücherei der kleinen Stadt Spencer aufschloss. In einer Kiste, in der normalerweise zurückgegebene Bücher landen, kauerte ein halb erfrorenes Katzenbaby mit struppigem rotem Fell! Vicki und ihre Kolleginnen adoptierten den kleinen Kater vom Fleck weg, päppelten ihn auf und tauften ihn auf den Namen Dewey. Schon bald erlebten Mitarbeiter und Besucher der Bibliothek, dass Dewey eine außergewöhnliche Wirkung auf Menschen hatte und alle um sich herum verzaubern konnte.

Die wahre Geschichte eines einfühlsamen Katers, der traurige Kinder zum Lachen brachte und verzweifelten Erwachsenen neuen Lebensmut schenkte – und daurch weltberühmt wurde.

Mein Freund Dewey HERUNTERLADEN


BobBob, der Streuner
James bowen, Bastei Lübbe, 2013

Als James Bowen den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wem von beiden es schlechter ging. James schlug sich als Straßenmusiker durch, er hatte eine harte zeit auf der Straße hinter sich. Aber dem abgemagerten, jämmerlich mauzenden Kater konnte er einfach nicht widerstehen, er nahm ihn auf, pflegte ihn gesund und ließ ihn wieder laufen. Doch Bob war anders als andere Katzen. Er liebte seinen neuen Freund mehr als die Freiheit und blieb. Heute sind sie eine stadtbekannte Attraktion, ihre Freundschaft geht Tauschenden zu Herzen…

Bob HERUNTERLADEN


cleoCleo: Wie ich das Lachen lernte
Helen Brown, Deuticke Verlag, 2010

Als Sam kurz nach seinem neunten Geburtstag überfahren wird und stirbt, bleiben seine Eltern und sein kleiner Bruder Rob verzweifelt zurück. Einige Wochen später wird ein eher hässliches weibliches Katzenjunges bei der Familie, die auf einem unwegsamen Hang am Rande von Wellington, Neuseeland, lebt, abgeliefert. Sam hatte sich das Kätzchen noch vor dem Unfall als Geschenk ausgesucht. Die in Australien lebende Autorin und Journalistin Helen Brown erzählt in dieser literarischen Autobiographie die berührende Geschichte ihrer Familie, die sich mit Hilfe der Katze Cleo nach dem tragischen Unglück zurück ins Leben kämpft.   Cleo HERUNTERLADEN

Colour blues

«Sag mal, Papa, wo liegt Marokko?»
«In Afrika.»
«Dort, wo es Giraffen und Nilpferde gibt?»
«Nein, etwas höher — in Nordafrika.»
«Und wer wohnt dort?»
«Araber.»
«Ich dachte, Araber leben in Arabien…»
«Naja, die Araber sind überall, sogar in der U-Bahn. Die Araber in Marokko sind Berber.»
«Aber Berber sind Barbaren, oder?»
«Nein, die Barbaren waren ganz was anderes — die waren eine Horde Invasoren.»
«Ja, aber gestern beim Fernsehen hast du dich beschwert, dass Frankreich von Arabern invadiert wird.»
«Ah ja — ist aber nicht das Gleiche. Es gibt sehr nette Weiterlesen

Wir verstehen uns blind

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An diesem Einkaufssamstag waren besonders viele Leute in die Fußgängerzone gekommen.

»Winterschlusverkauf! Alles um die Hälfte billiger!«, rief der Verkäufer und alle stürzten sich auf die Kleiderständer vor dem Geschäft.

»Winterschuhe fast geschenkt!«, rief der Schuhverkäufer auf der anderen Straßenseite. Weiterlesen

Die Ostergeschichte

Die Ostergeschichte – PDF

Zum Paschafest, dem höchsten Feiertag der Juden, kommen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem. Jesus reitet auf einem jungen Esel. Vor der Toren der Stadt warten schon viele Menschen. Sie freuen sich, dass Jesus zu ihnen kommt. Sie ziehen ihre Kleider aus und breiten sie vor ihm auf dem staubigen Boden aus, damit er überreiten kann. Auch viele Kinder sind gekommen, um Jesus mit Jubelrufen zu empfangen. Mit Palmzweigen winken sie ihm zu. Die ganze Stadt ist in großer Aufregung. Die Menschen spuren: Hier kommt der Messias, der Retter, den Gott uns versprochen hat. Gott meint es gut mit uns. Er hat Jesus geschickt, um uns Frieden und Freiheit zu bringen. Sie singen: „Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.” Weiterlesen

Der Ochse

9. DezemberDer Ochse

Durch den tiefen Schnee zu stapfen fiel dem Esel oft sehr schwer. Manchmal stieg der kleine Engel ab, damit er es leichter hatte. Um sie herum war alles weiß, feucht und watteweich. Das erinnerte ihn an seine Wolkenheimat. Er hätte so gern mal wieder mit seinen Freunden Fußball gespielt. Bei dem Gedanken daran bekam er Heimweh. Weiterlesen