Archiv der Kategorie: Tiere

Peter und Luna

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Peter und Luna A4 PDF

Peter bedeutete Stein, aber er hatte den Kopf ständig in den Wolken.

Luna bedeutete Mond, aber sie sah aus wie ein Stein.

Seit er in einem Buch gelesen hatte, dass der Mond ein großer Stein war, der am Himmel schwebt, war Peter wie verzaubert. Weiterlesen

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Ein Zuhause für Charley

 

 

An jenem Abend schneite es und Charley wollte, dass ich ihn den Arm nehme.

Darum trug ich ihn den ganzen Heimweg.

Ich hatte ihn in meine alte, weiche, blaue Babydecke gewickelt. Er war neu bei uns und ich passte genau auf, wo ich hintrat, damit ich nicht im Schnee ausrutschte. Gleichzeitig dachte ich über den Namen nach, den ich für ihn ausgesucht hatte. Charley. Charley Andersen. Ich heiße Henry. Henry Andersen.

»Hier ist dein Zuhause«, erklärte ich Charley bei unserer Ankunft und zeigte ihm alle Zimmer, auch mein eigenes.

Ich zeigte ihm mein Bett und den Platz, an dem meine Mutter die Geschenke am Tag vor meinem Geburtstag versteckt. »Dies ist dein Zuhause, Charley.« Das wiederholte ich mehrmals, damit Charley wusste, dass er daheim war. Weiterlesen

Der blaue Stuhl

Der blaue Stuhl – PDF

Eines Tages gingen Herr Klops und Herr Schwärzlich in der Wüste spazieren.
»Nicht viel los hier«, sagte Herr Schwärzlich.
»Irgendwie wüstenmäßig«, knurrte Herr Klops, der es immer sehr genau nahm.
»Ah! Da ist was!«, sagte Herr Schwärzlich und deutete auf einen blauen Fleck in der Ferne.
Sie kamen näher und sahen einen Stuhl.
»Ein Stuhl«, sagte Herr Schwärzlich.
»Ein blauer Stuhl«, sagte Herr Klops… und setzte sich sogleich unter den Stuhl.
»Ich mag Stühle«, sagte er, »man kann sich darunter verstecken.« Weiterlesen

Die Maus

img856Die kleine Maus

Von nun an ritt der kleine Engel schnurstracks dem großen Stern entgegen, der über dem Haus stand, in dem das Christkind wohnte.

Deshalb ritt er fast immer nachts, weil die Sterne von der Erde aus nachts besser zu sehen sind. Weiterlesen

Der Elefant

eDer kleine Engel, der Esel und Noahs Taube wanderten weiter. Es waren nur noch sechs Tage bis Weihnachten. Sie mussten sich beeilen. Der heilige Petrus hatte die Adresse des Christkinds auf einen Zettel geschrieben. Den Zettel hatte er Hatschi gegeben und der hatte ihn in die Hosentasche gesteckt. Um sicher zu sein, dass sie sich auf dem richtigen Weg befanden, wollte er auf den Zettel schauen. Doch da stellte er fest, dass er ihn verloren hatte.

»Um Himmels willen! Was mach ich jetzt bloß?«, rief er erschrocken. Doch der Esel und Noahs Taube wussten es auch nicht. Weiterlesen

Die Gänseliesl

Die Gänseliesl PDF
img872 - Cópia

Am Rande des nächsten Dorfes traf Hatschi ein Mädchen inmitten einer Herde schnatternder Gänse.
»Das ist die Gänseliesl«, flüsterte ihm der Esel ins Ohr.
Das Mädchen weinte.
»Warum weinst du?«, fragte der kleine Engel.
»Weil das Christkind in zwei Wochen Geburtstag hat«, schluchzte das Mädchen.
»Aber das ist doch kein Grund zum Weinen. Es soll ein fröhliches Fest werden. Alle Menschen versuchen sich gegenseitig Freude zu bereiten. Alle sind lieb zueinander.«
»Das ist es ja gerade«, sagte das Mädchen. Weiterlesen

Der seltsame Zweig

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Die kleine Meise wundert sich. Sie hat scharfe Augen. Saß da nicht eben eine Raupe am Birnbaum? Kroch langsam den Zweig hinauf? Natürlich, die kleine Meise hat es genau gesehen.
Aber auch die kleine Spannerraupe hat die Meise gesehen. Die kleine dicke Raupe will einmal ein Schmetterling werden. Sie hat noch viel vor. Sie muss noch sehr wachsen. Die Meise darf sie nicht verschlucken.
Gefahr! Die kleine Raupe spürt es sofort.
Sie klammert sich mit den Hinterbeinen fest an den Ast. Dann richtet sie den Leib starr auf und streckt ihn aus. So sieht sie wie ein kleiner brauner Zweig aus.
Die Raupe ist ein Zweig geworden, ein braunes Ästchen. Die kleine Meise guckt. Sie wartet. Nichts rührt sich. Die kleine Raupe bleibt starr und steif.
Die Meise schilpt, schließlich fliegt sie davon. Zweige! Nein, das ist kein gutes Futter. Zweige sind viel zu hart.
Die kleine Raupe rollt sich wieder zusammen und kriecht weiter den Ast hinauf. Sie will ein Schmetterling werden. Und sie kann gut Theaterspielen. Eine schlaue kleine Raupe.

Lisa-Marie Blum

Bitte, nimm mich in die Arme

Bitte, nimm mich in die Arme – John A. Rowe

Am einen Ende war Elvis, der Igel, borstig wie eine Scheuerbürste. Am anderen war er so stachlig wie ein Kaktus. Der kleine Elvis wünschte sich nichts sehnlicher, als in die Arme genommen zu werden. Weiterlesen

Frau Bund und Hund

Frau Bund und Hund PDF

Es ist ein sonniger und warmer Tag. Frau Bund und ihr Hund sind nicht im Park, im Bad oder im Wald. Sie sind in ihrer Wohnung.

Wie an jedem anderen Tag auch.

Frau Bund mag nämlich keine Leute treffen. Vor allem keine Nachbarn. Da muss sie grüßen, neugierige Fragen beantworten und sich anstarren lassen. Das kann Frau Bund nicht leiden.

Dem Hund Bodo ist das recht so. Er will nicht auf schmutzigen und stinkenden Straßen umherrennen. Oder noch schlimmer, sich auf ungepflegten Wiesen Flöhe einfangen. Weiterlesen

Der Laubfrosch

frosch

Ich hab einen Laubfrosch,
dem füttre ich jeden Tag Fliegen.
Die braucht er,
ist doch klar,
ist doch’n Laubfrosch.

Bisher
hab ich mir nichts bei gedacht.
Aber gestern
kam Tante Reinhild.
Die sagt, ich bin grausam.
Und wenn sie ein Kind hätt,
dem tat sie verbieten,
Fliegen zu fangen
für einen Mörderfrosch.

Was nu?
Soll ich ihn weiter füttern?
Oder soll ich ihn einfach
verhungern lassen?

~Tilde Michels

 

Laubfrosch

Die Geschichte vom Weihnachtsbraten

Einmal fand ein Mann am Strand eine Gans.

Tags zuvor hatte der Novembersturm getobt. Sicher war sie zu weit hinausgeschwommen, dann abgetrieben und von den Wellen wieder an Land geworfen worden.

In der Nähe hatte niemand Gänse. Es war eine richtige weiße Hausgans. Weiterlesen

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam – ein Briefwechsel zwischen Joschi und dem Weihnachtsmann

Wie Joschi zu seinem Meerschweinchen kam

Roswitha Fröhlich

Seit er sechs Jahre alt war, wünschte sich Joschi ein Meerschweinchen. Aber jedes Mal, wenn er davon anfing, sagte seine Mutter: »Meerschweinchen stinken«, oder: »Meerschweinchen gehören in den Kleintierzoo«, oder: »Was soll das arme Tier in unserer Vierzimmerwohnung?«, und lauter solche Sachen.

In diesem Jahr hatte Joschi sich geschworen, dass sein Wunsch endlich in Erfüllung gehen müsse. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze – Slideshare

Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel, in Liebe, vom Weihnachtsmann

Aufgeregt und doch ganz vorsichtig öffnete der kleine Igel das Päckchen. Was war das?

Leb wohl, lieber Dachs

 

Der Dachs war verlässlich, zuverlässig und immer hilfsbereit. Er war auch schon sehr alt, und er wusste fast alles. Der Dachs war so alt, dass er wusste, er würde bald sterben.

Der Dachs fürchtete sich nicht vor dem Tod. Sterben bedeutete nur, dass er seinen Körper zurückließ. Und da sein Körper nicht mehr so wollte wie in früheren Tagen, machte es dem Dachs nicht allzu viel aus, ihn zurückzulassen. Seine einzige Sorge war, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen würden. Er hatte sie schon vorbereitet und ihnen gesagt, irgendeinmal würde er durch den Langen Tunnel gehen. Er hoffe, sie würden nicht zu traurig sein, wenn seine Zeit gekommen war. Weiterlesen

Das Häschen

Das Häschen

Der kleine Engel ritt durch die Berge.

Er hatte seine Flügel unter seiner Jacke versteckt, weil er nicht gleich erkannt werden wollte.

Er ritt durch tiefe Schluchten, über felsige Hänge und Pässe. Bald kamen sie in ein fruchtbares Land. Äcker und Wiesen gab es da, Wälder und Seen. Weiterlesen

6. Dez. – Die Legende von Nikolaus und Jonas mit der Taube

Schon viele Monate brannte die Sonne Tag für Tag auf die Erde. Das Gras färbte sich braun und raschelte dürr im Wind. Auf den Feldern verdorrte das Korn. Selbst an den großen Bäumen begann das Laub zu welken. Keine Wolke zeigte sich am Himmel. Es wollte und wollte nicht regnen. Die Wasserstellen waren längst ausgetrocknet. Nur die tiefsten Brunnen spendeten noch Wasser. Die Frauen schöpften daraus. In Krügen trugen sie das kostbare Wasser auf ihren Köpfen heim. Die Tiere fanden nicht ein grünes Kraut. Auch die Menschen litten Hunger. Über das ganze Land verbreitete sich eine Hungersnot.

In der Stadt Myra waren die Vorratskammern längst leer. Selbst für viel Geld gab es keinen Bissen mehr zu kaufen. Die Kinder weinten und schrien nach Brot. Doch die Mütter konnten ihnen nicht einmal eine harte Kruste geben. Weiterlesen

Meine Oma fand immer eine Lösung

Ich schaute in Istanbul aus dem Fenster meines Hotels. Wunderbar funkelte das Wasser des Bosporus in der Morgensonne und viele kleine und einige große Schiffe pflügten ihre Spuren in das Wasser. Aber nicht dieses Schauspiel war es, das mich fesselte, sondern ein graues, unansehnliches Haus auf der anderen Straßenseite genau dem Hotel gegenüber zog meine Blicke an. Es hatte zehn Stockwerke oder mehr und hätte in seinem schmutzigen Kleid auch in jeder anderen Großstadt der Welt seinen Platz haben können. Aber dann öffnete sich im obersten Stockwerk gleich unter dem Flachdach ein Fenster und… Aber das alles muss von Anfang an erzählt werden. Und der Beginn dieser Geschichte liegt schon mehr als hundert Jahre zurück. Weiterlesen

Ein Bär auf der Jagd

Ein Bär auf der Jagd

Es ist kein Märchen: Es war einmal ein Bärchen, dem fehlten auf dem Kopfe Härchen.

Im Ernst: Als der Bär auf die Welt kam, hatte er ein wunderschönes Fell, um und um, nur oben, auf dem höchsten Hügel des Kopfes, war ein nackter, kreisrunder Fleck. »Herrje, eine Glatze!«, sagte der Vater. »Das Haar wird bestimmt noch wachsen, es hat ja noch Zeit«. Aber es wuchs nicht, auch mit der Zeit nicht. Weiterlesen

Ich dachte, du bist mein Freund – Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen

Ich dachte

Ich dachte, du bist mein Freund

Das ist der kleine Bär. Er ist ein niedliches kleines Bärenkind. Er hat ein wunderbar kuscheliges Fell und samtige, weiche Tatzen.
Der kleine Bär spielt gern mit seinen Spielsachen.

Der kleine Bär spielt auch gern it seinem Freund, dem großen Wolf.
Der große Wolf mag den kleinen Bären ganz besonders gern.
So gern, dass er mit ihm kuschelt. Er schmust mit dem kleinen Bären und streichelt sein weiches Fell. Weiterlesen

Thomas und sein toller Zoo

Thomas und sein toller Zoo

Thomas will Tierpfleger werden. Er war mit Onkel Alfred im Tierpark. Dort hat es ihm gut gefallen. Von diesem Tag an weiß es Thomas genau: Er will Tierpfleger werden.

Tierpfleger ist ein herrlicher Beruf. Ein Tierpfleger kann Löwen füttern und den Seehunden Fische ins Maul werfen. Er muss die Kamele bürsten und darf Kaninchen streicheln.

Wenn der Tierpfleger es will, dann reitet er sogar auf einem Pony.

Thomas möchte sehr gern bürsten, füttern und reiten. Vor allem aber träumt er davon, ein Kaninchen zu streicheln. Ein schneeweißes Kaninchen soll es sein, weiß das Fell und rot die Augen.

»Ein Tierpfleger muss Mist fahren, Ställe scheuern und Stroh schleppen«, sagt Onkel Alfred. Weiterlesen

Der kleine Igel und die rote Mütze – ein Geschenk vom Weihnachtsmann

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Der kleine Igel und die rote Mütze – PDF

Eiskalt pfiff der Wind über das verschneite Tal und wirbelte die Blätterdecke auf, unter der sich der kleine Igel eingekuschelt hatte.

Nun erwachte er aus seinem tiefen Winterschlaf und fror erbärmlich. Ihm war so kalt, dass er nicht wieder einschlafen konnte.

Doch plötzlich fiel etwas vom Himmel …

… PLUMPS

… und landete direkt vor den Pfötchen des kleinen Igels. Es war ein bunt eingewickeltes Päckchen. Auf dem Anhänger stand:

Für den kleinen Igel,
in Liebe,
vom Weihnachtsmann Weiterlesen

Andis Vater und die Befreiungsaktion

Andis VaterAndis Vater

Es war schon merkwürdig. Alle drei Freunde Andis hatten bekannte Väter.

Alexanders Vater war Chirurg. Einer von den Ärzten, zu denen reiche und bedeutende Leute kamen, um sich den Blinddarm herausnehmen zu lassen.

Raffaels Vater spielte Geige. Aber nicht nur so zum Vergnügen. Er gab überall in der Welt Konzerte und war ziemlich berühmt.

Ginos Vater war Film-Regisseur. „Er sagt den Schauspielern, was sie tun sollen“, erklärte Gino den Beruf seines Vaters mit beiläufigem Stolz.

Andis Vater war Verkäufer in einem Geschäft für Herrenmoden. Er war ziemlich klein, trug eine goldgefasste Brille und war gar nicht berühmt. Andi sah ihn nur am Wochenende, weil seine Eltern geschieden waren. Wenn seine Freunde über ihre Väter redeten, blieb Andi still. Was hätte er auch sagen sollen? „Letzten Dienstag hat mein Vater einen grauen Flanell-Anzug verkauft“? Weiterlesen

Die Geschichte von der Kuh Gloria

Die Geschichte von der Kuh Gloria

Die Kuh Gloria war schon als Kind dicker als alle anderen Kühe. Und das steigerte sich noch, je älter sie wurde. Ihre Lippen waren fleischig, ihre Nase breit, der Kopf war riesig wie ein Kürbis, eigentlich noch größer, und dazu hatte sie sehr starke Beine, einen dicken Bauch, grobe, borstige Haare und plumpe Füße.

Weil es keine Kleider in ihrer Größe zu kaufen gab, musste sie alles selber nähen, und das tat sie ohne guten Geschmack und ohne großes Geschick. Darum sah sie auch in ihren handgeschneiderten Kleidern noch mässiger aus, als sie in Wirklichkeit war. Sie hatte einen Gang wie ein Trampeltier, und wenn sie sprach, klang es, als ob man in ein leeres Regenfass brüllte. Weiterlesen

Renn, Rolfi, renn!

»Wie lange noch?«, fragte Laura und öffnete das vierte Türchen ihres Adventskalenders. Auf dem Bild war eine Schildkröte zu sehen. Laura lächelte und schlüpfte in ihr Bett.
»Wie oft muss ich noch schlafen?«, fragte Laura und kuschelte sich in ihre Kissen.
»Bis es Weihnachten ist, musst du noch zwanzigmal schlafen«, sagte Lauras Mutter.
»Was?«, schrie Laura. »So lange kann ich nicht warten.«
Lauras Mutter lachte.
»Warte mal ab«, sagte sie. »Ich erzähle dir eine Geschichte, dann vergeht die Zeit wie von selbst.«
Und Lauras Mutter begann zu erzählen.

Es war einmal ein Mädchen, das hieß Laura. Laura konnte nicht gut warten. Eines Tages war es wieder so weit. Das große Schildkrötenrennen auf dem Weihnachtsmarkt sollte stattfinden. Während die anderen Schildkröten ihren Winterschlaf hielten, durften die jüngsten Schildkröten zeigen, was sie konnten. Weiterlesen

Keks

Keks

Keks, der Kater, kam eines Tages von seinem täglichen Lauf und setze sich an den Frühstückstisch. Er schlug die Zeitung der Jobsanzeigenseite.

»Heute suche ich mir einen Job«, entschloss er sich.

Lagerwächter gesucht: Muss gross, stark und schön böse sein.

»Dieser interessiert mich« dachte Keks. »Ich bin ein großer und recht starker Kater. Und wenn ich will, dann kann ich richtig böse sein.« Er zog noch ein paar Kleidungsstücke an, um noch stärker zu wirken und ging in das Lager. Weiterlesen

Lieber Mister Greenpeace

Lieber Mister Greenpeace

Ich habe Wale sehr gerne, und ich habe heute sogar einen Wal in unserem Gartenteich gesehen! Schicke mir doch bitte Walinformationen, damit es ihm dort auch gutgeht!

Alles Liebe                                  Anne

*

LIEBE ANNE,

beiliegend habe ich Dir einige Informationen über Wale geschickt. Ich glaube allerdings nicht, dass du einen Wal in Eurem Gartenteich gesehen haben kannst.
Wale leben nicht in Teichen, sie können nur im Meer, im Salzwasser leben.

Hochachtungsvoll
GREENPEACE

*

Lieber Mister Greenpeace Weiterlesen

Das Schaf, das nicht über den Zaun springen wollte

Das Schaf, das nicht über den Zaun springen wollte

Eines Abends konnte die kleine Hannah nicht einschlafen. Sie drehte sich hin und her, aber nichts half. Schließlich rief sie laut nach ihrer Mama. Die setzte sich zu ihr und sagte: „Nicht einschlafen zu können ist gar nicht schlimm. In so einem Fall sollte man Schlaf-Schafe zählen.“

„Schlaf-Schafe?“, fragte Hannah verwundert. „Schlaf-Schafe wohnen auf der Schlummerwiese“, erklärte Mama, „und die ist auf Traumsand gewachsen. Dort steht ein sehr langer Zaun. Und immer, wenn ein Schaf darüberspringt, wirbelt es etwas Traumsand hoch. Dieser Sand macht müde und so kommt es, dass man beim Schlaf-Schafe-Zählen einschläft.“ Weiterlesen

Der durstige Elefant

Der durstige Elefant

In einem südlichen, heißen Land lebten mehrere Mäusefamilien in einem großen Haus. Es war das einzige Haus im Umkreis von vielen Kilometern. Die Gegend rundherum war karg und trocken. Es wuchsen nur wenige Bäume dort, dafür aber umso mehr Disteln. Es war ein unwirtliches Land. Auch gab es viele gefährliche Tiere in den Bergen und sogar Räuberbanden, die von Zeit zu Zeit Dörfer und einzeln stehende Häuser überfielen. Doch das Haus der Mäuse hatte dicke Mauern und eine starke Eichentür und sie fühlten sich dahinter sicher.

Eines Tages bekamen die Mäuse von einem Vogel die Nachricht, dass die Räuberbande des gefürchteten roten Wolfs im Anmarsch sei. Weiterlesen

Die Farben des Herbstes

Die Farben des Herbstes

Die Malerin Rosa Maus malte fast alle ihre Bilder im Atelier. Nur im Herbst verließ sie ihr Atelier, um auch im Freien zu malen. Der Herbst war Rosas liebste Jahreszeit. Da gab es so viele überraschende Farbschattierungen in der Landschaft.

Nun, eines schönen Tages im November packte die Malerin Leinwand, Staffelei und Farben zusammen und wanderte zu einem stillen Gebirgssee in der Nähe ihres Hauses. Sie kannte dort einen schönen, ebenen Platz auf einem Felsen, von dem aus sie den gesamten See mit den Wäldern und Bergen im Hintergrund überblicken konnte. Dort stellte sie ihre Staffelei mit der Leinwand auf und begann mit großzügigen Pinselstrichen zu malen. Weiterlesen

Die Altwarenhändler

Die Altwarenhändler

Waldemar Graubär handelte mit Altwaren. Auf fünf Inseln betrieb er seine Geschäfte. Waldemar hatte ein Segelboot, damit fuhr er von Insel zu Insel und kaufte allen alten Plunder zusammen, den er kriegen konnte. Oft bekam er bei Entrümpelungen auch ganze Bootsladungen geschenkt. Manchmal waren gute Stücke darunter, aber der Großteil dieser Gegenstände war nicht viel wert.

Der Bär hätte einen Geschäftsteilhaber, einen Partner – ein Schnabeltier, Fedor mit Namen. Fedor half Waldemar beim Verladen des Gerumpels und auf See war er der Steuermann des Bootes. Einmal im Monat Weiterlesen

Dr. Rabe

Dr. Rabe

Dr. Rabe hatte an diesen feuchtkalten, windigen Herbsttagen viel zu tun.

Viele Bewohner des Landstrichs waren krank geworden. Dr. Rabe eilte den ganzen Tag und oft bis in die Nacht hinein von Patient zu Patient, verteilte seine Arzneien und gab nützliche Ratschläge. Die Eule litt unter Kopfschmerzen, der alte Igel hatte in seiner feuchten Laubhöhle einen starken Husten bekommen, das Wildschwein klagte über Kreuzschmerzen und der Hase hatte Ohrensausen. Es hatte den Anschein, als ob sämtliche Bewohner des Landes krank geworden seien. Aber Dr. Rabe Weiterlesen

Der Skiflieger

Der Skiflieger

Es war im tiefsten Winter. Überall lag hoher Schnee und oben im Gebirge pfiff ein eisiger Wind um das Häuschen der Katze Caterina. Sie hatte in ihrem Kohleofen gut eingeheizt und in den Zimmern war es mollig warm. Am liebsten saß Caterina am Fenster, um die atemberaubende Aussicht genießen zu können.

Caterinas Häuschen stand nämlich dicht an einem Felsbruch und sie konnte weit in das flache Land hineinsehen. Einmal besuchte sie Benno, der Bär. Er hatte Caterina ein Glas Honig mitgebracht und nun saß er neben ihr am Fenster. »Also, dieser tiefe Abgrund – ehrlich gesagt, mich gruselt es!«, sagte er. »Der Ausblick ist zwar traumhaft schön, aber ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Haus auf Dauer wohl fühlen könnte. Hast du keine Angst, dass dich eines Tages ein Sturm samt dem Häuschen davonwehen könnte, Cati?« Weiterlesen

Das Hängebrückengebirge – Erwin Moser

Das Hängebrückengebirge

Der kleine, abenteuerlustige Elefant namens Winzig wanderte ganz allein durch die Welt. Immer war er auf der Suche nach interessanten Erlebnissen und aufregenden Abenteuern. Vor zwei Monaten hatte er das Land der Vulkane und der wilden Nashörner durchquert, dann war er in eine große Stadt gekommen, wo er eine Zeit lang beim Zirkus gearbeitet hatte. Da Winzig absolut schwindelfrei war, hatte er bei einer Pferdenummer mitgemacht. Weiterlesen

Das Grammophon im Wald

Das Grammophon im Wald

Eines Tages fanden zwei Mäuse auf der Waldlichtung nahe beim See ein blaues Sofa und ein komisches Gerät. Einen Holzkasten mit einem golden glänzenden Metalltrichter darauf.

Was war denn das für ein Ding? Wozu sollte das gut sein? Und wem gehörte es?

Die Mäuse blickten um sich und schnupperten, aber es war niemand zu sehen und zu riechen. Das fremdartige Ding sah irgendwie lustig aus. Die Mäuse kamen näher und betasteten es überall. An der einen Seite des Kastens entdeckte die graue Maus eine kleine Kurbel. Sie drehte an der Kurbel und plötzlich begann sich die Platte auf dem Kasten ebenfalls zu drehen und aus dem Trichter scholl eine laute menschliche Stimme. Die zwei Mäuse schrien auf und rannten davon. Sie liefen tief in den Wald hinein, bis die Stimme aus dem Trichter nur noch leise zu hören war. Nun merkten die Mäuse erst, Weiterlesen

Das Findelkind – Erwin Moser

Das Findelkind

Als eines Morgens Otfried und Zita, die beiden Fischerkatzen, ihr Häuschen verlassen wollten, erlebten sie eine riesige Überraschung! Jemand hatte einen Korb mit einem kleinen Elefantenkind vor ihrer Haustür abgestellt! Einige Sekunden lang waren die beiden Katzen sprachlos. Da wachte der kleine Elefant auf und begann zu weinen. Weiterlesen