Annapurna, meine Mutter ist eine Göttin – Geschichte aus Indien

Annapurna, meine Mutter ist eine Göttin

Veena lebt in Bombay. Bombay ist eine große Stadt in Indien und liegt direkt am Meer.

Das Haus, in dem Veena wohnt, ist nur eine Baracke mit einem langen Flur und vielen Räumen. Jeder Raum ist fünf kleine Schritte lang und drei große Schritte breit. Damit Veenas Familie mehr Platz hat, hat Veenas Vater aus Brettern eine Zwischendecke eingezogen. Auf den Brettern hat er Matten ausgebreitet. Auf diesen Matten schlafen Veena, ihre Brüder und Schwestern und ihre Eltern.

Veena hat zwei Brüder und drei Schwestern. Die Brüder heißen Shivaji und Goga, die Schwestern Shaya, Najma und Rukminidevi. Aber Rukminidevi ist noch ein Baby und wird von allen nur Ruki gerufen.

Quer durch den Raum ist ein Seil gespannt, auf dem trocknet Veenas Mutter die Wäsche. Einen Schrank gibt es nicht. Dafür hängen an den Wänden viele Henkeltöpfe, Kellen, Pfannen und andere Töpfe. Unter dem Fenster stehen zwei große Kocher, daneben zwei hölzerne Regale mit vielen Gewürzen, Trockengemüse und Trockenfisch. Die Säcke mit dem Reis, den Linsen und dem Getreide lehnen neben den Regalen. Alles ist sehr ordentlich und sehr sauber, denn Veenas Mutter ist eine Annapurna und braucht alle diese Dinge zum Kochen.

Veena ist stolz auf ihre Mutter. Eine Annapurna zu sein, heißt ja nicht nur, Köchin zu sein. Es heißt auch, eine Göttin zu sein.

Es gibt viele Annapurnas wie Veenas Mutter. Sie kochen für die Textilarbeiter, die in Herrn Madanis Fabrik arbeiten.

Veena kann nicht lesen oder schreiben, obwohl sie schon neun Jahre alt ist. Sie kann ja nicht zur Schule gehen. Ihre Schwester Shaya und sie müssen der Mutter helfen. Gemüse putzen, Gewürze mahlen und Reis oder Linsen waschen, das können sie schon.

Jeden Tag um die Mittagszeit nehmen die Mutter und Veena die Säcke und Körbe und gehen auf den Basar. Dann ist es fast immer sehr heiß, und die Händler auf dem Basar dösen im Schatten ihrer Geschäfte, Stände, Karren und Tische vor sich hin. Aber zu einer anderen Zeit kann die Mutter nicht einkaufen gehen.

Meistens kaufen sie sehr viel ein: Trockenfisch, Gemüse, Weizen, Öl, Fleisch und manchmal auch frischen Fisch. Die frischen Fische mag Veena nicht, die stinken ihr zu sehr. Außerdem sind die frischen Fische immer voller Fliegenschwärme. Hebt die Mutter einen Fisch hoch, um zu sehen, ob er wirklich frisch ist, steigen die Schwärme in die Luft auf. Und jedes Mal versuchen ein paar Fliegen, sich in Veenas Gesicht niederzulassen.

Sie wedelt sie fort, aber die Fliegen sind hartnäckig, kommen immer wieder.

Zum Glück kauft die Mutter nur selten frischen Fisch, Trockenfisch ist viel billiger und hält länger.

Die meisten Händler kennt die Mutter schon lange. Sie nennt ihre Namen, wenn sie sie begrüßt. Und die Händler kennen die Mutter auch und sind höflich zu ihr. Jedenfalls solange die Mutter nur guckt und auswählt. Wenn sie nach dem Preis fragt, werden die Händler ernst. Dann geht die Feilscherei los, und manchmal dauert es sehr lange.

Doch die Mutter geht nie weg, bevor sie keinen guten Preis erzielt hat. Manche Händler tun dann, als müssten sie vor Kummer weinen. Andere schimpfen der Mutter hinterher: »Warte nur, Kirrisushi! Das nächste Mal betrügst du mich nicht.« Aber wenn die Mutter das nächste Mal kommt, sind sie genauso höflich wie zuvor.

Die Mutter weiß das und lächelt darüber. »Was ist ein Händler ohne Käufer?« hat sie mal zu Veena gesagt. »Ein Nichts ist er. Wir brauchen ihn, und er braucht uns.«

Wenn Veena mit der Mutter auf dem Basar ist, geht sie immer nur still neben ihr her. Auf dem Basar sind so viele Menschen. Sie stoßen sich gegenseitig die Ellenbogen in die Seiten, treten sich auf die Füße und tun sehr wichtig. Sie kommt sich dann sehr unbedeutend vor.

Den Lärm auf dem Basar aber mag Veena. Das ist ein ganz anderer Lärm als der in den Fabrikhallen. Manche Händler preisen ihre Waren mit sehr lustigen Sprüchen an, andere schwören bei allen Göttern, dass ihre Ware die frischeste ist – obwohl jeder sehen kann, dass ihre Bananen schon sehr braun sind oder die Äpfel Druckstellen haben.

Untermalt werden die Rufe der Händler durch das blecherne Quäken der Transistorradios. Jeder Händler hat einen anderen Sender eingestellt, alles geht durcheinander und erzeugt so einen großen Musikmischmasch. Trotzdem gelingt es Veena fast jedes Mal, eine Melodie aufzuschnappen, die ihr besonders gut gefällt und sich in ihrem Kopf festsetzt. Die summt sie dann leise vor sich hin. Die ganze Zeit über und auch, wenn die Mutter und sie sich schon längst auf den Heimweg gemacht haben und jede auf dem Kopf einen Sack und in den Händen rechts und links einen Korb trägt. Mit der Musik im Kopf vergisst sie die Schwere der Last; mit einer schönen Melodie im Kopf kann sie sich einen ganzen Nachmittag lang freuen.

Heute hat sie eine besondere schöne Melodie gehört. Ein Flötenspieler hat sie gespielt. Mitten zwischen zwei Ständen hatte er gesessen. Rechts von ihm machte ein kleines Radio Musik und links von ihm auch. Er aber spielte unentwegt seine wehmütige Melodie.

Auch der Mutter hat diese Melodie gefallen. Sie war ein Weilchen stehen geblieben, um zuzuhören. Das tut sie sonst nie. Und nun stimmt sie sogar in Veenas Gesumme ein. Und als Veena überrascht aufschaut, sagt sie: »Ich habe die Melodie schon mal gehört. Ich glaube, in meiner Kindheit.«

Veena kann sich nicht vorstellen, dass die Mutter auch einmal Kind war. Doch natürlich muss sie eines gewesen sein. Ob sie aber ihr ähnlichgesehen hat? Oder ob sie mehr wie Shaya ausgesehen hat?

Gerade als Veena das denkt, hört sie auf einmal laute Rufe hinter sich: »Du Dieb! Bleib stehen!« Und: »Da! Da ist er. Da läuft er.«

Sie fährt herum – und erschrickt: Goga! Er drängelt sich durch die Menschen hindurch, sieht nichts links, nichts rechts und ist schon im Gewühl verschwunden. Zwei, drei Händler laufen ihm nach, erwischen ihn aber nicht.

Auch die Mutter hat die Rufe gehört und Goga gesehen. Eben hatte sie noch gelächelt und leise mitgesummt, nun sieht sie plötzlich sehr müde aus.

Den ganzen Rückweg über wagt Veena nichts zu sagen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Goga gestohlen hat. Die Mutter schimpft deswegen oft mit ihm, Goga aber tut es immer wieder.

Zurück in der Baracke stellt die Mutter als erstes die Körbe ab und nimmt den Sack vom Kopf. Gleich danach winkt sie Shaya heran. »Hast du Goga gesehen?«

Shaya hat den Bruder nicht gesehen. Sie hat überhaupt nichts gesehen, hat Mutters Abwesenheit benutzt, um noch ein bisschen zu schlafen. Veena sieht es an ihrem verquollenen Gesicht und den mürrischen Augen.

Die Mutter fragt auch den Vater nach Goga. Aber der Vater hat ihn ebenfalls nicht gesehen. Er hatte die ganze Zeit nur auf seiner Matte gelegen, und im Haus war Goga nicht gewesen. Jedenfalls hatte er ihn nicht gehört. Und Najma hatte auf Ruki aufgepasst. Das ist Arbeit genug. Ruki ist so wild, Najma darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen.

Die Mutter gibt keine Ruhe. Sie läuft wieder hinaus und fragt die Jungen vor den Baracken. Doch auch die Jungen haben Goga seit dem frühen Morgen nicht mehr gesehen. Nicht mal Shivaji weiß, wo der Bruder sein könnte.

Veena steht neben der Mutter und hört ihre besorgten Fragen mit an. Die Mutter sagt nicht, dass Goga auf dem Basar gestohlen hat. Sie will nicht, dass es sich herumspricht. Aber sie nimmt es Shivaji übel, dass er nicht weiß, was Goga tut. Shivaji ist sechzehn, Goga vierzehn Jahre alt. Shivaji sollte sich mehr um Goga kümmern.

Shivaji verzieht das Gesicht. Seine Freunde und er spielen gerade das Spucknapf-Spiel, er will nicht gestört werden.

Die Mutter läuft in die Baracke zurück. Veena bleibt noch ein bisschen hocken und schaut den Jungen zu. Sie haben eine Blechdose vor sich hingestellt und spucken hinein. Wer danebentrifft, muss ausscheiden. Alle Jungen, die getroffen haben, machen einen Schritt zurück und spucken erneut um die Wette.

Es dauert lange, bis nur noch zwei Jungen übriggeblieben sind. Einer davon ist Shivaji. Er beugt sich weit vor, denn nun ist der Abstand zur Dose schon sehr groß – aber er trifft. Der andere Junge trifft nicht. Shivaji hat gewonnen. Er geht von einem der Jungen zum anderen und bekommt von jedem ein kleines Geldstück in die Hand gedrückt. Dann geht das Spiel von vorne los.

Veena schaut sich nach Goga um, doch er ist immer noch nirgends zu sehen.

Sie hat zwei sehr unterschiedliche Brüder. Goga ist ein Herumtreiber, der ständig irgendeinen Unfug anstellt, Shivaji bleibt lieber zu Hause und gewinnt den anderen ein bisschen Geld ab. Ob er so tüchtig ist, weil er nach Gott Shiva benannt wurde? Veena seufzt. Manchmal möchte sie den Brüdern sagen, dass sie Mutter nicht so viel Sorgen machen sollen. Aber natürlich darf sie das nicht. Sie ist ja nur ein Mädchen, wird eines Tages fortverheiratet. Shivaji und Goga bleiben bei den Eltern und werden sie eines Tages ernähren.

»Veeeena!«

Die Mutter! Schnell steht Veena auf und läuft zur Mutter hin. Und dann muss sie Kräuter schneiden, Reis waschen und Gewürze mahlen. Da ist zum Nachdenken nicht mehr viel Zeit.

Goga taucht erst am Abend wieder auf. Er weiß nicht, dass die Mutter und Veena ihn gesehen haben. In seinem Mundwinkel steckt eine Zigarette. Er grinst über das ganze Gesicht und sieht sehr zufrieden aus.
Die Mutter hat dem Vater nichts von dem Diebstahl gesagt. Nur Veena weiß Bescheid. Und weil die Mutter immer noch nicht will, dass der Vater von dem Diebstahl erfährt, macht sie Goga keine Vorwürfe, gibt ihm nur seine Reisportion. Allein ihr Blick verrät sie.

Goga bemerkt den Blick, und sein Grinsen erlischt. »Ist was?« fragt er leise.

Die Mutter schweigt weiter. Erst als Goga aufgegessen hat, winkt sie ihn vor die Baracke.

Veena läuft ihnen nach. Sie hat gesehen, was Goga getan hat, nun will sie auch wissen, was die Mutter zu ihm sagt.

Es ist dunkel vor der Hütte. Veena hockt sich neben die Abfalltonne und schaut zu den beiden hin. Sie sieht nur ihre Schatten, aber sie kann alles hören.

»Goga!« sagt die Mutter leise. »Goga! Goga! Goga!« Und dann fragt sie: »Was hast du gestohlen ?«

»Ich?« Goga spielt den Erstaunten. »Gar nichts!«

»Lüg nicht!« schimpft die Mutter. »Ich hab dich gesehen. Du hast wieder gestohlen, obwohl du mir versprochen hast, es nicht mehr zu tun.«

Da schweigt Goga.

»Also – was hast du gestohlen?«

»Ein Huhn.«

»Und? Was hast du damit getan?«

Goga senkt den Kopf noch tiefer und schweigt wieder.

Die Mutter wird zornig. Sie packt Gogas Schultern und schüttelt ihn. »Wir sind ehrliche Leute, hörst du? Wir stehlen nicht. Wir haben zu essen und ein Dach über dem Kopf. Es geht uns gut. Wir haben keinen Grund zu stehlen.«

Veena kann es nicht sehen, aber sie weiß, dass Goga jetzt wieder sein trotziges Gesicht macht. Goga will mal richtig reich werden. Er hat es ihr gesagt. Nur satt werden und ein Dach über dem Kopf ist ihm zu wenig.

»Was hast du mit dem Huhn gemacht?« fragt die Mutter erneut. »Rede endlich.«

»Ich… ich hab’s verkauft«, gibt Goga endlich zu.

»Und was hast du mit dem Geld gemacht?«

Wieder schweigt Goga. Die Mutter verliert die Geduld. »Wenn du es mir nicht sagen willst, sag es Vater.«

Das will Goga nicht. »Ich… ich hab mir eine Kinokarte dafür gekauft.«

»Du warst im Kino gewesen?«

Goga nickt nur noch – und dann heult er plötzlich los. »So viele Jungen gehen ins Kino. Ich will auch…«

Weiter kommt er nicht. Die Mutter hält ihm den Mund zu.

Niemand soll wissen, was Goga und sie miteinander bereden.

»Hast du noch Geld übrig?« fragt sie leise.

»Ja«, gesteht Goga.

»Bring es zum Tempel. Opfer es Shiva. Vielleicht vergibt er dir.«

Wieder nickt Goga. Und dann geht er gleich los, um Mutters Rat zu befolgen. Jedenfalls tut er so.

Veena sieht dem Bruder noch ein Weilchen nach, dann folgt sie der Mutter, um ihr weiter zu helfen.

Aber nun ist die Arbeit nicht mehr wichtig. Was Goga gesagt hat, ist zu toll.

Er war im Kino, hat einen richtigen Film gesehen? Sie war noch nie im Kino, kennt nur die vielen bunten Filmplakate. Schöne Frauen sind darauf zu sehen, Männer im Kampf oder ein verliebtes Pärchen. Mira, die Nachbarin, war auch mal im Kino gewesen. Das ist nun schon lange her, aber sie erzählt den Film immer wieder. Der Mutter hat sie ihn schon zweimal erzählt.

Beide Male durfte Veena zuhören. Seitdem wünscht sie sich, auch einmal ins Kino gehen zu dürfen und einen Film zu sehen.

Miras Film war sehr schön gewesen. Eine Zauberblume kam drin vor. Wer an der Blume roch, wurde mit Glück überhäuft. Aber dann stahl ein Dämon die Blume, und ein junger Gott musste sie wiederfinden.

Es muss herrlich sein, so eine Geschichte richtig mitzuerleben. Mira sagt, noch nie habe sie so viel geweint und gelacht wie im Kino. Und all die anderen Leute hätten auch gelacht und geweint.

In der Nacht liegt Veena wach und schaut zu Goga hin. Es ist sehr dunkel, sie kann ihn nicht erkennen. Aber sie weiß genau, wo er liegt. Vorsichtig tastet sie sich zu ihm.

Shivaji fährt auf und greift nach dem Beutel mit den kleinen Münzen unter seiner Matte. Das ist sein Gewinn. Er hatte heute viel Glück beim Spucknapf-Spiel.

»Ich bin’s nur«, flüstert Veena und schiebt sich näher an Goga heran. Shivaji schimpft leise, aber er wagt nicht, laut zu werden. Wenn der Vater den Beutel findet, behält er ihn.

Goga ist noch wach. Er liegt auf dem Rücken und starrt in die Dunkelheit hinein.

Veena stupst ihn an. »Ich bin’s.«

»Was willst du denn?« Goga will nicht gestört werden, denkt vielleicht gerade an den Film.

»War’s schön im Kino?«

»Ja.«

»War der Film spannend?«

»Was denkst du denn? Natürlich war er spannend.«

»Erzähl ihn mir!«

»Jetzt?«

»Bitte, bitte! Tu’s! Ich war noch nie im Kino.«

Da erzählt Goga ihr den Film. Er tut es gern, er hat wirklich noch an den Film gedacht. Und Veena sieht alles vor sich: Die schöne Prinzessin, die von einem Banditen geraubt wird. Den Prinzen, der die Prinzessin liebt und gegen den Banditen kämpfen muss. Das große Freudenfest nach dem Sieg des Prinzen.

Als Goga fertig ist, muss sie weinen.

»Was ist?« flüstert Goga. »Weshalb heulst du denn jetzt?«

»Ich will auch mal ins Kino.«

Zuerst schweigt Goga nur, dann sagt er böse: »Wer ins Kino will, muss stehlen.«

Stehlen? Nein! Das wird sie nie können. Leise kriecht Veena auf ihre Matte zurück und denkt wieder an die Prinzessin aus Gogas Film. Dann an den Banditen und den Prinzen… Mitten in ihre Bilder hinein sieht sie plötzlich Shivajis Münzenbeutel vor sich. Ob das Geld darin wohl für eine Kinokarte reicht?

Ihr wird ganz heiß. Was sie denkt, darf sie nicht denken. Sie ist doch keine Diebin. Aber Shivaji ist ja ihr Bruder… Und er hat das Geld beim Spielen gewonnen… Wenn der Vater es findet, nimmt er es ihm auch weg.

Vorsichtig schiebt sie sich näher an Shivaji heran. Der große Bruder schläft wieder, schläft tief und fest. Veena macht eine ganz kleine Hand und schiebt sie unter Shivajis Matte. Da! Das ist der Beutel. Sie braucht ihn nur herauszuziehen und…

»Veena!«

Die Mutter! Sie sucht nach ihr auf ihrer Matte. Schnell kriecht Veena zurück. »Ja?«

»Steh auf! Es ist Zeit. Du musst mir heute früher helfen. Ich mache ein Pulao.«

Ein Pulao ist ein besonderes Gericht. Das erfordert viel Arbeit. Und die Mutter weiß ja nicht, dass sie die ganze Nacht noch nicht geschlafen hat. Also steht Veena auf und steigt hinter der Mutter die Leiter hinab.

Unten angekommen sagt die Mutter: »Allein schaff ich es nicht, weißt du?«

Veena nickt nur. Sie ist der Mutter dankbar, dass sie sie gerettet hat. Sonst hätten die Götter sie bestimmt böse bestraft. Und sie hätte ja auch gar keine Zeit gehabt, ins Kino zu gehen.

Klaus Korkon: Annapurna, meine Mutter ist eine Göttin.
München: DTV Junior, 1989
Gekürzter Text

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