Sollte es das Christkind gewesen sein?

Sollte es das Christkind gewesen sein?

Es war einmal eine gute Frau, die sich zu Weihnachten eine Ehre daraus machte, arme Kinder zu beschenken. Schon lange vor dem Fest fing sie an, Kuchen zu backen, um sie in der Kirche vor der Krippe zu verteilen.

Als sie mit ihrer Arbeit fertig war, erfüllte ein herrlicher Duft das Haus und drang bis auf die Straße hinaus. In Reih und Glied standen die Kuchen auf einem langen Tisch. Ihr Anblick erfüllte die gute Frau mit Stolz und Freude.

Da klopfte es plötzlich an die Tür. Vor der Tür stand ein fremdes Kind und schaute sie bittend an. „Gibst du mir einen Kuchen?“, fragte es.

Aber es reute die gute Frau, einen Kuchen jetzt schon wegzugeben. „Wo denkst du hin!“, sagte sie, „Weihnachten ist erst in einer Woche!“ „Weihnachten ist heute“, sagte das Kind. Doch die gute Frau dachte an nichts anderes als daran, dass das Kind mit List einen ihrer Kuchen ergattern wolle. Sie wies ihm streng die Tür.

Am Heiligen Abend packte sie die Kuchen ein. Aber als sie damit in die Kirche kam, sah sie den Pfarrer und den Messner aufgeregt vor der Krippe stehen. Sie war leer.

Da erinnerte sich die Frau an das fremde Kind und erschrak. Sollte es das Christkind gewesen sein?

nach Max Bollinger

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