Jakob malt ein Weihnachtsbild

Jakob malt ein Weihnachtsbild

Jakob zeichnet und malt für Weihnachten.
Tante Helli wünscht sich ein Kripperl mit Jesuskind, Esel und Ochs.
Onkel Fritz wünscht sich Hirten auf dem Weg nach Betlehem.
Die Omama hätte gern einen Engel, der freundlich dreinschaut und „Fürchtet euch nicht“ sagt.
Jakob zeichnet eine Sprechblase vor den Mund des Engels und schreibt „Fürchtet euch nicht“ hinein. Dann sagt er zu Katharina: „Jetzt hab’ ich für jeden ein schönes Geschenk!“
„Nur für das Geburtstagskind noch nicht!“ sagt Katharina. „Für Jesus. Er hat zu Weihnachten Geburtstag. Eigentlich müsste man ihm etwas schenken!“
„Meinst du, er hätte Freude mit einem Bild?“ fragt Jakob.
„Wenn es sehr schön und bunt ist – warum nicht?“ fragt Katharina.
Jakob nimmt ein neues Zeichenblatt. Er zeichnet einen Christbaum mit vielen Kerzen und Kugeln und Zuckerln in Fransenpapier.
„Ich helf’ dir“, sagt Katharina. Sie malt Tupfen und Sterne auf die Kugeln und um jede Kerze einen gelben Schein. „So“, sagt sie. „Jetzt bring ihm das Geschenk! Bring’s ihm in die Kirche!“
Jakob geht zur Kirche, aber das Tor ist verschlossen.
Jakob steht auf der Straße und überlegt, was er tun soll.
Das Christbaumbild flattert im Wind, Jakob muss es mit beiden Händen halten.
Eine alte Frau bleibt neben ihm stehen.
„So eine lustige, bunte Zeichnung!“ sagt sie. „Das ist wohl ein Weihnachtsgeschenk?“
„Ja“, sagt Jakob. Und dann hält er der alten Frau die Zeichnung hin. „Ich schenk’ sie Ihnen!“
Nein, so etwas!“ ruft die alte Frau. „So eine Überraschung… danke…“
Jakob rennt nach Hause. Katharina wartet schon auf ihn.
„Na?“ fragt Katharina.
„Der Christbaum hat Jesus sehr gut gefallen“, sagt Jakob.
„Weißt du das bestimmt?“ fragt Katharina.
„Ja“, sagt Jakob. „Er hat’s mir ausrichten lassen!“

Lene Mayer-Skumanz: Jakob und Katharina.
Wien, Herder Verlag, 1986

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Guten Tag! Wir sind kein Verein oder Institution; nur eine Gruppe Freunde, die an Gymnasien und Universitäten unterrichtet. Dieses Projekt ist aus reinen pädagogischen Gründen entstanden und hat überhaupt keine finanziellen Interessen.
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