Archiv der Kategorie: Ostern

Die Feier der Osternacht

Markus geht mit seinen Eltern am Samstagabend vor Ostern in die Kirche. Das ist etwas ganz Besonderes, denn die Feier der Osternacht beginnt erst dann, wenn es ganz dunkel ist.
Vor der Kirche wird das Osterfeuer angezündet. Viele Leute stehen da und sehen zu, wie das Feuer brennt. Sie sind ganz still.
Jetzt tritt der Pfarrer aus der Kirche. Er trägt eine dicke Kerze in der Hand. Weiterlesen

Werbung

Die Ostergeschichte

Die Ostergeschichte – PDF

Zum Paschafest, dem höchsten Feiertag der Juden, kommen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem. Jesus reitet auf einem jungen Esel. Vor der Toren der Stadt warten schon viele Menschen. Sie freuen sich, dass Jesus zu ihnen kommt. Sie ziehen ihre Kleider aus und breiten sie vor ihm auf dem staubigen Boden aus, damit er überreiten kann. Auch viele Kinder sind gekommen, um Jesus mit Jubelrufen zu empfangen. Mit Palmzweigen winken sie ihm zu. Die ganze Stadt ist in großer Aufregung. Die Menschen spuren: Hier kommt der Messias, der Retter, den Gott uns versprochen hat. Gott meint es gut mit uns. Er hat Jesus geschickt, um uns Frieden und Freiheit zu bringen. Sie singen: „Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.” Weiterlesen

Schenken – ungewöhnliche Geschenke

Schenken

Von den Ostereiern, die Jakob mit Zwiebelschalen gefärbt hat, ist eines, das schönste, noch übrig. Jakob rennt damit zu Kathi. Kathi ist im Hof und gießt die Blumenkistchen mit dem Petersilsamen.

„Kathi, Kathi!“ ruft Jakob. „Gib acht, so ein schönes Ei hast du noch nie gesehen!“

„Gib du acht!“ ruft Kathi, aber da ist Jakob schon über die Schaufel und den Sack mit Blumenerde gestolpert. Das Ei fällt ihm aus der Hand und zerbricht.

„Schade“, sagt Katharina. „Es muss ein schönes Ei gewesen sein.“

„Mein schönstes“, sagt Jakob. „Ah — ich ärgere mich. Gackikrawutschi! Gackikrawutschi!“ Weiterlesen

Jakob geht in die Wüste

desert

Der Religionslehrer erzählt den Kindern, warum die Propheten und warum Jesus so gern in die Wüste gegangen sind: »In der Wüste ist der Mensch allein. Er kann still werden und nachdenken. Er kann ausprobieren, ob er ohne die gewohnten Dinge auskommt – ohne gutes Essen und gemütliche Wohnung, ohne Unterhaltung und ohne Freunde. Nichts lenkt ihn ab, wenn er mit Gott sprechen will.«

»Waren Sie schon in der Wüste?« fragt Jakob.

»Ja«, sagt der Lehrer. »Von Jerusalem aus bin ich hingefahren. Ich war so gern dort, dass ich es kaum beschreiben kann.«

Ich möchte auch in die Wüste, denkt Jakob. Schade, dass es in seiner Nähe keine Weiterlesen

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

 

Später Besuch

Rut deckte gerade den Tisch fürs Abendessen und hatte ihren Sohn Micha in die Küche geschickt, um noch das Brot zu holen. Da klopfte es draußen an die Haustür aus schwerem Holz. Der Junge hielt kurz inne und wollte gleich zur Tür laufen. Doch ein donnerndes »Halt!« seines Vaters hielt ihn zurück.

»Wenn es draußen schon dunkel geworden ist, lass lieber mich die Tür öffnen«, sagte der Vater und stand vom Tisch auf. Er griff nach der Öllampe und ging ohne jede Eile durch den schmalen Flur zur Tür.

»Wer weiß, wer sich jetzt so kurz vor dem Passahfest noch alles auf den Gassen herumtreibt«, meinte die Mutter und beobachtete ihren Mann Jonatan, der ein Brettchen an der Tür etwas zur Seite schob. So konnte er durch einen schmalen Spalt nach draußen sehen.

»Öffne besser nicht«, flüsterte sie ihm zu und stellte sich hinter ihn. »Wer etwas von uns will, kann auch morgen noch zu uns kommen. Morgen, wenn es hell ist.« Weiterlesen

II Nächtliche Gespräche – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Nächtliche Gespräche

Es war spät geworden. In der kleinen Kammer wurden die Liegen so zusammengeschoben, dass alle Kinder darauf Platz hatten. Bald schon kuschelten sich die Kinder eng aneinander und genossen es, so warm und geborgen einzuschlafen. Natürlich tuschelten sie zunächst noch miteinander, alberten herum, quietschten und lachten, bis Rut durch ein energisches Wort für Ruhe sorgte. Nur Micha und Daniel flüsterten noch miteinander. Micha wollte noch viel mehr darüber erfahren, was Daniel in den letzten drei Monaten mit Jesus erlebt hatte. Und Daniel erzählte bereitwillig davon. Weiterlesen

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Ostern am von .

III Bei den Großeltern – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Bei den Großeltern

Sie waren heute alle zum Essen bei den Großeltern eingeladen. Rut öffnete, als Tomas an die Tür klopfte.

»Mara, unsere Enkelkinder aus Kana sind da«, rief Joschija und eilte zur Tür.

Daniel und Ester waren zunächst etwas schüchtern, als sie so plötzlich ihren Großeltern gegenüberstanden. Doch der Großvater sah mit seinem langen weißen Bart genauso aus, wie Daniel und Ester ihn sich vorgestellt hatten. Nun schaute er sie lange an, nickte und legte ihnen zart die Hände auf den Kopf. »Ich segne euch beide, Ester und Daniel«, sagte er. »Gott sei Lob und Dank, dass ich euch endlich sehen und bei mir zu Hause begrüßen darf.« Weiterlesen

IV Für oder gegen Jesus – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Für oder gegen Jesus

Während der Mahlzeit war nur wenig gesprochen worden. Doch Micha spürte nur zu deutlich, dass diese Ruhe trog. Es war eine Stimmung wie vor einem schweren Gewitter.

Als die Frauen den Tisch abgeräumt hatten, war die Stille fast unerträglich. Joschija sah sich lange schweigend um, sah einen nach dem anderen an und wandte sich schließlich an Tomas, seinen Schwiegersohn. »Wir freuen uns sehr, dass wir euch endlich bei uns haben«, sagte er bedächtig. »Dich und Marta und eure beiden Kinder.« Er räusperte sich. »Ich habe gehört, dass ihr in Kana überstürzt aufgebrochen seid und alles zurückgelassen habt.« Weiterlesen

V Ein neuer Tag – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Ein neuer Tag

Als Micha am nächsten Morgen erwachte, war es bereits heller Tag. Er rieb sich die Augen und setzte sich auf. Rebekka und Ariel waren längst aufgestanden, auch Mirjam und Ester. Nur Daniel neben ihm schlief noch tief und fest. Nach und nach erinnerte sich Micha an gestern und an die Nacht. Mit einem Mal war er hellwach, als ihm wieder einfiel, was mit Jesus passiert war. Jetzt erinnerte er sich auch wieder an die vielen Menschen, die bei ihnen gewesen waren. An ihre Sorgen und an ihre Angst. Und an Johannes musste er denken, der wieder in die Nacht davongelaufen war. Nichts hatte ihn mehr an den fröhlichen Johannes von gestern Vormittag erinnert. Micha schloss die Augen noch einmal. Jetzt müsste er wieder aufwachen und alles wäre nur ein böser Traum gewesen. Doch als er erneut die Augen öffnete, hatte sich nichts verändert. Es war kein Traum gewesen. Diese schlimme Nacht hatte er wirklich erlebt. Weiterlesen

VI Der letzte Weg – Rolf Krenzer

Micha und das Osterwunder – Rolf Krenzer

Der letzte Weg

Zum Passahfest waren in diesem Jahr wieder viele Menschen nach Jerusalem gekommen. Sie feierten es jedes Jahr, um an ihren Auszug aus der Gefangenschaft in Ägypten zu erinnern und Gott immer wieder neu dafür zu danken. Für manche von ihnen war es eine gute Gelegenheit, Eltern und Verwandte zu besuchen. Und so waren zu dieser Zeit viel mehr Menschen in der Hauptstadt als sonst. Bevor das große Fest begann, sollten drei Menschen gekreuzigt werden, die zum Tod verurteilt worden waren. Zwei Verbrecher hatte man bereits zur Richtstätte hinausgebracht. Jesus trieben sie nun in seinen zerschlissenen Kleidern durch die Gassen der Stadt zur Richtstätte hin. Unendlich mühsam schleppte er sich vorwärts. Er musste das Kreuz, an dem er sterben sollte, selbst tragen. Weiterlesen

Das Dattel-Nuss-Brot – Lene Mayer-Skumanz

Watercolor fresh loaf of bread and a bread oven in graphic style

Sebastian sitzt auf Papas Schoss und spielt mit ihm das „Wie-sehr-magst-du-mich“-Spiel.

„Wie sehr, Papa?“

„So!“ Der Papa drückt Sebastian fest an sich.

„Und die Hanna?“

„So!“ Wieder ein fester Druck. Weiterlesen

Kerzen

Die Kinder laufen hinter ihrer Gruppenleiterin zur Kirche hinüber.
„Bin gespannt, was sie vorhat, die Eva“, sagt Jakob.
„Für das Versöhnungsfest üben“, sagt Rudi. „Meine Mutti hat auch schon mit mir geübt. Auf 17 Fehler sind wir gekommen.“
„Der Max hält den Rekord“, sagt Katharina. „59 Fehler und 27 Schwächen, aber viele von der gleichen Sorte, natürlich.“
Frau Eva dreht sich um, schaut die Kinder an und seufzt.
„59 Fehler? Höchste Zeit, dass wir uns darüber unterhalten!“
In der Kirche ist es dämmrig dunkel, nur die Osterkerze brennt. Weiterlesen