Archiv der Kategorie: Kinderarbeit

Die Schule der Armen

Die Schule der Armen PDF

Die Familien eines armen westafrikanischen Dorfes können auf den Dollar pro Tag, den ihre Kinder verdienen, nicht verzichten. Darum steht der Lehrer vor leeren Bänken, während seine Schüler Turnschuhe und Fußbälle fertigen. Er ist zunächst der Einzige, der gegen Armut und Ungerechtigkeit aufbegehrt. Doch sein Einsatz bleibt nicht ohne Erfolg: Bald kommen wieder ein paar Kinder zum Unterricht. Bildung füllt zwar im Moment keine hungrigen Mägen, aber sie birgt die einzige Chance für eine bessere Zukunft! Er erzählt ihnen die wahre Geschichte des kleinen pakistanischen Teppichknüpfers Iqbal Masih, der seinen Kampf gegen die Kindersklavenhalter mit dem Leben bezahlte. Die Schüler hören aufmerksam zu. Dann beginnen sie, das Alphabet zu lernen. Tahar Ben Jelloun hat eine poetische kleine Erzählung für Kinder geschrieben: über den Teufelskreis von Armut, Ausbeutung und Analphabetentum, über Unfreiheit und krassen Materialismus – und über die Chance, die in der Bildung liegt.

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Ist das Freiheit?

Ist das Freiheit?

 

 

Carlos ist eines von rund 40 Millionen Kindern, die allein in den Straßen der lateinamerikanischen Städte leben, weil sie kein Zuhause haben. Viele von ihnen haben zwar noch Eltern, aber diese sind so arm, dass sie nicht für ihre Kinder sorgen können. Seit fünf Jahren verdient sich Carlos seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer. Es war für ihn nicht immer leicht, zu überleben.

 

Das größte Problem für mich ist das Schlafen. Es ist gar nicht so einfach, einen sicheren Platz zu finden, wo man in Ruhe gelassen wird. Ich will mich keiner Bande anschließen und zu stehlen anfangen — das hat einfach keine Zukunft. Aber weil ich bei keiner Bande bin, habe ich auch niemanden, der mich beschützt. Und manchmal ist es schrecklich, auf der ganzen Welt keinen Menschen zu haben, der einen gernhat. Man muss wirklich stark sein, um das auszuhalten.

An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass mich alle Menschen hassen. Sie schauen mich wütend an, wenn ich frage „Schuheputzen?“ Manche beschimpfen mich auch, weil ich schmutzig bin. Weiterlesen

Kindersklaverei – eine Realität

17. April. 2001
Aus unbekannter Zeitung

COTONOU. Ein seit Donnerstag im Golf von Guinea vermisstes Schiff mit Kindersklaven an Bord ist wieder aufgetaucht. (…)

Die Bucht von Guinea ist wegen ihres schwül-heißen Klimas berüchtigt, und unter den Missionaren galt sie früher als „Grab des weißen Mannes“, weil hier viele durch tropischen Krankheiten starben. In den letzten Tagen ist die Bucht von Guinea Schauplatz der Odyssee eines Schiffes mit Kinderarbeitern, die vom bettelarmen Staate Benin in die wohlhabenderen Länder Kamerun und Gabun verschickt werden sollten.

Das mysteriöse Schiff unter nigerianischer Flagge namens Etireno war zuletzt am Donnerstag in Douala in Kamerun gesehen und von der Hafenbehörde abgewiesen worden, danach fehlte jede Spur von ihm. Bei Hilfsorganisationen wurde die Sorge laut, der Kapitän könne sich auf hoher See seiner Passagiere entledigen. Der moderne Sklavenhandel ist zumindest theoretisch strafbar. Weiterlesen